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Thursday, 21 May 2009

Währungskurse auf höchstem Stand seit 2008

Bei der jüngsten Marktvolatilität ergeben sich aktuell für einige Währungen neue Höchstkurse, die seit vergangenem Jahr nicht erreicht wurden. Beispielsweise ist das Währungspaar EUR/USD mittlerweile bis auf ein neues Hoch seit Anfang Januar 2009 geklettert. Auch die Ölpreise halten die Marktteilnehmer mit ihrem kontinuierlich zinsbullischen Trend in Atem. Das Barrel Rohöl wird augenblicklich zum ersten Mal seit letztem November bei über $62 gehandelt. Die derartigen Markterholungen schaffen einen berechenbaren Devisenmarkt, aus denen Anleger Profit schlagen können.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdownnoupno
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.38501.586095.601.10900.78500.8830
1.38301.582595.301.10500.78300.8795
1.38001.580094.901.10300.78000.8760
Support1.37501.575094.251.00700.77500.8700
1.37251.572594.001.00450.77250.8670
1.37001.570093.701.00100.77000.8635

Wirtschafts News

USD - USD seit April auf Talfahrt

Am Mittwoch verzeichnete der USD überwiegend Verluste gegenüber den Gegenwährungen. Zum dritten Tag in Folge verlor der Dollar Boden gegen den EUR und Yen. Zum Ende des gestrigen Handelstages wurde der USD zum EUR bei 1,3604 und zum Yen bei 94,85 gehandelt.

Laut des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses der US-Notenbank, ist das Geldinstitut dazu bereit im Rahmen des jüngsten finanzpolitischen Hilfsprogramms über die veranschlagten 1,75 Billionen US-Dollar hinauszugehen. Es sollen weitere Staatsanleihen sowie andere Wertpapiere aufgekauft werden, um auf diese Weise zusätzliches Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Bereits am 18. März hatte die Notenbank eine ähnliche Bekanntgabe gemacht, nach der sie Staatsanleihen im Wert von 300 Milliarden Dollar kaufen wollte. Zu beobachten war anschließend ein Kurssturz des US-Dollar. Die Anschaffung von in Dollar angegebenen Verbindlichkeiten kann einen negativen Effekt auf den Wert der Währung haben, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die US-Notenbank das Geld, um die Papiere zu bezahlen, einfach druckt. Investoren fürchten eine Deflation. Darüber hinaus scheinen die USA tiefer in die Rezession gerutscht zu sein, als gedacht. Für die nur langsame Erholung der Wirtschaftslage wurde jetzt ein Zeitraum von ungefähr zwei Jahren berechnet, da vor allem der Arbeitsmarkt nach wie vor stark unter Druck steht.

Auch wenn der USD seine Kursverluste seit dem FOMC-Treffen im März leicht ausgleichen konnte, befindet sich die US-Währung bereits seit Mitte April auf Talfahrt. Wesentliche Abwärtstendenzen werden seit Wochenbeginn deutlich. Experten führen diese Entwicklung zum Teil auf die Erholung der Aktienmärkte zurück, die die Risikobereitschaft der Händler steigert. Wichtigste Wirtschaftsindikatoren auf der US-Agenda sind: Die heutige Veröffentlichung der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche um 14:30 Uhr sowie die für morgen angekündigte Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Positive Wirtschaftsdaten könnten den US-Dollar zusätzlich unter Druck setzen.

EUR - EUR profitiert von gesteigerter Risikobereitschaft

Der gestrige Bericht des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank brachte dem EUR auf einen neuen Höchststand gegenüber dem USD seit Anfang Januar. Um 1% kletterte der EUR gestern auf 1,3768 von zuvor 1,3630. Während des Handelstages erreichte der EUR sogar die 1,3830-Marke, was ein Rekordlevel seit dem 5. Januar darstellte. Im weiteren Tagesverlauf rutschte der EUR jedoch wieder leicht zum USD ab, nachdem die deutschen Erzeugerpreise den stärksten Preisrückgang in fast 22 Jahren verzeichneten. Zum Yen gab der EUR um 0,2% nach und notierte von zuvor 130,81 zu Handelsschluss am Mittwoch bei 130,51.

Die Erholung an den globalen Aktienmärkten sowie eine Abnahme der Volatilität ergeben derzeit einen Umschwung an den Märkten, an denen sich Risikobereitschaft ausbreitet. Der USD gilt derzeit als nicht-risikoreich und somit weniger gewinnbringend. Allem Anschein nach, sind die Marktteilnehmer nach wie vor davon überzeugt, dass sich die USA in einem schnelleren Tempo erholen wird als beispielsweise Japan, Großbritannien und die Eurozone. Laut Internationalem Währungsfonds (IMF) soll die Wirtschaft in der Eurozone in diesem Jahr um 4,2% schrumpfen, was über den prognostizierten 2,8% für die USA und den erwarteten 4,1% für Großbritannien liegt.

Dennoch könnte der EUR heute zum vierten Tag in Folge Kursgewinne gegenüber dem USD verbuchen: Zwischen 9:00 Uhr und 10:00 Uhr werden die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe in Deutschland, Frankreich und der gesamten Eurozone für den Monat Mai veröffentlicht. Entsprechend den Prognosen, könnte sich hier zeigen, dass sich der Rückgang im Produktions- und Servicesektor langsamer vollzieht als in den vergangenen 7 Monaten.

JPY - Yen steigt im Kurs nach Rekordrückgang der japanischen Wirtschaft

Nachdem Japans Regierung gestern verkündete, dass die Wirtschaftsleistung in Japan mit einem neuen Rekordtempo geschrumpft sei, verbuchte der Yen einen deutlichen Kursanstieg gegenüber den 16 meistgehandelten Währungen. Dabei kletterte Japans Yen gestern von 130,77 auf 130,04 pro EUR. Zum US-Dollar legte der Yen am Mittwoch um 1,3% auf 94,75 pro Dollar von zuvor 95,97 zu.

Regierungsangaben zufolge ergab sich für Japans Wirtschaft bis Ende März ein Einbruch um annualisierte 15,2% im ersten Quartal 2009. Zuletzt war das BIP von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres um 14,4% gesunken. Das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Vergleich zum Vorquartal um 3,5% zurück, was den stärksten Verlust seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1955 darstellt. Die Wirtschaftskrise hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stärker in Mitleidenschaft gezogen als andere Industrieländer. Als Grund nennen Experten die starke Exportabhängigkeit des Landes. Japans Wirtschaft schrumpfte mehr als doppelt so stark wie in den USA. Aktuell investieren die Marktteilnehmer zwar verstärkt in Yen-Anlagen, dennoch könnte der USD in den nächsten Tagen gegenüber dem Yen wieder an Boden gewinnen.

Rohöl - Rohöl bei über $62 pro Barrel


Gestern kletterten die Ölpreise innerhalb eines verhältnismäßig kurzen Zeitraums um $1,94 bis über die $62-Marke pro Barrel. Dies stellt den größten Preissprung der letzten 6 Monate dar. Im frühen Morgenhandel heute fielen die Ölpreise jedoch wieder um 6 US-Cents, bzw. 1,1% auf $61,35 und verzeichneten einen ersten Rückgang in drei Tagen. Zuvor berichtete das amerikanische Energieministerium über deutlich gesunkene US-Bestände an Benzin und Rohöl. Die Ölpreise werden jedoch nach wie vor von den vermehrten Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung gestützt.

Darüber hinaus würden, Experten zufolge, die Kämpfe in Nigeria zwischen Rebellen und der Regierungsarmee die Ölpreise nach oben treiben. Auch der rückläufige Dollar trägt seinen Teil zum Kursanstieg bei. Indes haben die Vorräte an Rohöl wieder nachgegeben und blieben um 7,6% unter ihren Vorjahreswerten. Ein Zeitpunkt im vergangenen Jahr, zu dem der Verbrauch der US-Bürger bereits zurückging. Fraglich bleibt, ob die Märkte einen Preis bei über $60 pro Barrel auf Dauer stützen können. Weder ein Nachfragezuwachs noch eine erneute Kürzung der Fördermengen durch die OPEC, deren Mitglieder zum Ende des Monats wieder zusammentreffen, werden derzeit ersichtlich.

Auf den kommenden Montag fällt der US-amerikanische Feiertag Memorial Day, der den inoffiziellen Start in die sommerliche US-Fahrsaison angibt. Bislang ist der Benzinbedarf in der letzten Woche um 3,6% gestiegen. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, werden auch die Ölpreise voraussichtlich weiter steigen. Dennoch ist von einer schnellen Erholung in den USA angesichts der jüngsten Berichte der US-Notenbank nicht auszugehen.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar verzeichnet mittlerweile seit einigen Tagen einen steten Aufwärtstrend. Diese Bewegung hat den Preis für EUR/USD in den überkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedrückt, was bedeuten könnte, dass sich mittelfristig eine Abwärtskorrektur einstellt. Langfristig scheint sich der zinsbullische Trend jedoch fortzusetzen. Kaufen könnte bei diesem Paar weiterhin eine zuverlässige Wahl sein.

GBP/USD

Die stark zinsbullischen Tendenzen dieses Währungspaars spiegeln sich inzwischen in den meisten Oszillatoren wider, die darauf hindeuten, dass eine Korrektur unmittelbar bevorsteht. Diese Entwicklung konnte in den vergangenen zwei Tagen beobachtet werden und wird allem Anschein nach auch heute anhalten. Des RSI auf der Stunden, 4-Stunden- und Tages-Chart verdeutlicht, dass sich das Paar im "überkauften" Bereich bewegt. Der Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart weist rückläufige Crosse aus. Eine gute Entscheidung könnte hier lauten: Den abwärtsgerichteten Durchbruch abzuwarten, um zur Preiskorrektur einzusteigen.

USD/JPY

Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic erscheint auf der 4-Stunden-Chart und verdeutlicht, dass eine zinsbullische Korrektur erwartet werden kann. Aktuell bewegt sich der Kurs des Paars im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden- sowie Stunden-Chart, was die vorgenannte Tendenz bestätigt. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF

Normalerweise schließt sich an einen dauerhaften Abwärtstrend, wie für USD/CHF beobachtet, eine Preiskorrektur an. Dies ist hier jedoch nicht der Fall. Die meisten Oszillatoren sind derzeit neutral ausgerichtet. Der Preis scheint sich jedoch bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart zu bewegen, was wiederum eine bevorstehende Aufwärtskorrektur ankündigen würde. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte hier heute richtig sein.

Die Wild-Card

Gold

Die starke zinsbullische Bewegung hat den Goldkurs bis in den "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-, Stunden- und Tages-Chart gebracht und signalisiert deutlichen Abwärtsdruck. Aktuell scheint der Slow Stochastic ein neues rückläufiges Cross auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart zu bilden, was die Tendenz zusätzlich stützt. Angesichts der potentiellen Abwärtspreisausrichtung, könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, bei diesem Trendumschwung zu einem frühen Zeitpunkt und bei einem fantastischen Preis einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:30 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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