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Thursday, 7 Aug 2008

USD steigt während Rohöl fällt

Der USD konnte gestern einen erfolgreichen, von Aufwärtstrends begleiteten
Handelstag gegenüber den meisten seiner Währungsgegner verzeichnen. Das positive Momentum des USD entfaltete sich dank eines weiteren Tages fallender Ölpreise sowie guten Aussichten auf einer sich erholenden US-Wirtschaft.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdownno
Wochentendenzdowndownupupdownup
Resistance1.55221.9561110.461.06640.91880.8015
1.54961.9535110.181.06380.91620.7987
1.54711.9517109.921.06130.91370.7961
Support1.54011.9743109.211.05410.90660.7889
1.53781.9719108.971.05160.90390.7863
1.53531.9694108.691.04890.90140.7842

Wirtschafts News

USD - Arbeitslosenzahlen und Pending Home Sales stehen an

Der USD konnte gestern einen erfolgreichen, von Aufwärtstrends begleiteten
Handelstag gegenüber den meisten seiner Währungsgegner verzeichnen. Das positive Momentum des USD entfaltete sich dank eines weiteren Tages fallender Ölpreise sowie guten Aussichten auf einer sich erholenden US-Wirtschaft, einen Tag nachdem die US-Notenbank den Leitzins unverändert belassen hatte. Deutlich fiel der EUR gegenüber dem Dollar bis auf ein Rekordtief der letzten sieben Wochen bei $1,5398. Dies ist das tiefste Innertageslevel seit dem 16. Juni. Gegenüber dem JPY konnte der USD seinen Wert ebenfalls steigern und erzielte ein Hoch innerhalb der letzten sieben Monate bei 109,39, was den höchsten Stand seit dem Monat Januar widerspiegelt.


Nachdem die US-Notenbank am Dienstag den Richtwert für ihren Leitzins bei 2% beließ und bekannt gab, dass sie nicht beabsichtige eine Erhöhung der Kreditkosten zu überstürzen, bemerkten einige Analysten, dass es der wahre Grund für diese Entscheidung eher die Sorge um das Wirtschaftswachstum als um die Inflation sei. Als Ergebnis dessen sowie einem neu entstandenen Hauch von Risikobereitschaft, wandten sich günstig gestimmte Anleger dem „Carry Trading“ zu.


Für heute werden einige bedeutende Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet. Anleger sollten die Arbeitslosenzahlen genau beobachten, die einen maßgebenden Indikator für den USD darstellen. Experten erwarten einen Rückgang von 28.000 Anträgen, die sich in der vergangenen Woche noch auf 448.000 beliefen. Um 2:00GMT werden die ausstehenden Hausverkäufe (Pending Home Sales) veröffentlich, die um 1% fallen sollen. Diese Ergebnisse könnten große Kursschwankungen auslösen. Anlegern sei geraten, achtsam zu bleiben.

EUR - Setzt sich der EUR-Abwärtstrend nach EZB-Entscheidung zum Leitzins fort?

Der EUR erreichte am gestrigen Handelstag gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Dem USD gegenüber hatte der EUR einen Abwärtstrend zu verzeichnen, während er gegenüber dem JPY Zugewinne erzielen konnte. Auch gegenüber dem GBP verlor der EUR an Punkten, was auf die anstehende Entscheidung der BoE (Bank of England) in Hinsicht auf den Leitzins am Donnerstag zurückzuführen ist. Das Interesse an die 15-Nationen-Währung ging nach dem enttäuschenden Bericht über die deutschen Auftragseingänge der Industrie entscheidend zurück. Darin wurde deutlich, dass diese im Monat Juni anstatt des erwarteten Anstiegs von 0,5%, um 2,9% gesunken waren.
Jüngste Euro-Zahlen deuten darauf hin, dass die Wirtschaft der Eurozone sich in Richtung eines globalen Abschwungs bewegt. Die Auslandsnachfrage scheitert zurzeit größtenteils an Deutschland, Europas größtem Wirtschaftssystem. Diese Entwicklung hängt weitestgehend mit der Wettbewerbsfähigkeit der globalen Märkte zusammen und könnte die EZB in eine kompromittierende Position bringen. Das anscheinend lahmende Wachstum in der Eurozone könnte die EZB, trotz voranschreitender Inflation, dazu zwingen, die Zinsrate zu senken.


Heut werden für den EUR eine ganze Reihe von Wirtschaftsveröffentlichungen erwartet. Beginnend um 6:00GMT steht die deutsche Handelsbilanz an, gefolgt von der französischen Handelsbilanz um 6:45GMT. Um 8:00GMT werden die Industrieproduktionszahlen aus Italien erwartet. Anschließend, um 10:00GMT das Äquivalent aus Deutschland, für dessen Index ein Anstieg von 0,8% voraus gesagt wird, nach dem Vormonatsrückgang von 2,4%. Im weiteren Tagesverlauf wird die Sitzung der EZB abgehalten, in der die Entscheidung zum Leitzins fällt. Hierbei wird keine Änderung der derzeitigen 4,25% erwartet. Möglicherweise könnte der EUR zum ersten Mal seit Wochenbeginn Anzeichen einer Stärkung zeigen. Die anstehende Stellungnahme des EZB-Präsidenten Claude Trichet wird voraussichtlich recht zinsbullischen ausfallen.

JPY - Gemischte Ergebnisse für den Yen

Der japanische Yen verlor gegenüber den meisten Währungen an Boden. Dabei unterlief der JPY Abwärtstrends gegenüber dem USD und dem EUR, nachdem Anleger ihre „Carry Trades“ gegen die asiatische Währung aufrecht hielten.


Die japanischen Veröffentlichungen am gestrigen Handelstag wirkten sich wenig auf den JPY aus. Der wöchentliche Index führender Wirtschaftsindikatoren (LEI) fiel um 1,7 Punkte auf 91,2 im Monat Juni. Dieser Indikator misst das Volumen der wirtschaftlichen Aktivität aus verschiedenen Marktsektoren. Außerdem gingen die Machinery Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) um 2,6% zurück, erstmals in drei Monaten. Diese Zahlen unterstützen den ohnehin bestehenden Eindruck, dass sich die zweitgrößte Weltwirtschaft einem Konjunkturrückgang nähert. Für heute wird der JPY vom Wirtschaftskalender abwesend sein. Anleger sollten ihr Augenmerk auf die Nachrichten aus den USA und der Eurozone richten, die überwiegend den heutigen JPY beeinflussen werden.

Rohöl - Rückläufiger Benzinverbrauch verstärkt Ölpreissturz

Die Ölpreise fielen gestern leicht bis unter die $118-Marke pro Barrel, die $30 unter dem erreichten Rekordhoch liegt. Anlieger beobachteten einen bereits zwei Wochen anhaltenden Rückgang der Benzinlieferungen entgegen einem unerwarteten Anstieg der US-Rohölbestände. Dieser Zunahme war die erste in drei Wochen. Auch die US-Notenbank trug durch ihre Äußerung, dass die hohen Energiepreise die Nachfrage drosselten, ihren Teil zum jüngsten Ölpreisfall bei. Light Crude (September-Kontrakt) rutschte zum Ende des gestrigen Handels um 59 Cent abwärts und schloss bei $118,58 pro Barrel im New Yorker Börsenhandel.


Der US-Benzinverbrauch geht, im Gegensatz zum Vorjahresverbrauch, kontinuierlich zurück und spiegelt eine äußerst schwache Nachfrage wider. Dagegen lässt der USD endlich Anzeichen einer Stärkung erkennen, was Anlegern immer weniger Motivation verleiht, in Rohöl anzulegen.


Momentan warten Öl-Anleger ab, ob das Rohöl unter die Schlüsselmarke von $117 fallen wird, was wiederum computergesteuerte technische Verkäufe vorschnell auslösen könnte, die darauf ausgerichtet sind Ölkontrakte abzustoßen, sobald die Preise unter einen bestimmten Grenzbereich fallen.

Technische News

EUR/USD

Auf der Tages-Chart bildet sich eine Handelsspanne heraus, die eindeutig Tendenz fallend ist und in deren Mitte das Paar mittlerweile schwankt. Alle Oszillatoren geben rückläufige Signale aus, was darauf hindeutet, dass dieser Abwärtstrend sich fortsetzen wird. Für heute könnte die richtige Entscheidung lauten: Verkaufen.

GBP/USD

Das rückläufige Momentum hält in vollem Gange an. Gestern durchbrach dieses Paar sogar die 1,9480-Marke. Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass das Paar nach wie vor unterhalb der Bollinger Bands schwankt. Dies ist ein Anzeichen für ein Fortdauern der abwärtsgerichteten Tendenz. Auch hier könnte die richtige Strategie Verkaufen sein.

USD/JPY

Der intensive Aufwärtstrend verstärkt sich, nachdem dieses Paar gestern die 109,50-Marke durchbrochen hat. Alle Oszillatoren der Tages-Chart sind aufwärts gerichtet und deuten auf weitere zinsbullische Tendenzen hin. Der nächste Richtpreis könnte bei 110,15 liegen.

USD/CHF

Dieses Paar zeigt weiterhin eine ununterbrochen zinsbullische Entwicklung. Am gestrigen Handelstag durchbrach es schließlich die Fibonacci-Schlüssenmarke von 1,0600. Ein neu entstandenes zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart könnte ein Anzeichen für eine weitere Aufwärtsentwicklung sein. Hier könnte es richtig sein, zu kaufen.

Die Wild-Card

Silber

Die Abwärtstendenz wird immer deutlicher und das Silber scheint neue Tiefstände anzutesten. Die 4-Stunden-Chart gibt nach wie vor rückläufige Signale aus, wobei der nächste Richtpreis bei 16,00 liegen könnte. Forex -Anlegern könnte sich somit eine großartige Gelegenheit bieten, sich einem viel versprechendem Trend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:07 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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