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Monday, 11 May 2009
USD schwach - Weltwirtschaft stärker?
Die vergangene Handelswoche könnte eine Wende für den Dollarkurs gegenüber den Hauptwährungen bedeuten. Noch vor der Wirtschaftskrise wurde das Währungspaar EUR/USD um die 1,6000 gehandelt. Heute liegt der Kurs bei 1,2200. Die neueste Entwicklung, nach der die übrigen Währungen gegenüber dem US-Dollar anziehen, könnte ein Anzeichen dafür sein, dass sich die Devisenmärkte endlich selbst korrigieren. Können wir optimistisch sein?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3725 | 1.5300 | 99.25 | 1.1150 | 0.7750 | 0.9050 |
| 1.3700 | 1.5275 | 99.00 | 1.1125 | 0.7725 | 0.9025 | |
| 1.3675 | 1.5250 | 98.75 | 1.1090 | 0.7700 | 0.9000 | |
| Support | 1.3625 | 1.5175 | 98.00 | 1.1025 | 0.7650 | 0.8950 |
| 1.3600 | 1.5150 | 97.75 | 1.1000 | 0.7625 | 0.8925 | |
| 1.3575 | 1.5125 | 97.50 | 1.0975 | 0.7600 | 0.8900 |
Wirtschafts News
USD - Schwacher USD als Zeichen für die Endphase der Rezession
Die vergangene Handelswoche könnte eine Wende für den Dollarkurs gegenüber den Hauptwährungen bedeuten. Der USD verlor trotz bzw. infolge positiver US-Wirtschaftsdaten deutlich an Wert.
Alle veröffentlichten Konjunkturdaten aus der US-Wirtschaft überraschten in der letzten Woche mit positiven Zahlen. Die Pending Home Sales, noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierten Immobilienverkäufe, verdeutlichten eine verheißungsvolle Entwicklung zum zweiten Mal infolge. Entsprechend könnte dies ein Anhaltspunkt dafür sein, dass sich der Immobiliensektor in den USA nach einem längeren Zeitraum zu stabilisieren beginnt. Die Zahlen haben eine immense Wirkung auf die US-Wirtschaft, angesichts der Tatsache, dass einer der Auslöser für die derzeitige Wirtschaftskrise die Hypothekensituation in den Vereinigten Staaten war. Eine Verbesserung des Immobiliensektors könnte also ein erstes Indiz dafür sein, dass die Marktteilnehmer ihr Vertrauen in die US-amerikanische Wirtschaft langsam wiedererlangen.
Auch für die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt sind schwache Hoffnungsschimmer am Horizont zu erkennen. Zwar liegt die Zahl der Arbeitnehmer, die ihre Beschäftigung verlieren nach wie vor über der Zahl der Einstellungen. Jedoch hat das Tempo des Arbeitsplatzabbaus bereits deutlich nachgelassen. Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung, exkl. Agrar, verdeutlichte zwar, dass 539.000 Personen ihren Arbeitsplatz im Monat April verloren haben, die Messung gab jedoch das beste Ergebnis seit Januar aus.
Normalerweise stärken solch positive Daten den US-Dollar. In diesem Fall ist bislang das genaue Gegenteil eingetreten: Der US-Dollar verliert auf ganzer Linie. Noch vor der Wirtschaftskrise wurde das Währungspaar EUR/USD um die 1,6000 gehandelt. Heute liegt der Kurs bei 1,22. Die neueste Entwicklung, nach der die übrigen Währungen gegenüber dem US-Dollar anziehen, könnte ein Anzeichen dafür sein, dass sich die Devisenmärkte endlich selbst korrigieren.
Für diese Woche stehen wieder einige wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda der US-Wirtschaft. Besondere Aufmerksamkeit ist der US-Handelsbilanz am Dienstag, den Einzelhandelsumsätzen am Mittwoch sowie den Arbeitslosenzahlen am Donnerstag zu schenken. Diese Indikatoren werden die Tendenzen des Dollars in den kommenden Tagen bestimmen. Wird der USD weiterhin schwächeln?
EUR - Leitzinssenkung nimmt gegenteilige Wirklung auf EUR
Anleger, die in der vergangenen Woche EUR-Käufe tätigten, konnten deutliche Gewinne erzielen. Die europäische Währung begab sich auf einen durchgehend zinsbullischen Trend gegenüber ihren Währungspaaren und -Crossen. Der EUR legte über 400 Punkte zum Dollar, über 200 Punkte zum Pfund und nahezu 500 Punkte zum Yen zu.
Dieser Sprung des EUR erfolgte zu einem äußerst unerwarteten Zeitpunkt. Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) um 13:45 Uhr ihre Leitzinssenkung von 1,25% auf 1,00% bekanntgegeben. Einer der Gründe, die zu dieser Entscheidung führten, waren die anhaltenden Kursverluste des EUR. Die EZB beabsichtigt mit ihrer Maßnahme, Europas Export zu unterstützen und damit der europäischen Wirtschaft insgesamt unter die Arme zu greifen. Bereits seit Wochen warteten die Marktteilnehmer darauf, dass sich die EZB aktiver in ihrer Bemühung, die Konjunkturkrise zu bekämpfen, zeigt. Einer Senkung der Zinsrate wurde dementsprechend bereits entgegen geblickt.
Die Märkte reagierten allerdings schon im Vorfeld des Entscheids, als hätte die Leitzinssenkung bereits stattgefunden. Demnach setzte der zinsbullische Trend des EUR vor einigen Wochen ein. Alles was nun nach der tatsächlichen Leitzinssenkung zu beobachten ist, scheint eine Technische Korrektur der europäischen Währung zu sein.
Auch aus der Eurozone werden in dieser Woche einige bedeutende Wirtschaftsdaten erwartet. Wichtigster Indikator dabei sind Deutschlands vorläufige Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Hier wird der Wert aller Güter und Dienstleistungen, die von Personen innerhalb Deutschlands erbracht worden sind, gemessen. In Anbetracht dessen, dass Deutschland als stärkste Wirtschaft innerhalb der Eurozone gilt, werden die Zahlen zum BIP ebenfalls Einfluss auf die gesamte Region und somit auf den Kurs des EUR nehmen. Sollten die revidierten Zahlen erneut negative Ergebnisse bringen, könnte der jüngste Aufwärtstrend des EUR einen Umschwung erfahren.
JPY - Yen verliert aufgrund Inflationssorgen
In der vergangenen Woche ergaben sich für den japanischen Yen überwiegend rückläufige Trends gegenüber den Hauptwährungen. Der JPY verzeichnete heftige Abwärtstendenzen gegenüber EUR und GBP sowie starke Kursschwankungen gegenüber dem USD.
Allem Anschein nach wurden die Aussagen der Bank of Japan (BoJ) von den Marktteilnehmer als Zeichen einer sich dramatisch verschlechternden Inflationsrate in den kommenden Wochen gedeutet. Die erste Reaktion der Händler war, den JPY zu meiden und JPY-Anlagen zu verkaufen. Eventuell war dies die genaue Absicht der BoJ-Aussage.
Es ist allgemein bekannt, dass die Oberhäupter Japans Wirtschaft davon überzeugt sind, dass ein schwacher Yen, eine der Lösungen sei, die eigene Wirtschaft aus der Rezession zu führen. Dies steht wiederum im Zusammenhang mit Japans Rolle als Ausfuhrland, dessen Export als bedeutender Einflussfaktor der japanischen Wirtschaft gilt. Eine gängige Maßnahme, die Währung einer Wirtschaftsnation zu beeinflussen, ist die Kürzung der Leitzinsrate. Japan verfügt bereits über die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen. Ein Prozentsatz bei 0,10% dürfte schwierig sein, weiter herabzusetzen. Darüber hinaus will Japan mit immer neuen Konjunkturpaketen den Kollaps ihrer Wirtschaft verhindern.
In der anstehenden Woche sollten JPY-Anleger ihr Augenmerk auf die bevorstehenden Ansprachen von Masaaki Shirakawa am Mittwoch richten. Der Vorsitzende der Bank of Japan weiß genau, dass in einer Phase tiefgreifender globaler Veränderungen nicht länger auf das alte exportabhängige Wachstum gesetzt werden kann. Jedes Update der BoJ-Rettungspläne für Japans Wirtschaft könnte einen starken Einfluss auf die Tendenzen des Yen nehmen.
Rohöl - Wird Rohöl die $60-Marke in dieser Woche erreichen?
Die Ölpreise setzen ihren kontinuierlich zinsbullischen Trend fort. In der vergangenen Woche waren diese bis auf $58,20 pro Barrel geklettert. Es war ein neues Rekordhoch der letzten sechs Wochen.
Einer der Hauptgründe für den überraschenden Aufwärtstrend für Rohöl ist zweifellos der scharfe Einbruch des US-Dollar der vergangenen Woche. Der Rohstoff Rohöl wird in US-Dollar bepreist. Jede Preisbewegung der Währung nimmt direkten Einfluss auf die Ölpreise, insbesondere wenn sich ein überraschender Trend einstellt. In den vergangenen Monaten konnten die Marktteilnehmer immer wieder beobachten, wie deutlich die Ölpreise mit den US-amerikanischen Aktienmärkten in Wechselwirkung stehen. Ein Anstieg der US-Aktienmärkte hatte in der vergangenen Woche den Ölpreis gestützt, der zum Wochenende nahe der $60-Marke schloss.
Für diese Woche stellt sich die Frage, ob das Barrel Rohöl die $60-Marke überwinden wird. Analysten gehen davon aus, dass eine solche Entwicklung eher unwahrscheinlich ist. Aktuelle Prognosen ergeben einen deutlichen Rückgang für die Reise- und Tourismusbranche in diesem Sommer, verglichen mit den Vorjahreszahlen. Dies würde sich wiederum äußerst nachteilig auf die Ölpreise auswirken. Der Ölpreis wird der Schlüsselfaktor für die Leistungsfähigkeit der Reise- und Tourismusbranche 2009 und darüber hinaus bleiben. Sollten sich die Zahlen in diesem Sektor nicht verbessern, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Ölpreise dementsprechend auf einen Abwärtstrend begeben.
Technische News
EUR/USD
Der starke Aufwärtstrend der vergangenen Woche hat den Preis in den überkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und der Tages-Chart gedrückt. Das könnte bedeuten, dass eine Abwärtskorrektur bereits im Anmarsch ist. Der deutliche Durchbruch der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart bestätigt den starken Abwärtsdruck. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im "überkauften" Bereich des RSI sowohl auf der Stunden- als auch auf der Tages-Chart. Dies könnte ein erstes Anzeichen für eine bevorstehende Abwärtsausrichtung sein. Auch das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.
USD/JPY
Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass eine zinsbullische Korrektur unmittelbar bevorstehen könnte. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz. Eine gute Strategie für heute könnte hierbei lauten: Kaufen.
USD/CHF
Nach einer volatilen Abwärtsbewegung in der vergangenen Woche, scheint dieses Kurspaar bereit für eine maßvolle Korrektur während des heutigen Handelstags zu sein. USD/CHF bewegt sich im überkauften Bereich des RSI auf der Stunden, 4-Stunden- und Tages-Chart. Auf der 4-Stunden-Chart ist ebenfalls ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic zu erkennen. Diese Informationen ergeben, dass es am heutigen Handelstag richtig sein könnte, bei diesem Paar auf steigende Kurse zu setzen.
Die Wild-Card
Silber
Der sich fortsetzende Aufwärtstrend dieses Rohstoffs scheint seinen Schwung zu verlieren. Der stark zinsbullische Trend scheint sich abzuschwächen und die Langzeit-Oszillatoren zeigen an, dass eine Preiskorrektur bevorsteht. Aktuell ist ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart zu erkennen. Das Momentum ist abwärts gerichtet. Forex -Anlegern könnte sich eine gute Gelegenheit bieten, von diesem möglichen Trendumschwung zu profitieren und bei einem äußerst günstigen Kurspreis einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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