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Thursday, 12 Jan 2012

Vor weiteren Anleihen-Auktionen zeigt sich der EUR wieder einmal rückläufig

Vor der für später am heutigen Tag geplanten Bekanntgabe des europäischen Leitzinssatzes zeigt sich der EUR wieder einmal rückläufig, nachdem Äußerungen einer führenden Kreditagentur klarstellten wie verletzlich die Währung eigentlich ist. Aufgrund der vor dem Wochenende anstehenden spanischen und italienischen Anleihen-Auktionen dürften Händler heute mit heftiger Volatilität an den Märkten rechnen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupupupupdown
Wochentendenzdowndowndowndownupup
Resistance1.29771.553477.320.95901.03820.8367
1.29181.549177.160.95151.02630.8333
1.28711.545677.030.94671.01890.8295
Support1.28231.542176.880.93871.01300.8278
1.27641.537876.760.93381.00710.8257
1.26691.530876.590.92590.99970.8223

Wirtschafts News

USD - Rückkehr zu Safe-Häfen verleiht USD Aufwärtstendenz

Der US Dollar konnte gestern viele seiner Kursverluste von Anfang der Woche wieder wettmachen, als Händler sich wieder von riskanteren Anlagewerten zugunsten von Safe-Hafen-Währungen wie dem Dollar abwandten. Die Bewegung führte die EUR/USD-Paarung bis knapp an sein 16-Monate-Tief, während die GBP/USD-Paarung bis auf den Wert von 1,5300 fiel. Die Aufwärtsbewegung des Dollar begann, nachdem Äußerungen einer führenden Kreditagentur hinsichtlich der Schuldenkrise der Eurozone dazu führten, dass Händler sich sichereren Währungen zuwandten. Die Äußerungen belegten, wie zerbrechlich die Situation der der Eurozone eigentlich ist.

Gleichwohl heute der größte Teil des Marktgeschehens von Nachrichten aus der Eurozone bestimmt werden dürfte, sollten Händler ihre Aufmerksamkeit auch auf diverse US Wirtschaftsindikatoren richten, die die Märkte beeinflussen dürften. Sowohl für die Einzelhandelsumsätze als auch deren Kernrate wird vorhergesagt, dass sie über den Zahlen des Vormonats liegen werden. Zudem wird prognostiziert, dass die Zahlen der US Arbeitslosenansprüche fortgesetzte positive Entwicklung auf dem amerikanischen Beschäftigungssektor aufzeigen werden. Sollte das so eintreffen dürften Investoren ihre Mittel vermehrt in Richtung riskantere Anlagewerte verlagern. Falls heute jedoch negative europäische Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht werden, dürfte das wahrscheinlich zu erheblichen Kursverlusten des EUR beim mittäglichen Handel führen.

EUR - Vor der Bekanntgabe des Leitzinssatzes verzeichnet der EUR Rückläufigkeit

Negative Äußerungen einer führenden Kreditagentur sorgten beim gestrigen Handel für Rückläufigkeit beim Euro, nachdem dieser zuvor über mehrere Tage eine Aufwärtsbewegung verzeichnete. Diese Äußerungen dienten als Warnung für Händler, die dachten, dass die Währung ihr Aufwärts-Momentum aufrechterhalten könne. Die EUR/USD-Paarung sank erneut Richtung eines 16-Monate-Tiefs, da Investoren ihre Mittel wieder in Safe-Hafen-Währungen anlegten.

Heute dürfte eine ganze Reihe von europäischen Wirtschaftsnachrichten das Geschehen an den Märkten beeinflussen. Die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank sowie die nachfolgende Pressekonferenz werden voraussichtlich für erhebliche Volatilität an den Märkten sorgen. Zudem dürften die für heute und morgen vorgesehenen europäischen Anleihen-Auktionen aufzeigen, wie schlecht es um die derzeitige Krise der Eurozone tatsächlich gestellt ist.

Händler sollten bedenken, dass der Euro vor dem Wochenende kaum eine ernstzunehmende Erholung erfahren dürfte, falls die Anleihen-Auktionen nicht glatt über die Bühne gehen. Da die Stimmung an den Märkten momentan überwiegend gegen den Euro gerichtet ist, müssten es schon ausnehmend gute Nachrichten sein, um der Währung wieder Aufwärtstendenz zu verleihen.

JPY - Yen fällt auf ein 5-Tages-Tief zum USD

Die USD/JPY-Paarung durchbrach gestern die 77,00 Barriere und erzielte ein 5-Tage-Hoch, bevor sie zum Handelsschluss wieder leicht zurückfiel. Analysten schreiben diesen Anstieg der Rückkehr zu Safe-Hafen-Anlagen zu, nachdem es wieder einen negativen Tag für den Euro gegeben hatte. Der Yen schnitt erheblich besser zu seinen anderen Haupt-Währungsrivalen wie dem Euro und dem britischen Pfund ab, da er in der Lage war aus seiner Reputation als stabile Währung Nutzen zu ziehen.

Heute wird der JPY voraussichtlich weiter Aufwärtstendenz zum EUR und GBP zeigen, da eine ganze Reihe von Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone wahrscheinlich kräftige Kursbewegungen an den Märkten verursachen werden. Ohne die positiven europäischen Daten dürfte der Yen seine Aufwärtstendenz zum Wochenende hin beschließen. Zugleich scheint der USD von dem derzeitigen Anstieg der negativen Daten aus der Eurozone am meisten zu profitieren. Falls der derzeitige Trend anhält, wird die USD/JPY-Paarung wahrscheinlich weiteren Anstieg verzeichnen.

Rohöl - Ängste über die Schuldenlage der Eurozone lassen Rohölpreis sinken

Der Rohölpreis fiel am Mittwoch, da Befürchtungen einer Konjunkturabschwächung in Europa Investoren dazu veranlassten ihre Gelder von Rohstoffen abzuziehen. Bei neuerlich ansteigendem USD-Kurs zeigt sich Rohöl als nicht mehr ganz so attraktives Investment. Ein starker US Dollar macht Rohöl für internationale Käufer teurer und schreckt Investoren ab.

Der Rohölpreis konnte sich allerdings immer noch über dem Wert von $ 100 pro Barrel halten, da fortgesetzte Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen weiterhin Ängste bei Investoren hinsichtlich der Nachschubsicherheit schürten. Da heute voraussichtlich eine ganze Reihe von Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone die Märkte beeinflussen werden können Händler auch für Rohöl einen hektischen Tag erwarten. Ein jeglicher Anstieg des Kurses des US Dollar wird wahrscheinlich den Rohölpreis weiter in Abschwung versetzen.

Technische News

EUR/USD

Der zinsbullische Cross beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart ist ein Anzeichen dafür, dass demnächst eine Aufwärtsbewegung einsetzen dürfte. Diese Annahme wird vom Relative Strength Index auf dem gleichen Chart, der in den überverkauften Bereich eingetreten ist, bestätigt. Händler sollten in Erwägung ziehen heute eine Long-Position einzunehmen.

GBP/USD

Der Williams Percent Range auf dem Wochen-Chart ist tief in den überverkauften Bereich eingetreten, was auf eine bevorstehende Aufwärtsbewegung hindeutet. Zudem bewegt sich der Relative Strength Index nahe dem Wert von 20. Zu kaufen dürfte sich heute als bevorzugte Vorgehensweise herausstellen.

USD/JPY

Die technischen Indikatoren für dieses Währungs-Paar vermitteln immer noch gemischte Signale. Während sich der Relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart im überverkauften Bereich bewegt finden sich die meisten anderen Indikatoren im neutralen Bereich. Eine abwartende Haltung einzunehmen dürfte sich heute als bevorzugte Strategie erweisen.

USD/CHF

Der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart ist über den Wert von -20 geklettert, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine rückläufige Bewegung einsetzen dürfte. Händler sollten in Erwägung ziehen heute eine Short-Position einzunehmen bevor eine Abwärtskorrektur einsetzt.

Die Wild-Card

Platin

Die technischen Indikatoren auf dem 8-Stunden-Chart zeigen, dass sich dieser Rohstoff seit geraumer Zeit im überkauften Bereich bewegt. Beim Slow Stochastic hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, während der Relative Strength Index zeigt, dass eine Abwärtskorrektur einsetzen könnte. Forex-Händler dürften die Gelegenheit ergreifen wollen vor dem rückläufigen Durchbruch eine Short-Position einzunehmen. forex

Aktuelle Zeit: 05/26 00:27 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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