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Wednesday, 2 Nov 2011

Während das offizielle Statement des Offenmarktausschuss so gut wie ignoriert werden kann sollte der Fokus auf der begleitenden Pressekonferenz liegen

Dass das Hauptinteresse der Märkte auf den Ereignissen der Eurozone liegt ist nicht sehr überraschend, angesichts der Tatsache, dass die europäische Schuldenkrise sein zweijähriges Jubiläum begeht. Auch nach der Bekanntgabe des griechischen Ministerpräsidenten George Papandreou im griechischen Parlament ein Referendum über den EU Rettungsschirm durchzuführen, werden Anleger nicht weniger geneigt sein zu investieren. Allerdings dürfte die heutige Entscheidung des Offenmarktausschuss (FOMC) eines der wichtigsten Themen der letzten zwei Jahre an den Devisenmärkten ins Rampenlicht stellen: die Schwäche des US Dollar. Während das offizielle Statement des Offenmarktausschuss' im Wesentlichen nicht Neues bringen dürfte, könnte die folgende Pressekonferenz mit Notenbankchef Ben Bernanke für ein wenig Aufregung sorgen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdowndownnono
Wochentendenzdowndowndownupnoup
Resistance1.44501.661580.200.91601.10100.8880
1.42501.645079.900.90801.07600.8830
1.39501.618079.700.89601.05000.8670
Support1.36501.585077.850.85501.02700.8530
1.35651.563077.500.84501.01200.8350
1.31451.527075.560.82400.99200.8285

Wirtschafts News

USD - Während das offizielle Statement des Offenmarktausschuss so gut wie ignoriert werden kann sollte der Fokus auf der begleitenden Pressekonferenz liegen

Der USD verliert weiterhin den Devisen-Schönheitswettbewerb der am wenigsten hässlichen Währung. Trotz der Staatsschuldenkrise, die sich über ganz Europa ausgeweitet hat, verhielt sich die EUR/USD-Paarung relativ beschwingt, während der USD weiterhin nahe seinen Tiefs der vergangenen Woche handelte. Die Triebfeder der USD Schwäche war letztlich, angesichts der zwei vorangegangenen quantitativen Lockerungsprogramme, die Geldmarktpolitik der US Notenbank.

Die Mitglieder des Offenmarktausschuss haben ihr Bestes getan den Markt für weitere US geldmarktpolitische Erleichterungen vorzubereiten. Bereits in seiner Ende September in Cleveland, Ohio, gehaltenen Rede bekräftigte Ben Bernanke seine Entschlossenheit weitere geldmarktpolitische Maßnahmen durchzuführen. Diese friedfertige Haltung wurde auch von einer Anzahl von FOMC-Mitgliedern vertreten, darunter Janet Yellen und William Dudley.

Angesichts der gemischten bis besser als erwarteten Wirtschaftsdaten des 3. Quartals (Bruttoinlandsprodukt, Arbeitsmarktbericht, Einzelhandelsumsätze) und der unmittelbaren Nähe zur Einführung von Operation Twist, dürften das morgige FOMC-Statement bzw. die Pressekonferenz gegebenenfalls Hinweise auf QE3 (drittes quantitatives Lockerungsprogramm) enthalten. Obwohl der gestrige nationale ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von 51,6 auf 50,8 gesunken ist, beginnen die Grundlagen für ein weiteres geldmarktpolitisches Lockerungsprogramm Früchte zu tragen und damit auch ein Rückgang des USD-Kurses. Wenngleich das offizielle Statement des Offenmarktausschuss' an den Märkten im Allgemeinen nur ein müdes Gähnen auslöst, könnte die folgende Pressekonferenz mit Ben Bernankes für ein wenig Aufregung sorgen.

EUR - Demokratie regiert in Griechenland wo sie erfunden wurde

In einem höchst überraschenden Schritt gab der griechische Ministerpräsident George Papandreou bekannt im griechischen Parlament ein Referendum über den EU Rettungsschirm durchzuführen als auch die Vertrauensfrage zu stellen. Das könnte für ihn die einzige Möglichkeit sein für sich den Posten des Premierministers zu sichern und seine Nation von der Selbstzerstörung abzuhalten, während die Regierung versucht strengste Sparmaßnahmen durchzusetzen. Widersprüchliche Berichte verweisen darauf, dass das Referendum irgendwann in den kommenden Wochen oder Anfang nächsten Jahres durchgeführt und die Vertrauensfrage sehr wahrscheinlich in der nächsten Woche gestellt wird. Marktteilnehmer haben bereits damit begonnen die Abstimmung mit ihren Füßen vorzunehmen. Das könnte gegebenenfalls das Ende der EU bedeuten, und es bleibt abzuwarten wer bleibt und wer geht.

Seit Anfang der Woche ist die EUR/USD-Paarung um $ 0,05 gesunken, und die europäischen Börsen verzeichneten einen Einbruch um 5%. Unterstützung für die Paarung findet sich bei 1,3565, der 61% Rückführung der Oktober-Bewegung. Die EUR/GBP-Paarung versucht sich an der steigenden Trendlinie vom Juni 2010, deren Wert bei 0,8560 liegt. Ein Durchbruch hier könnte bis zum September-Tief von 0,8525 führen.

AUD - RBA senkt Leitzinssatz und AUD fällt

Angesichts der Änderungen beim globalen Makroumfeld entschloss sich die australische Zentralbank (RBA) den Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 4,50% zu senken. RBA-Chef Glenn Stevens stellte klar, dass die Zentralbank nunmehr eine „neutrale Haltung“ einnehme. Es ist interessant festzustellen, dass die australische Geldmarktpolitik mehr von äußeren Einflüssen als von heimischen Faktoren bestimmt wird, wenngleich Australien schon immer vom chinesischen Wirtschaftswachstum abhängig war, was die Ankurbelung seiner eigenen Wirtschaft betrifft. Der gestrige Rückgang des chinesischen Einkaufsmanagerindex auf 50,4 im Oktober, gefährlich nahe dem 50 Boom-Bust-Wert, verheißt nichts Gutes für die australische Wirtschaft und auch nicht für die Weltwirtschaft.

Zum derzeitigen Zeitpunkt repräsentiert der AUD eine der wenigen Währungen am Markt mit einem relativ hohen Leitzinssatz. Eine Umkehr der Stimmung am Markt könnte sich als Katalysator für den AUD erweisen. Der Schlüsselwert für die AUD/USD-Paarung liegt bei 1,0230, bei dem der 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt mit der 38% Rückführung der Oktober-Bewegung übereinstimmt. Darunter findet sich der Unterstützungswert von 1,0120, dem Tief vom 18. Oktober.

Rohöl -

Rohöl handelt weiterhin im Einklang mit Anstiegen und Rückgängen der Risikostimmungslage und der Weltwirtschaft. Die gestrige Bekanntgabe des chinesischen Einkaufsmanagerindex der nahe dem 50 Boom-Bust-Wert liegt, erinnert daran, mit welchem Gegenwind der Rohölpreis zu rechnen hat. Da sich das Wachstum beim weltweiten Wirtschaftswachstum offensichtlich verlangsamt, dürfte es für den Rohölpreis schwierig werden einen nennenswerten Anstieg zu verzeichnen.

Der Rohölpreis fand eine 50% Rückführung der Mai-Oktober-Bewegung bei $ 94,75 pro Barrel, bevor er wieder anzog. Der Staubereich vom September bei $ 90,30 bildet die erste Unterstützung, gefolgt von $ 84, dem Tief vom 20. Oktober.

Technische News

EUR/USD

Ein eindrucksvoller Aufschwung im Oktober brachte die EUR/USD-Paarung bis zu 1,4250, der 61% Rückführung der Mai-Oktober-Bewegung. Jedoch verheißt die Unfähigkeit der Paarung diesen technischen Schlüsselwert zu übersteigen in nächster Zeit nichts Gutes für den EUR. Die Unfähigkeit der Paarung über die zuvor durchbrochene Trendlinie von den Juni 2010 und Januar 2011 Tiefs anzusteigen ist ebenfalls bemerkenswert. Ein sinkender Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart deutet zudem auf Rückläufigkeit bei der EUR/USD-Paarung hin. Unterstützung findet sich bei 1,3915, dem Hoch vom 17. Oktober, gefolgt von 1,3650, dem Tief vom 18. Oktober und dem Gesamt-Oktober-Tief von 1,3145. Der 61% Rückführungswert dient als erster Widerstand mit möglichen zusätzlichen Verkäufen bei 1,4450, der Trendlinie von den Mai- und Juli-Hochs.

GBP/USD

Der Paarung ist es nicht gelungen über den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt anzusteigen, und sie stoppte kurz vor dem 61% Fibonacci Rückführungswert der April-Oktober-Bewegung von 1,6150, der als erster Widerstand dienen sollte. Bei einer Bewegung darüber hinaus könnte sich Widerstand bei 1,6450 vom August-Hoch finden, obwohl sich beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat, der sich auch beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zu zeigen beginnt. Folglich könnte sich bei einer Abwärtsbewegung Unterstützung beim Wert von 1,5890, dem Tief vom 26. Oktober finden, sowie bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober.

USD/JPY

Eine weitere Intervention hat die USD/JPY-Paarung um 400 Pips bzw. um 5,29% angehoben. Allerdings konnte dieser kräftige Anstieg nicht die fallende Trendlinie vom Hoch in 2007, das diese Woche bei 79,70 liegt, durchbrechen. Da der langfristige Abwärtstrend noch intakt ist könnte eine Abwärtsbewegung erneut die Allzeit-Tiefs von 77,85 vom September-Hoch testen, sowie den Unterstützungswert von 77,50 vom Hoch in Mitte Oktober. Sollten sich die Interventionen seitens des japanischen Finanzministeriums fortsetzen, könnten sich Angebote bei 80,20 finden, was der Spitzenwert nach der letzten Intervention im August war.

USD/CHF

Der Schweizer Franken hat seinen Abwärtstrend zum USD wieder aufgenommen, nachdem er bis auf 0,8550 gesunken war, einem Wert, der zuvor sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente. Bei einem Aufschwung hier könnte sich Widerstand bei 0,8900, dem Oktober-Spitzenwert finden. Sollte sich der Abwärtstrend vom Oktober in den November fortsetzen könnte sich nach einem Durchbruch des Werts von 0,8550 ein neuer Widerstand beim August-Hoch von 0,8240 finden.

Die Wild-Card

S&P 500

US Aktien sind nach einem monatelangen Aufschwung im Oktober gesunken. An den ersten beiden Tagen dieser Woche wurde der S&P 500 auf fast 38% der Oktober-Bewegung zurückgeführt. Forex-Händler sollten beachten, dass sich der Haupt-Unterstützungswert bei 1.185 findet, dem Tief vom 18. Oktober und bei 1.152, der 61% Rückführung der Oktober-Bewegung. Widerstand findet sich bei 1.288, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von der von den Mai- und Juli-Hochs abfallenden Widerstandslinie. forex

Aktuelle Zeit: 05/26 00:29 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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