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Thursday, 31 Jul 2008

Werden die anstehenden Wirtschaftsdaten heute wieder Kursschwankungen auslösen?

Der USD unterlag am gestrigen Handelstag überwiegend Kursschwankungen gegenüber seinen Währungsgegnern. Nach der bedeutenden Wertsteigerung, die der Dollar am Dienstag verzeichnen konnte, hielt er seinen verhältnismäßig hohen Kurs.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownnodownup
Wochentendenzdowndownnoupdowndown
Resistance1.56551.9875108.501.05400.95010.7950
1.56281.9850108.331.05160.94750.7925
1.56001.9822108.191.04900.94500.7899
Support1.55601.9783107.751.04480.94080.7865
1.55321.9750107.511.04230.93820.7841
1.55061.9724107.271.04000.93500.7820

Wirtschafts News

USD - Weiterhin positive Zahlen aus der US-Wirtschaft?

Der USD unterlag am gestrigen Handelstag überwiegend Kursschwankungen gegenüber seinen Währungsgegnern. Nach der bedeutenden Wertsteigerung, die der Dollar am Dienstag verzeichnen konnte, hielt er seinen verhältnismäßig hohen Kurs.


Zu Beginn des gestrigen Tages startete der USD mit einem unerwarteten Anstieg. Dies war auf die positive Meldung von ADP (Automatic Data Processing) zurückzuführen, in der zu vernehmen war, dass der Bericht zur Veränderungen der Arbeitsmarktzahlen Nonfarm Employment im Juli einen Anstieg von rund 9.000 Arbeitsplätzen im privatwirtschaftlichen Sektor auswies und damit weit über allen Erwartungen lag, die einen gesamten Rückgang von 58.000 Arbeitsplätzen voraussagten. Im weiteren Verlauf stieg der USD auf ein 4-Wochen-Rekordhoch gegenüber dem EUR, EUR/USD fielen auf 1,5523. Indessen richtete sich eine dramatische Wende in der Rohölpreisentwicklung ein, bei der das Öl bis auf $4 pro Barrel schoss und die $127-Marke wieder durchbrach. Dies setzte den USD wieder auf seinen ursprünglichen Kurs vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen zurück.


Der heutige Tag hat das Zeug für einen großartigen Handelstag für die USA voller Wirtschaftsdatenveröffentlichungen. Um 12:30 GMT werden sich voraussichtlich starke Kursschwankungen einstellen, da vier wirtschaftliche Leitindikatoren anstehen. Der wichtigste unter ihnen ist der „Advanced Report“ des Bruttoinlandsproduktes. Dieser soll erwartungsgemäß eine 2,2%ige Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdeutlichen. Einen weiteren bedeutenden Indikator stellen die US-amerikanischen Arbeitslosenzahlen dar, die von 406.000 Anträgen der Vorwoche auf 395.000 sinken sollen.


Für die heutigen US-Wirtschaftsdaten werden zwar positive Zahlen erwartet, jedoch sollten Anleger im Auge behalten, dass der für morgen angekündigte Index, Nonfarm Unemployment Change, laut Analysten, einen Zuwachs von 75.000 arbeitslosen Personen widerspiegeln soll. Ein solches Ergebnis wird höchstwahrscheinlich große Kursschwankungen für die nächsten Tage erwirken, was Anlegern wiederum großartige Handelsgelegenheiten ermöglichen könnte, Gewinne zu machen. Diese Situation sollten sich Anleger in der Tat zu Nutze machen.

EUR - EUR scheint nach sinkendem Verbrauchervertrauen wieder auf die Beine zu kommen

Auch der EUR litt gestern unter Kurschwankungen. Er begann den Handelstag, wie auch der vorangegangene geendet hatte, mit fallenden Tendenzen, erholte sich jedoch bis Tagesende wieder bis auf seinen Tagesanfangskurs.


Die einzige aus der Eurozone stammende Veröffentlichung war das europäische Verbrauchervertrauen. Hier zeigte sich, dass dieses ein Rekordtief der letzten fünf Jahre erreicht hatte, was wiederum die Frage aufkommen lässt, ob die EZB tatsächlich in der Lage ist, eine Erhöhung der Zinssätze durchzuführen, während sich die Angst vor inflationärem Druck konsistent verschärft.


Auf dem heutigen Wirtschaftskalender stehen die Veränderungen der Arbeitslosenzahlen, die die fortdauernde Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Europas stärkster Ökonomie darstellen sollen. Analysten sehen einen Rückgang um 20.000 Meldungen voraus, der sich einer Abnahme von bereits 38.000 Meldungen im Monat Mai anschließt. Im weiteren Tagesverlauf wird die Schnellschätzung „Flesh Estimate“ des Verbraucherpreisindexes bei einem stabilen Zuwachs von 4,1% und die europäische Arbeitslosenquote bei unveränderten 7,2% erwartet.


Heute könnten sich, zum ersten Mal seit Wochenbeginn, wieder Anzeichen einer Stärkung der europäischen Währung erkennen lassen. Möglich ist jedoch, dass dies, auch bei positiven Datenveröffentlichungen aus der Eurozone, durch Erfolg versprechende Zahlen aus den USA verhindert wird.

JPY - Yen voraussichlich weiterhin unter ausländischem Einfluss

Wie auch die übrigen Währungen erfuhr der JPY gestern Kursschwankungen gegenüber den meisten seiner Währungskontrahenten. Dabei stand er überwiegend unter dem Einfluss der Währungsgegner, USD und EUR, die ähnlich schwankten.


Nach wie vor hat es den Anschein, dass aus der japanischen Wirtschaft eher beklagenswerte Daten veröffentlicht werden. Zusätzlich zum 0,6%igen Rückgang der japanischen Average Cash Earnings im Juni, verglichen mit den Vorjahreszahlen (erster Rückgang seit Dezember), lassen nun auch die Daten des IWF (Internationaler Währungsfonds) ein lediglich 1,5%iges Wirtschaftswachstum für Japan in 2009 wie auch 2008 erkennen. Des Weiteren riet der IWF-Stab der BoJ-Leitung dazu, momentan von einer Senkung der Zinssätze abzusehen. Japan hat derzeit das niedrigste Zinsniveau innerhalb der G-7-Staaten, dessen Entwicklung zukünftig zu beobachten sei.


Der JPY bleibt heute vom Wirtschaftskalender abwesend. Anleger sollten ihr Augenmerk auf globale Tendenzen richten, da voraussichtlich wieder USD und EUR für die Entwicklungen des JPY verantwortlich zeichnen werden.

Rohöl - Öl stiegt infolge überraschender US-Benzinlagerbestände

Weltweit stabilisierten sich die Ölpreise während des heutigen asiatischen Handelstages, als diese wieder bis auf $4, infolge einer unerwarteten Abnahme der US-Benzin-Lagerbestände, anstiegen. Termingeschäfte für Öl erholten sich, nachdem ein unerwartet hoher Rückgang der Benzinvorräte die Widerstandsfähigkeit des US-Bedarfs unterstrichen hatte.


Die Ölpreise stiegen rasch an, bis auf $127,39 pro Barrel, was den höchsten Tageswert innerhalb der letzten sechs Tage darstellt. Anleger gingen in Anlehnung an technische Analysen eilig Short-Positionen ein. Der Preis wurde ausgelöst, nachdem Terminkontraktpreise die Schlüsselmarke von $123,75 überwunden hatte. Letztendlich wurde der Umschwung von der Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände eingeleitet. Anleger sahen den Rückgang der Benzinvorräte als Gradmesser für die Widerstandsfähigkeit der US-Nachfrage an, die darauf hindeuten könnte, dass der Rohölbedarf den Preis halten wird.


Die Ölpreise haben sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre verdoppelt und sind schließlich, seit ihrem Rekordhoch von $147 pro Barrel zum Monatsanfang, zurückgegangen. Sollte sich der USD weiterhin erholen sowie die geopolitische Situation sich verbessern, werden die Preise voraussichtlich langfristig um die $90 liegen.

Technische News

EUR/USD

Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt aufwärts. Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart lassen eine Verengung erkennen, was bevorstehende Kursschwankungen verdeutlicht. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt diese zinsbullische Neigung. Heute könnte kaufen eine gute Strategie sein.

GBP/USD

Die rückwärtige Tendenz des RSI und Slow Stochastic der Tages-Chart setzt sich fort. Auch auf der 4-Stunden-Chart wird dieser Trend deutlich, da der Slow Stochastic ebenfalls eine rückwärtige Richtung einschlägt. Heute könnte verkaufen mit eng gesetzten Stopps die richtige Entscheidung sein.

USD/JPY

Nachdem sich eine Zeit lang ein durchgängig zinsbullisches Momentum entwickelt hatte, deutet der Slow Stochastic der Tages-Chart nun auf eine rückwärtige Korrigierung hin. Alle Indikatoren der 4-Stunden-Chart bestätigen diese Entwicklung. Auch hier scheint verkaufen mit eng gesetzten Stopps heute eine gute Strategie zu sein.

USD/CHF

Obwohl dieses Paar vielseitig starke Kursschwankungen erkennen lässt, bewegt sich die Tages-Chart nach wie vor in äußerst neutralen Bereichen und lässt keine eindeutige Preisrichtung erkennen. Die 4-Stunden-Chart verdeutlicht eine leicht zinsbullische Tendenz. Anleger sollte jedoch unbedingt auf stärkere Anzeichen warten, bevor sie diesem Markt beitreten.

Die Wild-Card

Öl

Die sich gestern neu herausgebildete zinsbullische Öl-Rally scheint nicht zu stoppen. Die Oszillatoren sowohl der Stunden-, 4-Stunden- als auch Tages-Charts sind aufwärts gerichtet und auch das Momentum könnte sich noch verstärken. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine ausgezeichnete Gelegenheit, einem starken Trend beizutreten, der noch einiges Potential in sich trägt.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:36 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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