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Tuesday, 21 Sep 2010

Vorsicht am Markt vor US-Offenmarktausschuss-Treffen

Im Vorfeld der für heute anberaumten Sitzung des US-Offenmarktauschusses der US-Notenbank Federal Reserve bleibt der USD weiter unter Druck. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer das Ergebnis des Treffens der Währungshüter und ob, angesichts der schleppenden Konjunkturerholung in den USA, zusätzliche quantitative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdownnodownnoup
Wochentendenzupupupdownupup
Resistance1.31701.566586.401.01500.95350.8480
1.31501.564586.201.01300.95150.8460
1.31201.561585.901.01000.94850.8430
Support1.30601.555585.301.00400.94250.8370
1.30301.552585.001.00100.93950.8340
1.30101.550584.800.99900.93750.8320

Wirtschafts News

USD - Warten auf Ergebnis der Sitzung zum Fed-Funds-Zielsatz

Am gestrigen Montag verzeichnete der US-Dollar im Vorfeld des heutigen FOMC-Treffens der US-Notenbank überwiegend Kursverluste gegen die Hauptwährungen. Anleger hoffen auf mehr Klarheit in Bezug auf ein mögliches zweites Lockerungsprogramm, das die Währungshüter um Ben Bernanke angesichts der anhaltend unsicheren Lage mittlerweile verstärkt in Erwägung ziehen. Experten erwarten, dass sich der US-amerikanische Offenmarktausschuss weder zu einer Anhebung der Leitzinsen noch zu weiteren Maßnahmen entscheiden wird. Dennoch hielten sich Händler am Montag zurück. Die Bedenken vor einer Fortsetzung der konjunkturstützenden Maßnahmen in Form von Anleihekäufen verunsicherten die Anleger und überschatteten die akute Sorge um die Staatsverschuldung einiger Mitgliedsländer innerhalb der Eurozone.

Zum Britischen Pfund Sterling konnte der US-Dollar an Boden gewinnen und wertete hier um 0,5% auf. Zuvor hatte die Bank of England gemeldet, dass die Geldmenge M4 in Großbritannien für August um -0,2% gefallen ist. Im Juli war diese noch um +0,4% gestiegen. Darüber hinaus belastete ein Bericht über die Bewilligungen für neue Hypotheken in Großbritannien das Britische Pfund, die auf ihren niedrigsten Stand seit April 2009 zurückgegangen sind.

Investoren zeigten sich gestern also von ihrer zurückhaltenden Seite. Ein Großteil der Hauptwährungen bewegte sich innerhalb einer engen Handelsspanne. Da Analysten nicht von einer Änderung der Leitzinsrate ausgehen, werden voraussichtlich vielmehr Anhaltspunkte zur Handhabung hinsichtlich der US-Sonderpolitik der quantitativen Lockerung Marktvolatilität auslösen.

Obwohl das FOMC-Meeting von größter Bedeutung für das Marktgeschehen heute ist, sollten Händler die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Baubeginne und -genehmigungen für August nicht aus den Augen verlieren. Beide Ergebnisse stehen in Wechselbeziehung und gelten als wichtige Indikatoren für eine Erholung an den US-Immobilienmärkten.

EUR - Erneute Sorgen um Schuldenlast in der Eurozone belasten EUR

Bereits zum Ende der letzten Woche brachten erneut Sorgen um die Schuldenlast in der Eurozone die europäische Einheitswährung unter Druck. Die Stärke des EUR wird auch in dieser Woche aufs Neue auf die Probe gestellt. Am Dienstag und am Mittwoch wird sich zeigen, ob die geplanten Auktionen irischer und portugiesischer Staatsanleihen positiv verlaufen und auf gute Aufnahmen treffen werden.

Das Britische Pfund Sterling wertete gegen EUR und USD ab, nachdem, laut einem Bericht über die Bewilligungen für neue Hypotheken in Großbritannien, veröffentlicht wurde, dass die Genehmigungen hypothekarischer Darlehen auf ihren niedrigsten Stand seit April 2009 gefallen sind. Anleger befürchten, dass der Immobiliensektor in Großbritannien die Konjunkturerholung im Land weiterhin erschweren könnte.

Zu später Handelsstunde am Montag notierte der EUR bei $1,3064 von zuvor $1,3039 am Freitag sowie bei 111,96 Yen von zuvor 112,89 Yen. Das Pfund Sterling schloss bei $1,5547 von zuvor $1,5626.

Das Währungspaar EUR/USD handelt aktuell innerhalb einer engen Spanne zwischen $1,30 und $1,31, in der es bis zur Sitzung des US-Offenmarktausschusses voraussichtlich verbleiben wird.

JPY - AUD klettert auf 2-Jahreshoch

Aufgrund eines Feiertages blieben die Börsen in Japan am Montag geschlossen. Trotz Rückgang der Handelsaktivität hielten die Nachwirkungen der Intervention am Devisenmarkt seitens der japanischen Regierung in der letzter Woche an.

Die wachstumsstarke Währung Australischer Dollar wertete um 1% zum US-Dollar auf. In einer Rede am Montag bereitete der australische Notenbank-Chef Glenn Stevens den Markt auf steigende Zinsen vor. Die Aussicht auf eine Zinsanhebung stützte den australischen Dollar zu Wochenstart. Anfang September hatte die australische Zentralbank ihren Leitzins vor dem Hintergrund eines unsicheren Ausblicks für die weltwirtschaftliche Entwicklung zunächst unverändert bei 4,50% gelassen.
Die Landeswährung Australiens kletterte am Montag in der Spitze bis auf $0,9495 von zuvor $0,9372 am letzten Freitag.

Rohöl - Rohöl erholt aufgrund steigender Aktienkurse

Am Montag schlossen die Rohölpreise gestützt von Kursgewinnen an den Aktienmärkten leicht im Plus. Ein Barrel WTI-Öl bewegte sich zu später Handelsstunde um die Marke von $74 pro Barrel. Am Dienstagmorgen notierten die internationalen Ölpreise jedoch schon wieder leichter. Im asiatischen Handel kostete die US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im Oktober heute Morgen $74,22 und damit $0,22 weniger als zu Handelsschluss am Vortag. Nordsee-Brent sackte um $0,11 auf $79,21 pro Barrel ab.

Die Hauptsorge der Händler wird nach wie vor auf die sich verzögernde Erholung der globalen Konjunktur zurückgeführt. Investoren erwarten heute mit Spannung die Zinsentscheidung der US-Notenbank im weiteren Tagesverlauf. Die Energiemärkte halten sich derzeit allem Anschein nach an die Entwicklungen an den Aktienmärkten. Noch immer sind die Anzeichen für eine nachhaltige Steigerung des Energiebedarfs nicht ausreichend. Das hohe Bestandsniveau in verbrauchsstarken Nationen wie den USA dämpft das Anlegervertrauen erheblich.

Technische News

EUR/USD

Für das Währungspaar EUR/USD ergaben sich in der vergangenen Handelswoche deutliche Aufwärtstendenzen. Dieser Trend könnte jedoch mittelfristig bereits zu einem Ende kommen. Beispielsweise deutet der Slow Stochastic der Tages-Chart auf eine rückläufige Trendwende. Heutige Abwärtstendenzen werden ebenfalls vom Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich also heute auszahlen.

GBP/USD

Das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic der Tages-Chart signalisiert eine Preiskorrektur nach unten in unmittelbarer Zukunft. Die fallende Tendenz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Sobald das Brechen nach unten erfolgt, könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY

Hier gibt die 4-Stunden-Chart unterschiedliche Signale aus, während ihr Slow Stochastic im neutralen Bereich schwankt. Jedoch verdeutlicht das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart, dass sich bereits innerhalb des nächsten Zeitfensters eine abwärts gerichtete Preiskorrektur einstellen könnte. Auch hier ist es womöglich von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/CHF

Die inzwischen typischen Kursschwankungen bei USD/CHF setzten sich auf der Stunden-Chart fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart schwankt hier im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im überverkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine Preiskorrektur nach oben einsetzt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis ist innerhalb der letzten Woche wieder deutlich gestiegen und erreicht mittlerweile die Marke von $1283 pro Feinunze. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im überkauften Bereich, was wiederum bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und sich Preiskorrekturen nach unten ergeben. Forex Anlegern bietet sich hier eine gute Handelsgelegenheit, bei diesem Trend jetzt zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:29 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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