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Tuesday, 9 Jun 2009
USD stoppt Fiat-Einstieg bei Chrysler
Nachdem sich für den USD zum Ende der vergangenen Woche nach Veröffentlichung der positiven US-Arbeitsmarktdaten Aufwärtstendenzen einstellten, wird die US-amerikanische Währung unter eine weitere Probe gestellt. Das Oberste Gericht in den USA entschied, den Einstieg des italienischen Autokonzerns Fiat bei dem insolventen US-Hersteller Chrysler vorerst zu stoppen. Dementsprechend werden Forex-Händler heute eine hohe Marktvolatilität beobachten können. Dabei bieten sich für Anleger möglicherweise gute Gelegenheiten, sich die aktuelle Marktsituation zu Nutze zu machen. Wichtigstes Element am heutigen Handelstag sind USD-Positionen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4050 | 1.6155 | 99.60 | 1.1120 | 0.7985 | 0.8770 |
| 1.4010 | 1.6105 | 99.15 | 1.1050 | 0.7925 | 0.8730 | |
| 1.3950 | 1.5935 | 98.75 | 1.0990 | 0.7825 | 0.8700 | |
| Support | 1.3900 | 1.5925 | 98.60 | 1.0985 | 0.7800 | 0.8680 |
| 1.3820 | 1.5850 | 97.75 | 1.0900 | 0.7775 | 0.8640 | |
| 1.3790 | 1.5775 | 97.25 | 1.0850 | 0.7750 | 0.8620 |
Wirtschafts News
USD - US-Gericht Entscheid zum Fiat-Einstieg bei Chrysler lastet stark auf USD-Kurs
Während des gestrigen Handelstages wurde der Dollar von einigen Faktoren bestimmt. Einer davon war die Stimmung im Vorfeld des Entscheids des Obersten Gerichts in den USA zum Fiat-Einstieg bei Chrysler. Nun fürchtet US-Präsident Obama um die Auswirkungen des Entscheids auf die US-Wirtschaft. Diese könnten eine Erholung der Wirtschaftslage deutlich erschweren. Sobald die Marktteilnehmer ihr Vertrauen in die US-Wirtschaft wieder verlieren, könnte der USD einen heftigen Abwärtstrend einschlagen. Darüber hinaus stimmen Forex-Händler ihre Anlageaktivitäten nach Obamas aggressivem Plan zur Erholung der Wirtschaft ab.
Dementsprechend konnte der Dollar gestern einige Kursgewinne gegenüber den Hauptwährungen verbuchen, nachdem Obama seinen Plan zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und Bekämpfung der steigenden Arbeitslosigkeit erklärte. Während des Handelstages am Montag rutschte das Währungspaar EUR/USD um 100 Punkte ab und notierte zu Handelsschluss bei 1,3886. Der USD kletterte darüber hinaus um 80 Punkte zum CHF in die Höhe und schloss hier bei 1,0934. Zum Britischen Pfund Sterling wiederum verlor der USD an Boden, nachdem sich in Großbritannien neuer Marktoptimismus breit machte. Die konservative Oppositionspartei des Vereinigten Königreichs hatte bei der EU-Wahl im Europaparlament gut abgeschnitten, was ein Desaster für die regierende Labour-Partei bedeutete. GBP/USD zog folglich an und notierte bei 1,6024.
Um 16:30 Uhr wird sich US-Finanzminister Timothy Geithner vor dem Senat zu den TARP-Rückzahlung (Troubled Asset Relief Program) von Regierungshilfen und zur Prognose der wirtschaftlichen Erholung für die USA äußern. Eine gute Strategie für Anleger könnte heute sein, USD-Positionen rechtzeitig und zu eröffnen, da sich an den Märkte im Laufe des Handelstages höchste Volatilität einstellen wird.
EUR - Deutsche Eintragsaufgänge der Industrie drücken EUR-Kurs
Die Ergebnisse der deutschen Eintragsaufgänge der Industrie erweckten neuen Optimismus in der Eurozone. Obwohl die Zahlen den Vorhersagen entsprachen, wurden sie als erstes bedeutendes Zeichen für die Stabilisierung der Wirtschaftslage in der Eurozone gedeutet. Darüber hinaus wurde der Index der Industrieeingänge Deutschland für den Monat März revidiert und von 3,3% auf bedeutende 3,7% angehoben. Dies veranlasste einige Investoren ihre EUR-Anlagen zu verkaufen und sich risikofreudiger zu zeigen. Sie konzentrierten sich auf EUR-Gegenwährungen wie USD oder GBP.
Weitere Faktoren brachten dem EUR gestern bärische Tendenzen gegenüber den übrigen Hauptwährungen. Unter anderem nahm ein frisch entstandener Marktoptimismus in Großbritannien Einfluss auf den EUR. Die konservative Oppositionspartei Englands hatte bei der EU-Wahl im Europaparlament gut abgeschnitten. Auch aus dem Immobiliensektor Großbritanniens wurden viel versprechende Berichte veröffentlicht. Die Europawahl wurde jedoch zu einem Desaster für die regierende Labour-Partei des politisch schwer angeschlagenen Premierministers Gordon Brown.
Die EUR/GBP-Rate rutschte um 85 Punkte ab, um bei 0,8660 zu schließen. Diese Entwicklung ließ sich eindeutig auf die positive Marktstimmung in Deutschland zurückführen. Zu Handelsschuss am Montag gab das Währungspaar EUR/USD um fast 100 Punkte nach und notierte bei 1,3886. EUR/JPY notierte mit 120 Punkten weniger als zuvor bei 136,51, was einen Trendumschwung für das Paar bedeutete.
Heute ergeben sich weitere Faktoren, die Einfluss auf den EUR-Handel nehmen werden. Interessant wird die Reaktion in der Eurozone auf die Aussagen des Internationalen Währungsfonds IWF sein, nach denen "eine resolute und koordinierte Säuberung des Bankensystems" nötig sei, um das Vertrauen in das Finanzsystem in der 16-Nationen-Region wiederherzustellen. Zum zweiten, ist die für 12:00 Uhr angesetzte Veröffentlichung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur Produktion im produzierenden Gewerbe des Monats April (saisonbereinigt) von größter Bedeutung. Des Weiteren soll US-Finanzminister Timothy Geithner um 16:30 Uhr eine Rede halten.
JPY - Yen weitet Kursgewinne gegenüber US-Dollar aus
Der Yen konnte seine Kursgewinne gegenüber dem Dollar gestern ausweiten, nachdem die Ergebnisse zur Geldmenge M2 sowie die Indikatoren des Economy Watchers Sentiment dem JPY gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Stärke verliehen. Das Währungspaar USD/JPY gab um 20 Punkte nach und schloss bei 98,27. EUR/JPY rutschte um dramatische 120 Punkte auf 136,51 ab und gegenüber dem GBP verlor der JPY wiederum über 50 Punkte, um hier bei 157,44 zu notieren.
Heute werden sich die Devisenmärkte im Vorfeld zur für 16:30 Uhr angesetzten Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner voraussichtlich äußerst volatil zeigen. Darüber hinaus steht der Yen heute Nacht unter dem Einfluss der Ergebnisse zur Kernrate der Maschinenbestellungen um 00:50 Uhr. Forex-Anleger sollten ihre JPY-Positionen jetzt eröffnen und sich auf hohe Kursschwankungen einstellen.
Rohöl - Ölpreise steigen um 1% aufgrund Krugman Erklärung
Gestern kletterten die Ölpreise um 1% bzw. 56 US-Cents in die Höhe und schlossen bei $68,46. Dieser Kursanstieg ergab sich, nachdem sich der amerikanische Ökonomieprofessor Paul Krugman zur Ölpreislage äußerte. Krugman zufolge könnte die US-Rezession im weiteren Jahresverlauf ein Ende finden. Dies signalisierte den Marktteilnehmern einen erhöhten Energiebedarf. Krugman glaubt, dass die Preise nur dann wieder sinken können, wenn weniger Öl verbrauch würde.
Im weiteren Handelsverlauf könnten die Ölpreise die $70-Marke pro Barrel noch erreichen, sollten die zu veröffentlichen Konjunkturdaten aus den verschiedenen Industrienationen heute positiv ausfallen. Anleger richten ihr Augenmerk vorzugsweise auf die für 16:30 Uhr angesetzte Rede von US-Finanzminister Timothy Geithner. Jegliche Aussagen weiterer Führungskräfte aus den USA und Europa werden die heutige Marktvolatilität bestimmen.
Technische News
EUR/USD
Allem Anschein nach ist der Abwärtstrend dieses Paares mittlerweile beendet. Der aktuelle Preis liegt hier bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Darüber hinaus bewegt sich EUR/USD fast an der unteren Grenze des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart. Eine zinsbullische Preiskorrektur steht voraussichtlich bevor. Sollte dies der Fall sein, könnte es sich heute als richtig erweisen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Nach dem jüngsten Abwärtstrend hat sich dieses Paar mittlerweile um die 1,6070-Marke konsolidiert. Dennoch deutet das zinsbullische Momentum des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart auf eine Wiederaufnahme einer allgemein zinsbullischen Bewegung hin. Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht ebenfalls, dass diese zinsbullische Entwicklung unmittelbar bevorsteht. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Der heftige Abwärtstrend, der in den letzten Tagen zu beobachten war, scheint weiteres Potential in sich zu tragen. Der RSI der Tages-Chart hat die 50-Marke überwunden, was bedeuten könnte, dass USD/JPY weiter abrutschen wird. Auch die rückläufige Bewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Der nächste Richtpreis könnte bei 97,75 liegen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass dieses Paar in den letzten Tagen Kursschwankungen unterlag. Dennoch verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart, dass eine abwärtsgerichtete Preiskorrektur bevorstehen könnte. Hier ist es möglicherweise von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Aufwärtstrend, der in dieser Woche wieder aufgenommen wurde, scheint in vollem Umfang fortzuschreiten. Alle Oszillatoren weisen aktuell auf ein Anhalten des zinsbullischen Momentums hin. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, einem äußerst viel versprechenden Trend beizutreten.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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