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Tuesday, 4 May 2010

USD vor Ausgabe von US-Hausverkäufen aus Bestand

Der Index der US-Hausverkäufe aus Bestand, den die National Association of Realtors (NAR) heute um 16:00 Uhr ausgibt, ist die wichtigste Veröffentlichung, die den USD-Trend am Handelstag bestimmen wird. Weitere wichtige Konjunkturdaten, die den Devisenhandel, insbesondere für USD, EUR und GBP vorantreiben könnten sind: Deutscher Einzelhandelsumsatz (März) um 8:00 Uhr sowie Großbritanniens Einkaufsmanagerindex, verarbeitendes Gewerbe (April) um 10:30 Uhr. Anlegern könnten sich im Anschluss an diese entscheidenden Indizes gute Handelsgelegenheiten bieten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdowndowndown
Wochentendenzdowndownupupdowndown
Resistance1.32881.534095.671.09210.93210.8735
1.32651.532195.451.09040.93020.8713
1.32371.529395.181.08750.92740.8685
Support1.31801.523194.571.08120.92120.8621
1.31521.520294.251.07810.91810.8592
1.31341.518494.041.07640.91620.8573

Wirtschafts News

USD - Dollar stärker aufgrund US-Daten aus dem Sektor verarbeitendes Gewerbe

Der USD wertete am Montag gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Dem Kursanstieg vorausgegangen war die Veröffentlichung des ISM-Indexes, der ein starkes Wachstum im verarbeitenden US-Gewerbe im Monat April verdeutlichte. Darüber hinaus lasteten erneut Zweifel am Vermögen der Griechen, ihre angekündigten Sparanstrengungen tatsächlich einzuhalten, auf der Anlegerstimmung im Euroraum. Zu Handelsende gestern schloss der USD zum EUR fester und drückte das oft gehandelte Cross bis auf 1,3190. Auch zum JPY ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier notierte der USD mit 94,60.
Anleger verweisen auf den gestern veröffentlichten Index des Institut Supply Management (ISM) als Haupttriebfeder für den Kursanstieg des Dollar. Demnach ist der ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe im April auf auf 60,4 Punkte geklettert und markiert somit den höchsten Stand seit 2004. Die fortschreitende Konjunkturerholung im Lande reflektiert darüber hinaus das Ergebnis zu den Ausgaben der privaten Haushalte. Die US-Verbraucher gewinnen ihr Vertrauen in die US-Wirtschaft und ihr Erholungspotenzial wieder. Laut US-Handelsministerium sind die Ausgaben im März auf eine annualisierte Rate von 3,6% gestiegen und verzeichnen den höchsten Anstieg in drei Jahren.
Die Industrie in den USA profitiert von der fortschreitenden globalen Konjunkturerholung sowie einem gesteigerten Bedarf im Innland, der zum Teil die Folge der staatlichen Finanzspritzen ist. Im Ergebnis erhöht sich die Attraktivität der Safe-Haven-Währung erneut.
Der Index der US-Hausverkäufe aus Bestand, den die National Association of Realtors (NAR) heute um 16:00 Uhr ausgibt, ist die wichtigste Veröffentlichung, die den USD-Trend am Handelstag bestimmen wird. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diesen Indikator richten. Sollte das Ergebnis die Erwartungen der Experten übertreffen, könnte der USD kurzfristig zusätzlich aufwerten. Darüber hinaus wird um 16:00 Uhr eine Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner erwartet. Anleger gehen von einer hohen Dollar-Volatilität im Anschluss an diese Rede aus.

EUR - EUR fällt abermalig aufgrund Griechenland-Zweifel

Der EUR wertete gestern erneut gegen den US-Dollar ab. Anleger zeigten sich am Montag verunsichert und zweifelten an der Sicherstellung eines stabilen Euro. Die Kredithilfe in Höhe von 110 Mrd. Euro fordert von den Griechen strengste Sparmaßnahmen, die eine große politischen Herausforderung für den krisengeplagten EU-Staat darstellen. Auf der anderen Seite des Erdballs tritt die chinesische Zentralbank aus Befürchtung um ein zu starkes Wirtschaftswachstum auf die konjunkturelle Bremse. Im Handelsverlauf rutschte die europäische Einheitswährung um insgesamt 1% gegen den USD auf 1,3190 ab.
Das griechische Rettungspaket, das größte, das jemals für einen EU-Staat zusammengestellt wurde, hatte mit seiner Konkretisierung am Sonntag zunächst für Erleichterung an den Märkten gesorgt. Dennoch benötigen die Regierungen in den meisten Euro-Ländern die Zustimmung der Parlamente, um die Athen-Hilfe gewähren zu können. Bei einer Sondersitzung am Wochenende in Brüssel hatten sich die Finanzminister der Eurozone auf ein milliardenschweres Hilfspaket für die Griechen mit einem Volumen von 110 Mrd. Euro für die nächsten drei Jahre geeinigt. Investoren zeigten sich im weiteren Handelsverlauf wenig ermutigt.
Seit der Eskalation der griechischen Finanzkrise im vergangenen November wertete die europäische Einheitswährung um über 12% ab. Die Marktteilnehmer befürchten nach wie vor, dass finanzschwache Euro-Länder wie Portugal und Spanien den EUR weiterhin unter Verkaufsdruck bringen und seine Stabilität nachhaltig gefährden.

JPY - Yen verliert wieder gegen Hauptwährungen

Der japanische Yen scheint seine bärische Position gegenüber den Hauptwährungen erneut einzunehmen. Bis Handelsschluss gestern verlor Japans Währung auf breiter Front an Boden. Dabei rutschte der JPY zum GBP bis auf die Marke von 144,30 und zum EUR sogar bis auf 124,95 ab. Die Währung des Inselstaats scheint besonders in den letzten Börsengängen verstärkt Einbußen hinnehmen zu müssen.

Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Börsen in Tokio aufgrund des Feiertags „Tag des Grüns“ am heutigen Dienstag geschlossen bleiben und einen Teil zum jüngsten Abwärtstrend beitragen. Der momentan eher dünn gehandelte JPY bleibt voraussichtlich bis zur Wiedereröffnung der Märkte am Mittwoch geschwächt. Weitere Nachrichten aus Asien dokumentieren augenblicklich einen beträchtlichen Kursanstieg der beiden südpazifischen Währungen (Australischer sowie Neuseeland-Dollar) gegen die Hauptwährungen. Anleger sollten die Aufwärtstendenzen der Pazifikwährungen gut im Auge behalten und Positionen entsprechend eröffnen.

Rohöl - Rohöl wieder über $86 pro Barrel

Der Ölpreis kletterte am gestrigen Montag auf ein neues Rekordhoch der letzten drei Wochen. Auftrieb brachte der deutlich gestiegene ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe, der im April den höchsten Stand seit 2004 markierte. Die positiven Konjunkturdaten aus den USA bewirken einen Kursanstieg für Öl und die Erwartungen für eine höhere Nachfrage unter den Marktteilnehmern steigen kontinuierlich. Um 4 US-Cent legte Rohöl gestern auf $86,12 pro Barrel zu. Allein in der vergangenen Woche stieg der Preis um insgesamt 3%. Somit ist Rohöl um über 72% teuer als vor einem Jahr.
Seit Ausbruch der globalen Finanzkrise gaben Händler die Hoffnung auf einen steigenden Ölbedarf, sobald die Rezession ihren Tiefstand erreicht, nicht auf und trieben so die Preise weiter an. Das Hauptaugenmerk vieler Investoren richtet sich verstärkt auf die Aktienmärkte. Voraussichtlich werden sich die Aufwärtstendenzen für Rohöl bis zum Wochenende fortsetzen, die damit weitere Anzeichen dafür geben, dass sich die führenden Industrienationen auf Erholungskurs befinden.

Technische News

EUR/USD

Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt dieses Währungspaar in neutralen Bereichen an. Mit dramatischen Kursbewegungen in naher Zukunft ist bei EUR/USD daher nicht zu rechnen. Dennoch sollten Händler bei diesem volatilen Währungspaar achtsam bleiben. Eine abwartende Haltung einzunehmen, könnte heute die richtige Strategie sein.

GBP/USD

Der Relative Strength Index (RSI) auf der 4-Stunden-Chart gibt GBP/USD aktuell im „überverkauften“ Bereich aus. In der Regel ist dies ein Anzeichen dafür, dass eine Kurskorrektur nach oben folgt. Viele technische Indikatoren lassen erkennen, das sich das Währungspaar in neutralen Bereichen bewegt. Händler sollten bei GBP/USD heute bevorzugt bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse setzen.

USD/JPY

Der Relative Strength Index (RSI) der 8-Stunden-Chart hat in den „überverkauften“ Bereich gedreht. Hier könnte sich noch heute eine Kurskorrektur nach unten vollziehen. Die Bollinger Bands der 8-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Verkaufen könnte heute eine gute Wahl für USD/JPY-Händler sein.

USD/CHF

Aufgrund der verhältnismäßig geringen Volatilität am Markt lässt ein Großteil der technischen Indikatoren keine eindeutige Ausrichtung für USD/CHF erkennen. Händler sollten USD/CHF jedoch nicht aus den Augen verlieren. Sprunghafte Preisbewegungen sind unter diesen Umständen nicht unwahrscheinlich. Auch hier könnte es die richtige Entscheidung sein, weitere Entwicklungen zunächst abzuwarten.

Die Wild-Card

SPI 200 (ASX)

Das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic unter die untere Unterstützung deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsbewegung im weiteren Tagesverlauf. Auch hier bestätigen die Bollinger Bands der Stunden-Chart den vorgenannten Trend. Mit einem Preis auf, bzw. unter dem unteren Unterstützungsniveau sind zinsbullische Tendenzen in naher Zukunft sehr wahrscheinlich. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte für Forex -Anleger von Vorteil sein.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:13 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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