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Friday, 19 Feb 2010

USD steigt nach Diskontsatz-Anhebung durch US-Notenbank

Am Donnerstag überraschte die US-Notenbank Federal Reserve die Märkte mit einer Anhebung des Diskontsatzes. Der USD stieg im Anschluss sprunghaft an. Die Erhöhung stellt einen weiteren Schritt zur Normalisierung bei der Kreditvergabe durch die US-Notenbank dar.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdownup
Wochentendenzdowndownupupnono
Resistance1.35801.552092.701.09650.90000.8835
1.35451.549092.401.09350.89700.8800
1.35151.546592.051.09000.89400.8770
Support1.34501.540091.401.08350.88700.8700
1.34201.537091.101.08000.88350.8670
1.33901.533590.751.07700.88050.8635

Wirtschafts News

USD - US-Dollar steigt nach Fed-Diskontsatz

Zu später Handelsstunde gestern hob die US-Notenbank den Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 0,75% an. Dieser wurde im August 2007 zur Bekämpfung der einsetzenden Finanzkrise auf 0,50% gesenkt. Im Normalfall liegt der Diskontsatz etwa einen Punkt über dem Leitzins der US-Notenbank. Des Weiteren ging aus dem bereits am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) hervor, dass die Erhöhung des Diskontsatzes eine Anhebung des Leitzinses zu diesem Zeitpunkt ausschließe und auch die Konjunkturprognose der US-Notenbank aktuell nicht modifiziert werde.

Die Märkte reagierten direkt auf die Maßnahme der US-Notenbank und der US-Dollar wertete deutlich gegen den EUR auf. Das Währungspaar EUR/USD fiel bis unter 1,3444 von zuvor 1,3568 und markierte einen Tagesverlust von 0,9%.

Die Finanzmärkte hatten zwar damit gerechnet, dass die US-Notenbank ihrer extrem lockeren geldpolitischen Haltung zukünftig ein Ende setzt, dennoch war die amerikanische Diskontsatz-Erhöhung am Donnerstagabend überraschend. Mit der Verteuerung der Notkredite für Banken erhöhen sich jedoch nicht die Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen, so die US-Währungshüter. Den Zielsatz für Tagesgeld (Schlüsselzins), beließ die US-Notenbank unverändert.

Entsprechend dem Zinsausblick der Fed werden die Zinsen noch für längere Zeit auf Niedrigniveau bleiben. Für die Marktteilnehmer signalisierte die Diskontsatzerhöhung jedoch einen weiteren Schritt zur Straffung der US-Geldpolitik. Auch am heutigen Handelstag ist von weiteren Aufwärtstendenzen für die US-Währung auszugehen.

EUR - Weitere Haushaltskrisen im Euroraum

Der Kurs des Euro ist durch die Diskontsatzerhöhung der US-Notenbank stark unter Druck geraten. Darüber hinaus belasteten weiterhin weniger erfreuliche Konjunkturdaten aus der Eurozone die europäische Gemeinschaftswährung. Nach Deutschland und Frankreich droht nun auch Italien wegen der anhaltend schlechten Haushaltslage die Einleitung eines EU-Defizitverfahrens.

Damit stellt die EU-Kommission Italien als drittgrößte Volkswirtschaften der Eurozone unter Brüsseler Haushaltsüberwachung. Während der EUR bereits seit Anfang des Jahres unter der aktuellen Finanzkrise Griechenlands und der Verschleierung von Staatsschulden des Mitgliedstaates leidet, tauchen mittlerweile Berichte auf, die auch an den italienischen Angaben zur Schuldenhöhe Zweifel erwecken.

Das Thema Überschuldung in der EU begann womöglich einst mit Irland, greift inzwischen jedoch auch auf Mittelmeerländer wie Portugal und Spanien über. Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien werden mittlerweile an den Finanzmärkten als PIGS-Staaten bezeichnet. Nach Einschätzung der EU ist die Haushaltslage dieser Mitgliedstaaten ein Grund zur Sorge für die gesamte Eurozone. Sie gelten als die labilsten Länder im Euroraum.

JPY - USD/JPY steigt nach Fed-Protokoll

Die US-Währung setzte ihren Aufwärtstrend gegen Japans Yen auch am gestrigen Handelstag fort und markierte ein Monatshoch, nachdem die US-Notenbank den Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 0,75% anhob. Für die Marktteilnehmer signalisierte die Diskontsatzerhöhung einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Straffung der US-Geldpolitik.

USD/JPY kletterte auf 92,08, nach einem Eröffnungspreis um 90,94. Das Währungspaar EUR/JPY wertete ebenfalls auf, von 123,41 auf 124,44 zur Markteröffnung.

Die Märkte reagierten direkt auf die Maßnahme der US-Notenbank. Wie auch am Donnerstag wird sich der Aufwärtstrend des USD heute voraussichtlich fortsetzen. Für Händler scheint es am heutigen Freitag von Vorteil zu sein, USD-Long-Positionen zu eröffnen.

Rohöl - Spot-Ölpreis steigt trotz Diskontsatz-Erhöhung

Trotz der Diskontsatz-Erhöhung durch die US-Notenbank erreichte der Ölpreis im Laufe des gestrigen Handels ein neues 5-Wochenhoch. Dieser Kursanstieg erfolgte auch im Anschluss an die neuesten Zahlen zu den US-Rohöllagerbeständen. Das US-Energieministerium veröffentlichte in seinem gestrigen Bericht einen wöchentlichen Anstieg der Rohöllagerbestände von 3,1 Mio. Barrel. Analysten hatten einen Anstieg um lediglich 1,6 Mio. Barrel prognostiziert. Die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl verringerten sich wiederum um 2,9 Mio. Barrel auf rund 153 Mio. Barrel. Hier erwarteten Experten einen Rückgang um 1,6 Mio. Barrel. Während der Eröffnungspreis für Rohöl mit $77,25 ausgegeben wurde, notierte der Rohstoff zu Handelsschluss bei $79,61.

Der Ölhandel wird heute voraussichtlich von zwei Faktoren bestimmt. Zum einen von Großbritanniens Einzelhandelsumsätze (Januar) - die Daten zählen zu einem der viel beachteten Frühindikator für Englands Wirtschaft, der sowohl den Grad der Verbraucherausgaben als auch die Gesamtstimmung unter den britischen Verbrauchern verdeutlicht. Des Weiteren ist die Kernrate der US-Verbraucherpreise (Januar) hier von Bedeutung. Sollten die Ergebnisse der vorgenannten Indikatoren enttäuschen, könnte der Ölpreis unter Druck geraten und wieder bis auf $77,99 abrutschen.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Paar könnte sich heute eine Kurskorrektur zum jüngsten Abwärtstrend ergeben. Auf der 2- und 8-Stunden-Chart zeichnet sich mittlerweile ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic ab. Der RSI der Stunden- und 4-Stunden-Chart schwankt bereits im „überkauften“ Bereich, was ebenfalls ein Zeichen für eine nächste Aufwärtsbewegung sein könnte. Bei diesem Währungspaar ist es möglicherweise eine gute Entscheidung, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Auf der 2- und 4-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht, während eine Überwindung der unteren Grenze der Bollinger Bands auf der 4- und 8-Stunden-Chart offensichtlich ist. Darüber hinaus ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 2-Stunden- und 8-Stunden-Chart nicht zu übersehen. Bei diesem Währungspaar könnte es heute von Vorteil sein, zu kaufen.

USD/JPY

Auf der 4-Stunden-, 8-Stunden- und Tages-Chart bewegt sich der RSI im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der 4-Stunden und Tages-Chart gibt ein sich ankündigendes rückläufiges Cross aus. Darüber hinaus zeichnet sich eine Überwindung der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der 8-Stunden- und auf der Tages-Chart deutlich ab. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte bei USD/JPY heute die richtige Entscheidung sein.

USD/CHF

Auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Der Slow Stochastic der 2- und 8-Stunden-Chart zeigt ein rückläufiges Cross an. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass der Preis die obere Grenze der Bollinger Bands auf der 8-Stunden-Chart überwunden hat. Verkaufen könnte bei USD/CHF heute von Vorteil sein.

Die Wild-Card

GBP/AUD

Auf der 2-, 4- und 8-Stunden- sowie auf der Tages-Chart bewegt sich der RSI im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der 4-Stunden und Tages-Chart gibt ein zinsbullisches Cross aus, das auf eine bevorstehende Aufwärtsbewegung deutet. Forex -Anleger könnten bei diesem Paar heute auf steigende Kurse setzen, um größtmögliche Profite zu erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:06 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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