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Wednesday, 30 Mar 2011
USD verzeichnet heftige Volatilität; Yen bricht ein
Zu Beginn des gestrigen europäischen Handels war der Dollar rückläufig, doch sorgten die Äußerungen James Bullards, dem Präsidenten der Zentralbank von St. Louis, für eine Umkehr dieses Trends. Jedoch büßte der Dollar bis zum Handelsschluss die meisten seiner Kursgewinne für den Tag wieder ein. Der Yen wurde allenthalben verkauft, und es sieht so aus, als würde sich dieser Trend fortsetzen. Heute Nachmittag sollten Händler die für 12:15 MGZ vorgesehene Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) beachten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4304 | 1.6197 | 84.03 | 0.9357 | 1.0445 | 0.8890 |
| 1.4202 | 1.6097 | 83.09 | 0.9273 | 1.0353 | 0.8853 | |
| 1.4155 | 1.6051 | 82.78 | 0.9238 | 1.0319 | 0.8833 | |
| Support | 1.4053 | 1.5950 | 81.84 | 0.9154 | 1.0228 | 0.8795 |
| 1.3999 | 1.5895 | 81.22 | 0.9104 | 1.0170 | 0.8778 | |
| 1.3897 | 1.5795 | 80.28 | 0.9020 | 1.0078 | 0.8740 |
Wirtschafts News
USD - Bullard eröffnet eine Debatte über das 2. Programm zu Lockerung der Geldmarktpolitik
Zu Beginn des gestrigen Tages war der Dollar rückläufig im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen und wurde wieder einmal für Carry Trades eingesetzt. Die Dollar-Verkäufe endeten jedoch, als James Bullard, der Präsident der Zentralbank von St. Louis, sich dahingehend äußerte, dass die US Notenbank sich überlegen solle ihr $ 600 Mrd. Programm zur Lockerung der Geldmarktpolitik herunterzuschrauben. Diese Bemerkung trieb den Dollarkurs wieder in die Höhe. Obwohl Bullard kein stimmberechtigtes Mitglied des Offenmarktausschusses der US Notenbank ist, können seine Äußerungen doch die Tür zu einer weiterführenden Debatte in den Medien aufstoßen, was wiederum die Volatilität des Dollar verstärken dürfte.
Zum Börsenschluss handelte die EUR/USD-Paarung nahe dem Eröffnungskurs für den Tag von 1,4090. Das britische Pfund Sterling schloss ebenfalls unverändert bei 1,5994. Der kanadische Dollar verhielt sich während des Börsengangs ansteigend, schloss jedoch bei seinem Tages-Tief von 0,9735. Zum Yen und zum Schweizer Franken zeigte sich der Dollar erheblich gestärkt. Die USD/CHF-Paarung stieg an und schloss knapp unter 0,9233, den höchsten Wert seit Mitte März.
Heute Nachmittag sollten Händler die für 12:15 MGZ vorgesehene Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) beachten. Erwartungen gehen von einer Zunahme um 205.000 neue Arbeitsplätze aus. Im vergangenen Monat verzeichnete die US Wirtschaft einen Zuwachs von 217.000 neuen Arbeitsplätzen auf dem Privatsektor. Eine Wechselbeziehung zwischen dem ADP-Bericht und dem Arbeitsmarktbericht am Freitag ist nicht erwiesen, doch nutzen einige Experten gerne den heutigen Bericht für ihre Analysen. Obwohl sich die US Arbeitsmarktlage offensichtlich verbessert, bedarf es doch des Arbeitsmarktberichts am Freitag um die US Notenbank dazu zu bewegen, von seiner Lockerung der Geldmarktpolitik früher als erwartet Abstand zu nehmen.
Unterstützung für die EUR/USD-Paarung findet sich bei 1,4050, 1,4020 und bei 1,3860. Widerstand findet sich bei 1.4150, 1.4220, and 1.4250.
EUR - Eurokurs steigt zum Yen und zum Schweizer Franken
Erwartungen auf eine Leitzinsanhebung in der Eurozone ließen den Eurokurs zum Yen und zum Schweizer Franken ansteigen. Gestern zeigte sich die 17-Nationen-Währung zu den anderen Haupt-Währungen von seiner starken Seite, mit Ausnahme vom US Dollar. Die EUR/USD-Paarung handelte zwar mit heftiger Volatilität, doch schloss sie den Handel nahe dem Eröffnungskurs für den Tag.
Händler haben ihre Bedenken hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise erst einmal auf Eis gelegt und fokussieren sich hauptsächlich auf die Ertragsunterschiede zwischen Europa und den anderen entwickelten Wirtschaften. Gestern setzte S&P das Kredit-Rating für Griechenland herab, was die ohnehin schon unter dem Rettungsschirm befindliche Nation noch weiter in Schwierigkeiten bringt. S&P bemerkte jedoch, dass die letztwöchige Einigung über einen europäischen Stabilisierungsmechanismus die Wahrscheinlichkeit über eine Umstrukturierung der griechischen Schulden erhöht.
Als die Nachricht bekannt wurde bewegte sich der Euro kaum, und kurze Zeit später stieg der Kurs an. Die Tatsache, dass die Währung nicht auf negative Nachrichten reagiert, zeigt Händlern, dass sich die wesentlichen Grundlagen geändert haben. Die Erwartungen für eine Leitzinsanhebung seitens der EZB am 7. April sind erheblich angestiegen. Folglich investieren Händler zunehmend in den Euro.
Gestern verzeichnete der Euro erhebliche technische Kursgewinne zum Schweizer Franken und zum Yen. Zum Schweizer Franken stieg die EUR/CHF-Paarung und schloss bei 1,3011. Der Schlusskurs liegt über der abwärts weisenden Trendlinie von den Oktober- und Februar-Hochs. Derzeitige Signale weisen darauf hin, dass die Paarung noch weiter ansteigen und der nächste Widerstandswert für die Paarung beim März-Hoch von 1,3040 liegen könnte, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3075. Eine Bewegung über diesen Wert könnte sich am Februar-Hoch von 1,3200 versuchen.
JPY - Yen verzeichnet kräftige Rückgänge
Der Yen setzte seinen Abschwung zu den anderen Haupt-Währungen fort und verzeichnete besonders heftige Kursrückgänge zum Euro, US Dollar und zum Schweizer Franken. Den Handel mit dem Yen beeinflusst auch die ungeklärte Lage im japanischen Kernkraftwerk, das bei dem Erdbeben beschädigt wurde.
Die USD/JPY-Paarung verzeichnete nach den positiven Äußerungen Bullards, dem Präsidenten der Zentralbank von St. Louis, einen Aufschwung, der sich auch beim heute beim morgendlichen Handel fortsetzte. Die Paarung schloss den gestrigen Handel bei 83,00 und bewegte sich über seinen 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Der nächste Widerstandswert findet sich beim März-Hoch von 83,30, einem Wert der mit der Trendlinie von dem September-Hoch von 2010 und dem Februar-Hoch übereinstimmt. Ein Durchbruch dieses Werts könnte als nächstes den Wert von 84,00 zum Ziel haben.
Die EUR/JPY-Paarung bewegte sich sogar noch heftiger und stieg beim morgendlichen Handel bis auf 117,00. Grundlegende und technische Daten weisen darauf hin, dass die Paarung noch weiter ansteigen könnte. Eine Leitzinsanhebung in der Eurozone und eine Fortsetzung der lockeren Geldmarktpolitik in Japan sollten diese Paarung eigentlich noch weiter stützen. Auf den Charts steht der Paarung das Nichtvorhandensein einer Widerstandsbarriere im Weg. Erster Widerstand findet sich beim März-Tief von 2010 mit 119,60. Unterstützung findet sich beim Hoch von Anfang März mit 116,00.
Rohöl - - Die Unruhen im Mittleren Osten sorgen weiterhin für erhöhtes Risiko
Trotz der anhaltenden Unruhen in Nordafrika und dem Mittleren Osten ging der Rohölpreis gestern auf $ 105,50 pro Barrel zurück.
Die Unruhen in Bahrain, dem Jemen und in Syrien haben die Befürchtungen hinsichtlich Unterbrechungen der Öllieferungen ansteigen lassen. Diese Länder fördern zwar kein Öl, sie sind jedoch wichtige Transportverbindungen. Außerdem liegt der Jemen an einer strategischen Schifffahrtsroute, auf der täglich rund 4 Mio. Barrel Rohöl befördert werden.
Gefährdung der Nachschubwege belebt die Märkte, während die Unsicherheit hinsichtlich der Nachfrage dazu beiträgt die hohen Preise zu senken. Die nukleare Krise im Erdbebengeschüttelten Japan, die Schuldenkrise in Europa und das nachlassende Verbrauchervertrauen in den USA lassen Investoren nicht gerade optimistisch auf die Aussichten für Öllieferungen blicken.
Heute sollten Händler neben den Entwicklungen im Mittleren Osten auch die Bekanntgabe der US Rohöllagebestände beachten, da diese in jüngster Zeit, besonders kurzzeitig, großen Einfluss auf die Rohölpreisgestaltung zu haben scheinen.
Technische News
EUR/USD
Praktisch alle technischen Indikatoren auf dem 8-Stunden- und dem Tages-Chart zeigen diese Paarung im neutralen Bereich. Händlern wird empfohlen abzuwarten, da sich im Laufe des Tages wahrscheinlich ein deutlicheres Bild abzeichnen dürfte.
GBP/USD
Sowohl der Relative Strength Index als auch der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart weisen darauf hin, dass sich die Paarung im überkauften Bereich bewegt. Händler können das als Anzeichen dafür deuten, dass die Paarung heute eine Aufwärtskorrektur erfahren dürfte.
USD/JPY
Diese Paarung verzeichnete in den vergangenen Tagen ein kräftiges zinsbullisches Verhalten. Die technischen Daten deuten jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend schon sehr bald umkehren dürfte. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart, dass eine rückläufige Umkehr bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute als kluge Wahl erweisen.
USD/CHF
Ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart zeigt, dass die Paarung sich im überkauften Bereich bewegt und dass heute eine Abwärtskorrektur zu erwarten ist. Zudem bewegt sich auch der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart im überkauften Bereich. Zu verkaufen dürfte heute die bevorzugte Vorgehensweise sein.
Die Wild-Card
EUR/JPY
Der Relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart ist soeben in den überkauften Bereich eingetreten, was darauf hindeutet, dass heute eine Abwärtsbewegung erfolgen könnte. Zudem hat sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart gerade ein rückläufiger Cross gebildet. Forex Händlern bietet sich die Gelegenheit Kaufpositionen zu beziehen und sich dem Trend von Beginn an anzuschließen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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