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Friday, 30 Dec 2011

Vorausschau für 2012 - die wichtigsten Themenbereiche werden beleuchtet

Während wir uns dem neuen Jahr mit großen Schritten nähern werden wir uns der wichtigsten Themenbereiche für 2012 annehmen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.34601.616581.501.00651.04500.8510
1.32301.589079.500.97801.03400.8450
1.30501.577078.300.95501.02200.8400
Support1.28701.536077.150.90650.98600.8350
1.26751.527076.500.87600.98000.8280
1.23301.511075.560.85700.96600.8140

Wirtschafts News

USD - Wann wird der Kongress das US Defizit und die Staatsschulden in Angriff nehmen?

Könnte 2012 das Jahr sein in dem der US Kongress sich endlich mit den schwierigen Themen Ausgabenkürzungen und Senkung der Staatsschulden auseinandersetzt? Der Kongress hatte erst jüngst in letzter Minute einer Lohnsteuererleichterung zugestimmt, die von Washington überarbeitet worden war. Sehr wahrscheinlich wird der Kongress Entscheidungen vor sich herschieben, da er sich in einem Wahljahr der großen Themen, wie Sozialleistungen, nur äußerst ungern annimmt. Falls der Trend sich verbessernder US Grundlagendaten fortsetzt, könnte eine Wiederbelebung des US Wirtschaftswachstums dazu beitragen den Druck eines steigenden Haushaltsdefizits zu mindern. Sollte man sich jedoch der Themen nicht annehmen könnte das möglicherweise dazu führen, dass die Renditen für Staatsanleihen erhöht werden, wohingegen die Nachfrage nach dem USD zurückgehen dürfte. Ein weiterer Faktor, der die Nachfrage nach dem USD bei Investoren senken könnte, ist eine weitere Runde geldmarktpolitischer Lockerungen (QE3) seitens der US Notenbank (Fed), sollte das Momentum der US Wirtschaft im 1. Quartal nachlassen.

EUR - Die Schuldenkrise wird weiterhin die Stimmungslage der Investoren bestimmen

Das Marktgeschehen wird sich weiterhin um die Eurozone drehen, wie das bereits in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2011 der Fall war. Eine Lösung der Schuldenkrise scheint weiterhin schwer erreichbar und wird sich noch eine Weile in das neue Jahr hineinziehen. Wir dürfen auch Herabstufungen von Kredit-Ratings für weitere Staaten erwarten, wobei Frankreich der aussichtsreichste Kandidat sein dürfte, da das Land bereits von Rating-Agenturen wegen seiner Schulden verwarnt worden ist. Da die EUR/USD-Paarung das Jahr voraussichtlich auf einem Tief und auch unter dem psychologisch wichtigen Wert von 1,30 beschließen wird, sind die Aussichten für den EUR zunehmend rückläufig. All das trotz der wohlmeinenden Bemühungen der EZB das Finanzsystem mit beispielloser Liquidität zu überschwemmen. Manchmal muss man das Kind auch beim Namen nennen, da die Liquiditätsmaßnahmen der EZB fast einem quantitativen Lockerungsprogramm (QE) gleichkommen. Die vergangenen zwei Jahre zeigten, dass wenn europäische Politiker offenbar nicht in der Lage waren das Vertrauen der investierenden Gemeinde zurückzugewinnen, die EZB in die Bresche springen musste.

Zugleich geben die wirtschaftlichen Grundlagendaten nach, was wahrscheinlich die aggressiven Projektionen für Defizit-Reduzierungen von bereits unter dem Rettungsschirm befindlichen Staaten gefährden wird. Um eine Periode geringeren Wachstums überstehen zu können werden seitens der EZB weitere Lockerungsmaßnahmen benötigt, und seit neuestem gibt es auch EZB Direktoren die weitere geldmarktpolitische Lockerungsmaßnahmen der Zentralbank befürworten. Da dieses immer wahrscheinlicher ist wird sich das negativ auf den EUR auswirken.

Es wird dann an den stärkeren Staaten liegen, ob oder nicht der EUR gerettet werden kann. Gleichwohl wir der Meinung sind, dass Deutschland und Frankreich tief in ihre Taschen greifen werden, um zu verhindern, dass das große europäische Experiment scheitert, werden die stärkeren Staaten zulassen, dass die Krise sich noch weiter fortsetzt, um so den schwächeren Staaten weitere Zugeständnisse abzuringen.

JPY - Japanische Staatsfinanzen werden nicht beachtet

Die japanischen Staatsfinanzen verschlechtern sich, und laut IWF belaufen sich die Staatsschulden nun auf 220% des Bruttoinlandsprodukts. Bislang hat die japanische Regierung wenig unternommen, um die Schuldenlast zu mildern. Eine Maßnahme, die von Ministerpräsident Noda favorisiert wird, ist eine Anhebung der Umsatzsteuer in zwei Schritten bis 2015. Das steht im Gegensatz zur Meinung seiner eigenen regierenden DPJ Partei. Da laut einer Asahi Zeitungsumfrage der Beliebtheitsgrad von Noda auf 31% abgesunken ist, dürfte sich die die Drehtür zum Büro des Ministerpräsidenten weiter drehen und eine Haushaltsreform weiter in Frage stellen.

Das Unvermögen die öffentlichen Finanzen Japans zu reformieren hat die Aufmerksamkeit der Rating-Agenturen erregt, insbesondere von S&P, die sagen die japanische Finanzlage würde sich von Tag zu Tag verschlechtern. Die anhaltende Anhäufung von Schulden ist auch insofern besorgniserregend als die Zinszahlungen weiter ansteigen, was eine Schuldenkrise in der drittgrößten Weltwirtschaft ankurbeln könnte, sollten die Renditen auf japanische Staatsanleihen anfangen zu steigen.

Davon abgesehen ist angesichts der derzeitigen Investment-Stimmungslage, bei der Investoren nach potentiellem Safe-Hafen suchen, der JPY nach wie vor Favorit an den Märkten. Da der CHF im Grunde genommen, aufgrund des Mindestkurses für die EUR/CHF-Paarung, von der Liste der Safe-Hafen-Währungen gestrichen werden kann bleiben nur noch EUR, USD und GBP. Es wird erwartet, dass die Zentralbanken der beiden letztgenannten sich für zusätzliche quantitative Lockerungen stark machen, wobei Spekulationen, dass die erste der beiden das bald umsetzen wird sich tagtäglich verhärten. Folglich könnte dem JPY noch weit ins 1. Quartal hinein zusätzliche Stärke zuteil werden.

Rohöl - Das geopolitische Umfeld hält den Rohölpreis hoch

Was für ein Jahr der geopolitischen Instabilität. Wer hätte die Zahl der politischen und sozialen Revolutionen, die sich im Mittleren Osten und in Afrika ausgebreitet haben, vorhersagen können? Beweist das etwa, dass die Bush Doktrin, beim Versuch demokratische Regierungsformen im Herzen der arabischen Welt zu etablieren maßgeblichen Einfluss hatte?

Trotz aller Volatilität wird der Rohölpreis zum Jahresende nur $ 10 höher liegen als zum Jahresschluss 2010, was auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: den zunehmenden US/iranischen Spannungen und den verbesserten US Wirtschaftsdaten. Das jüngste Geplänkel zwischen iranischen Führern und der 5. US Flotte über die iranische Drohung die Strasse von Hormuz zu sperren ist eine bemerkenswerte Eskalation in der Beziehung zwischen den beiden Staaten. Da das US Energieministerium die Strasse von Hormuz als „den bedeutsamsten Öl-Engpass der Welt“ betrachtet, dürften die zunehmenden Spannungen von Investoren noch gar nicht richt eingepreist sein. Außerdem ist der Trend besserer US Wirtschaftsdaten nicht unbemerkt geblieben. Sollte sich das positive Momentum der US Wirtschaft sich nach 2012 übertragen, dürfte der Rohölpreis das Potential haben weiter anzusteigen, ohne sich dabei erheblich auf die wirtschaftliche Erholung auszuwirken.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt sich recht aufschlussreich. Nachdem die Unterstützungslinie der Januar- und Oktober-Tiefs durchbrochen wurde stieg die Paarung wieder auf diesen Wert an und wandelte sich in den Widerstandswert von 1,3200, was bei zuvor durchbrochenen Trendlinien öfter vorkommt. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich, wobei auf dem Monats-Chart noch Bewegungsspielraum besteht. 1,2670 erweist sich als wichtiger Unterstützungswert, da sich auf dem Monats-Chart eine Dreiecks-Formation der Tiefs in 2008 und 2010 findet. Unterhalb dieser Unterstützung liegt mit 1,2520 das Tief von 2008. Widerstand findet sich wieder beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3215 und bei 1,3430, dem Hoch vom 9. Dezember, welches mit der 38% Fibonacci Rückführung vom Oktober-Hoch zum Dezember-Tief übereinstimmt.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich, wobei auf dem Monats-Chart weiterhin ein Abschwung zu verzeichnen ist. Im verlauf des Dezembers ist es dem Pfund Sterling mehrere Male nicht gelungen einen Brückenkopf oberhalb des Widerstandswerts von 1,5770 zu etablieren. Beim Oktober-Tief von 1,5270 findet sich erste Unterstützung, obwohl Marktteilnehmer sehr wahrscheinlich die von 2009 ansteigende Trendlinie von 1,5110 ins Auge fassen werden. Ein Durchbruch des Widerstandswerts von 1,5770 könnte eine Eindeckung von Leerverkäufen zur Folge haben, wobei Marktpessimisten sich eher beim Hoch vom 18. November von 1,5890 finden dürften. Dieser Wert stimmt mit der 61% Rückführung der Oktober- bis Dezember-Bewegung überein. Nur ein Durchbruch des Oktober-Hochs von 1,6165 dürfte die technische Stimmung von pessimistisch in optimistisch wandeln.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung versucht sich an der abfallenden Trendlinie vom Hoch in 2007, welches diese Woche bei 78,30 liegt. Bei einem Durchbruch hier könnte die USD/JPY-Paarung beim Oktober-Hoch von 79,50 und beim Juli-Hoch von 81,50 unter Verkaufsdruck geraten. Der 100-Wochen-Bewegungsdurchschnitt von 83,30 ist ein weiterer Wert, den Langzeit-Anleger zur Bestätigung technischer Aufwärtsbewegungen im Auge behalten sollten. Davon abgesehen weist der langfristige Trend weiterhin abwärts, und die Paarung findet Unterstützung beim Dezember-Tief von 77,15 und dem November-Tief von 76,50 vor dem Allzeit-Tief der Paarung.

USD/CHF

Ein Monats-Börsenschluss oberhalb des 20-Monats-Bewegungsdurchschnitts von 0,9385 würde die Stärke des USD bestätigen. Das würde das Jahres-Hoch in 2011 von 0,9780 und das Dezember-Hoch in 2010 von 1,0065 ins Spiel bringen. Der auffälligste technische Wert liegt bei 1,1140, der vom Hoch in 2003 langfristig abfallenden Trendlinie. Erste Unterstützung findet sich wieder bei 0,9065, mit der Möglichkeit eines weiteren Abschwungs zum Wendepunkt im Oktober bei 0,8565.

Die Wild-Card

S&P 500

Der Aktienindex zeigt eine eindeutige Zurückweisung bei 1.265, der von den Oktober- und Dezember-Hochs abfallenden Widerstandslinie. Demzufolge kommt die steigende Trendlinie von den Oktober- und November-Tiefs bei 1.195 wieder ins Spiel. Forex-Händler sollten beachten, dass bei einem Durchbruch der steigenden Trendlinie sich der nächste Unterstützungswert für den Index bei 1.147 findet.

forex

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07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
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