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Thursday, 7 Oct 2010

USD wird weiterhin verkauft

Am gestrigen Mittwoch wurde der US-Dollar weiter belastet, während sich gewinnträchtige Währungen äußerst leistungsstark zeigten. Auf Tagessicht stieg der Euro erneut und hohe Aufschläge an der Wall Street sorgten für eine freundliche Eröffnung des europäischen Börsenhandels, nachdem der Dow Jones am Vorabend in New York mit einem Plus von fast 200 Punkten geschlossen hatte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndowndownupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.40001.596083.650.97000.99100.8850
1.39801.594083.450.96800.98900.8830
1.39501.591083.150.96500.98600.8800
Support1.38901.585082.550.95900.98000.8740
1.38601.582082.250.95600.97700.8710
1.38401.580082.050.95400.97500.8790

Wirtschafts News

USD - Dollar noch immer am kämpfen

Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA belasteten den US-Dollar am Mittwoch auf Neue. Nach Angaben des privaten Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) erfolgte in der US-Privatwirtschaft im September ein Stellenabbau von 39.000 Stellen. Der überraschende Beschäftigungsrückgang beunruhigt die Marktteilnehmer im Vorfeld des am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktberichts. Ökonomen hatten mit einem Plus von 23.000 Jobs gerechnet. Während in den USA eine allmähliche Konjunkturerholung zu beobachten ist, bleibt die Lage am US-Arbeitsmarkt weiterhin bedrückend. Offizielle Daten der US-Regierung werden am Freitag ausgegeben. Hier gehen Experten von einer unveränderten Beschäftigungszahl aus.

Trotz leichter Kurskorrekturen begab sich der US-Dollar erneut auf Talfahrt und verzeichnete im Tagesverlauf Verluste gegen den Euro. Das Währungspaar EUR/USD legte auf 1,3920 zu. Der Eröffnungskurs wurde mit 1,3846 ausgegeben. USD/JPY gab von 83,17 auf 83,00 nach. Das Paar AUD/USD wiederum kletterte von 0,9713 auf 0,9765. Der Dow Jones Index stieg um 0,21% auf 10.968. Bereits am Dienstag war der Index für 30 Industriewerte um 1,8% auf 10.945 geklettert.

Im Fokus des heutigen Marktgeschehens stehen das Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) um 13:45 Uhr sowie die sich daran anschließende Pressekonferenz um 14:30 Uhr. Die USA veröffentlichen aktuelle Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche. Nach dem gestrigen ADP-Bericht sehen die Aussichten für den US-Dollar nicht besonders gut aus. Unterstützung und Widerstand für EUR/USD befinden sich bei 1,3800 respektive 1,4020.

EUR - Euro-Rallye hat weiteres Potenzial

Auch am Mittwoch ließ der Euro übrige Währungen weit hinter sich und konnte einige technische Schlüsselmarken überwinden. Im Laufe des Handelstages kletterte EUR/USD bis über die Marke von 1,3890, dem 61,8% Fibonacci Retracement Level vom Dezember 2009-Hoch. Der gegenwärtige EUR-Aufwärtstrend wurde auch gestern erneut entfacht. Seit Tagen verläuft der Handel für EUR/USD nach dem Strickmuster, Rücksetzer mit nachfolgendem Anstieg, ab. Nach den heftigen Kursverlusten in den Sommermonaten, gilt der Euro mittlerweile wieder als großer Gewinner am Markt.

Die Nachricht über die Herabstufung der Bonitätsnote für Irland von "AA-" auf "A+" durch die Ratingagentur Fitch, hatte wenig Wirkung auf die europäische Gemeinschaftswährung. Die Ratingagentur stufte das Kreditrating des hoch verschuldeten Euro-Staates mit negativem Ausblick herunter. Der Schritt wurde unter anderem mit der unsicheren Lage im irischen Bankensektor sowie der schwachen Wirtschaftsentwicklung in Irland begründet.

Auf der Eurozonen-Agenda heute: 13:00 Uhr, Bank of England (BoE), Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats zur Bank Rate sowie 13:45 Uhr, Europäische Zentralbank (EZB), Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz. Experten erwarten, dass beide Notenbanken ihren Leitzins unverändert belassen werden. Auch bei den Anleihekäufen der BoE rechnen Analysten mit unveränderten 200 Mrd. GBP. Das Währungspaar GBP/USD setzt seinen Aufwärtstrend mittlerweile fort. Der nächste Widerstand befindet sich bei 1,5920, mit einem möglichen Kursziel beim August-Hoch um 1,6000.

JPY - Australischer Dollar auf dem Weg zur Parität

Der Australische Dollar setzte seine deutlichen Kursgewinne am gestrigen Mittwoch fort. Einige Experten erwarten beim Aussi noch vor dem Jahresende eine Parität zum US-Dollar. In den frühen Handelsstunden heute Morgen meldete Australien positive Zahlen vom Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote im September lag bei 5,1%, während 49,500 neue Stellen geschaffen wurden.

Zum 7. Mal in Folge spiegeln die Arbeitsmarktdaten eine robuste Entwicklung der Wirtschaft in Australien wider. Dabei gehen nahezu 20% der Gesamtexporte Australiens nach China.

Am Dienstag hatte die australische Zentralbank Reserve Bank of Australia (RBA) ihren Leitzins überraschend unverändert bei 4,50% belassen. Analysten hatten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwartet. Der geldpolitische Rat der RBA begründete den Entscheid zum Cash-Rate-Zielsatz mit einer erwarteten Abschwächung der Weltwirtschaft.

Das Augenmerk vieler Marktteilnehmer konzentriert sich derzeit auf die Leitzinsunterschiede am Markt. Während der Leitzins in den USA derzeit beim Rekordtief von 0,50% liegt, suchen Händler nach neuen Anhaltspunkten, die möglicherweise Hinweise auf die nächsten Schritte der US-Notenbank Federal Reserve hinsichtlich ihrer US-Geldpolitik geben.

Händler sollten 1,0000 bei AUD/USD als nächstes Kursziel nicht aus den Augen verlieren.

Rohöl - Ölpreise weiter im Plus

Die Ölpreise kletterten am gestrigen Mittwoch in Richtung neues 5-Monatshoch. Zuvor meldete die US-Energiebehörde (EIA/DOE), dass sich die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche deutlich um 3,1 Mio. Barrel erhöht haben. Gleichzeitig reduzierten sich die Benzinbestände überraschend kräftig um 2,7 Mio. Barrel. Des Weiteren verwiesen die Marktteilnehmer wieder einmal auf die jüngste Schwäche des US-Dollar als Beweggrund für die anhaltende Rallye bei Rohöl.

Am Donnerstagmorgen setzten sich die Kursgewinne vom Vortag fort. Ein Fass WTI-Öl zur Auslieferung im November kostete in Asien $83,62 und damit $0,39 mehr als am Mittwoch. Ein Fass Nordsee-Brent stieg um $0,38 auf $85,44. Nach dem gestrigen ADP-Bericht, der den US-Dollar belastete, steigt die Spannung vor den am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung. Bereits am Mittwoch reagierte der USD mit erneuten Kursabschlägen. Da Dollar und Ölpreise eng miteinander verzahnt sind, wirkt sich eine Dollar-Abwertung in der Regel direkt auf den Ölhandel aus. Händler könnten $87 als nächstes Kursziel ins Auge fassen.

Technische News

EUR/USD

Im Laufe des gestrigen Handelstages kletterte EUR/USD bis über die Marke von 1,3890, dem 61,8% Fibonacci Retracement Level vom Dezember 2009-Hoch. Händler könnten die Widerstände bei 1,4025 und 1,4025 sowie das 2010-Hoch um 1,4578 als nächste Kursziele definieren.

GBP/USD

Die gestrige Abwertung bei GBP/USD bietet möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, Long zu gehen. Das Währungspaar notierte jüngst oberhalb der Marke von 1,5870, dem 61,8% Fibonacci Retracement Level vom November-Hoch in 2009. Anschließend konsolidierte sich GBP/USD jedoch wieder unterhalb dieses Niveaus. Händler könnten ein erneutes Brechen der Marke abwarten und das nächste Kursziel beim August-Hoch um 1,6000 festlegen.

USD/JPY

Der gestrige Handelstag lieferte bärische Signale für USD/JPY. Auf der Tages-Chart war gestern eine „Shaved Top“ Candlestick-Anordnung zu erkennen. Dies signalisiert vorherrschenden Verkaufsdruck, was wiederum bedeutet, dass der Abwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Händler könnten das nächste Kursziel beim Allzeit-Tief um 79,70 festlegen.

USD/CHF

Für USD/CHF wird ein trendstarkes Handelsumfeld deutlich. Die Hauptlinien des Moving Average befinden sich in idealer Anordnung. Hier ist ein Abwärtstrend zu beobachten, die 200-Tage-Linie des Simple-Moving-Average befindet sich oberhalb der 100-, 50-, 20- und 10-Tage-Linien. Darüber hinaus schwankt der ADX um 57. Ein ADX über 25 bestätigt ein starkes Handelsumfeld. Händler könnten bei diesem Währungspaar entsprechend auf fallende Kurse setzen.

Die Wild-Card

Rohöl

Die jüngst heftige Aufwertung könnte ein Breakout hervorrufen und die Preise über den aktuell starken Widerstand hieven. Der Widerstand befindet sich derzeit zwischen dem 76,4% Fibonacci Level um 82,40 und dem August-Hoch bei $83. Sollte Rohöl an diesem Widerstand nicht scheitern und oberhalb notieren, könnten CFD -Forex-Händler das nächste Kursziel beim Mai-Hoch nahe der Marke von $87 setzen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:15 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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