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Tuesday, 26 May 2009
Werden die deutschen Ifo-Daten dem EUR eine Trendwende bringen?
Gestern beobachteten die Marktteilnehmer, wie wieder einmal bedeutende Wirtschaftsdaten aus der Eurozone dem EUR einen Schlag versetzten. Deutschlands Zahlen zum Ifo-Geschäftsklimaindex enttäuschten die Erwartungen und minderten folglich das Anlegervertrauen in die Währung der 16 Nationen. Als Ergebnis dessen, könnten die Marktteilnehmer tatsächlich kurzfristig eine Trendwende für EUR/USD sehen, es sei denn, die heutigen Wirtschaftsdaten lassen auf die Kurskorrektur verzichten. Anleger sollten die für heute angesetzte Wirtschaftsagenda gut im Auge behalten und dementsprechend Positionen eröffnen. Eine genaue Ausrichtung der Devisenmärkte wird aktuell nicht deutlich.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4065 | 1.5975 | 95.50 | 1.0950 | 0.7875 | 0.8875 |
| 1.4035 | 1.5950 | 95.25 | 1.0925 | 0.7850 | 0.8850 | |
| 1.4010 | 1.5925 | 95.00 | 1.0900 | 0.7825 | 0.8825 | |
| Support | 1.3950 | 1.5870 | 94.40 | 1.0820 | 0.7770 | 0.8770 |
| 1.3925 | 1.5845 | 94.15 | 1.0795 | 0.7740 | 0.8745 | |
| 1.3900 | 1.5820 | 93.85 | 1.0770 | 0.7715 | 0.8715 |
Wirtschafts News
USD - USD auf Erholungskurs?
Der Dollar kletterte gestern geringfügig gegenüber der europäischen Währung nach oben, während die Börsen in den USA aufgrund eines Feiertages geschlossen blieben. Sofortige Wirkung darauf war eine geminderte Volatilität an den Devisenmärkten als normalerweise üblich. Dementsprechend ergaben sich leichte Kursschwankungen für den USD und seine Crosse.
Viele Analysten waren bereits besorgt über den rapiden Wertverlust der US-amerikanischen Währung in den vergangenen Wochen. Die Marktteilnehmer stellen sich zunehmend die Frage, "Begibt sich der USD auf Erholungskurs?" Während des Handels am Montag erreichte das Währungspaar EUR/USD ein Hoch bei 1,4028. Zum Ende des Tages wurde das Paar jedoch um 15 Punkte weniger gehandelt: 1,3974. Zum Pfund Sterling blieb der USD unverändert bei 1,5877. Zum JPY wiederum legte der Dollar um 10 Punkte zu und schloss bei 94,73.
Zu spätem Handel also, konnte der US-Dollar seine Verluste wiedergewinnen und legte Aufwärtstendenzen gegenüber den anderen Hauptwährungen an den Tag. Diese Entwicklung kann auf folgende Faktoren zurückgeführt werden. Zum einem wurde der Dollar zuletzt im "überkauften" Bereich und damit unter seinem Wert gehandelt. Zweitens blieb es aufgrund des gestrigen Feiertags in den USA an den Devisenmärkten ruhiger als unter gewöhnlichen Umständen. Darüber hinaus haben die leicht negativ ausgefallenen Ifo-Daten zum deutschen Geschäftsklimaindex den EUR etwas geschwächt. Eventuell sind die anderen Industrienationen tatsächlich schwerer von der Konjunkturkrise betroffen als die USA?
Für heute steht ein bedeutender Indikator auf dem Wirtschaftskalender der Vereinigten Staaten: Um 16:00 Uhr wird der Index des Verbrauchervertrauens für den Monat Mai veröffentlicht. Das US-Verbrauchervertrauen gilt als Frühindikator der Konsumausgaben. Dementsprechend werden die Ergebnisse ausschlaggebend für die Bewegungen auf den Märkten vor und nach der Datenveröffentlichung sein. Händler sollten ihre Handelsstrategie für heute rechtzeitig bestimmen, um bei einer verhältnismäßig niedrigen Marktvolatilität Profite aus dem USD und seinen Crossen zu schlagen.
EUR - EUR verliert gegen Dollar
Der EUR rutschte gestern geringfügig gegen den US-Dollar ab, während an den Märkten keine deutliche Ausrichtung auszumachen war. Dabei nahmen leicht enttäuschende Wirtschaftszahlen ihren Einfluss auf den EUR. Das Geschäftsklima in Deutschlands hat sich im Monat Mai zwar wieder verbessert, allerdings weniger als erwartet. Der Euro reagierte am Montag auf das Ergebnis und rutschte zum Dollar ab. In den vergangenen Wochen hatten sich die Anleger überwiegend auf die Dollarschwäche konzentriert.
Um 15 Punkte kletterte der Dollar gegenüber dem EUR in die Höhe und schloss letztendlich bei 1,3974. Das Währungspaar EUR/GBP beendete den gestrigen Handel geringfügig unter der 0,8799-Marke, während das Paar EUR/JPY unverändert bei 132,36 notierte. Viele stellen sich mittlerweile die Frage, ob der EUR seinen zinsbullischen Trend gegenüber dem Dollar fortsetzen wird? Allem Anschein nach stützen derzeit mehr Faktoren den EUR als den USD und den GBP. Sowohl in den USA als auch in Großbritannien liegt die Zinsrate unter der dem Zinslevel in der Eurozone. Darüber hinaus zeigte sich Europa bislang zurückhaltender in Bezug auf ihre Notenpresse als die beiden anderen Industrienationen. Des Weiteren haften dem Vereinigten Königreich sowie den Vereinigten Staaten im Gegensatz zur Eurozone wachsende Defizite an. Es scheint einleuchtend, dass ein zinsbullischer Trend langfristig für den EUR zu beobachten sein wird und nicht für dessen Gegenwährungen.
Für heute steht eine ganze Reihe wichtiger Indikatoren auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone, die die Tendenzen des EUR und seiner Crosse zur Wochenmitte bestimmen werden. Um 10:00 Uhr veröffentlicht die Europäische Zentralbank EZB ihre Leistungsbilanz, um 11:00 Uhr Eurostat, die Auftragseingang in der Industrie des Monats März. Die Ergebnisse dieser Indizes werden den Marktteilnehmern einen Eindruck über die Wirtschaftslage der Eurozone vermitteln. Deutlich wird, ob die europäische Währung überbewertet ist und, ob sie ihren zinsbullischen Trend gegenüber dem Dollar aufrechterhalten kann. Die Auswirkungen dessen werden im weiteren Tagesverlauf zunehmend zu spüren sein, insbesondere in Anbetracht dessen, dass es aufgrund eines Feiertags an den Märkten in den USA und Großbritannien gestern ruhig geblieben ist. Anleger sollten ihre Positionen jetzt eröffnen, um Gewinne zu erzielen, sobald sich die Kursschwankungen einstellen.
JPY - JPY-Festigkeit ungewiss, bevorstehende Wirtschaftsdaten könnten helfen
Gestern brachte der Yen den Dollar trotz bärischem USD-Trend der letzten Wochen nicht ins Schwanken. Das Währungspaar schloss zu Handelsende um 10 Punkte höher bei 94,73. Die Ausgabe der schlechter als erwarteten CSPI Daten zu später Handelsstunde verhinderte, ein zinsbullisches Momentum des JPY gegenüber den übrigen Hauptwährungen.
Das Währungspaar EUR/JPY bewegte sich gestern kaum und notierte bei 132,36. Zum britischen Pfund jedoch verlor der Yen an Boden und beendete hier den Börsengang bei 150,45. Die nur geringfügigen Kursschwankungen an den gestrigen Devisenmärkten waren auf die aufgrund eines Feiertages geschlossenen Börsen in Großbritannien und den USA zurückzuführen. Im Gegensatz dazu erwarten die Marktteilnehmer, angesichts der bevorstehenden Wirtschaftsnachrichten, sehr viel höher Kursschwankungen für den heutigen Handelstag.
Kurzfristig gesehen hängt der Kurs des JPY vom Erholungstempo der globalen Wirtschaftslage ab. Sollte sich die Situation schneller verbessern als von Analysten erwartet, könnte dies den Beginn eines neuen Abwärtstrends für den Yen bedeuten. Diese Entwicklung stellt sich möglicherweise ein, sollten die USA ihre Zinsrate vor allen anderen Industrienationen wieder anheben. In Japan werden heute Nacht um 01:50 Uhr die Ergebnisse des Monetary Policy Meeting sowie Japans Handelsbilanz veröffentlicht, die die aktuellen JPY-Tendenzen bestimmen werden. Demnach ist eine Rate bei 95,50 für USD/JPY bis zum morgigen Handelsstart nicht auszuschließen. Ratsam könnte es sein, JPY-Positionen jetzt zu eröffnen, bevor die angekündigten Wirtschaftsindikatoren aus der Eurozone und den USA veröffentlicht werden.
Rohöl - Rohölpreise fallen um 1%
Der Ölpreis rutsche während des gestrigen Börsengangs um 1% auf $60,90 pro Barrel ab. Aufgrund des gesteigerten Optimismus seitens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), erwarten Analysten langfristig auch einen Kursanstieg für Rohöl, sobald sich die Marktkonditionen normalisieren. Viele Experten gehen davon aus, dass die Langzeit-Perspektive für die Ölpreise zwischen $75 - $80 pro Barrel liegen wird.
Bis dahin könnten sich im Grunde genommen lediglich zinsbullische Trends für Rohöl ergeben, sollte der Dollar seinen Abwärtstrend fortsetzen und die OPEC sich bei ihrem nächsten Treffen am 28. Mai in Wien, Österreich dazu entscheiden, ihre Fördermengen nicht anzuziehen. Zum heutigen Handelstag werden sich die zu veröffentlichen Wirtschaftsindikatoren aus den USA und der Eurozone voraussichtlich auf die Volatilität der Ölpreise auswirken. Anleger sollten in den Markt einsteigen, noch bevor sich die Kursschwankungen einstellen.
Technische News
EUR/USD
Nach dem anhaltenden Aufwärtstrend der vergangenen Handelstage hat sich ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart gebildet, das auf eine langfristige Abwärtsausrichtung bereits in Kürze hindeutet. Auch für das wöchentliche Momentum könnte sich eine Trendwende ergeben. Eine gute Entscheidung für heute könnte lauten: Steigen Sie in diesen Trend bei einer Short-Position ein.
GBP/USD
Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im "überkauften" Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Dies kann als Zeichen für langfristigen Abwärtsdruck gedeutet werden. Das neue rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Eine Abwärtskorrektur könnte sich mittelfristig ergeben. Sobald eine Überwindung des unteren Handelsbereichs erfolgt, könnte es von Vorteil sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart scheint sich für dieses Paar eine "Head and Shoulders"-Formation zu bilden, die auf einen raschen und unmittelbar bevorstehenden Abwärtstrend hinweist. Auch der Slow Stochastic der Stunden-Chart lässt ein zinsbullisches Cross erkennen. Die nächste Bewegung könnte aufwärtsgerichtet sein. Bei einem Kurs nahe des "überkauften" Bereichs des RSI auf der Tages-Chart, könnte es langfristig tatsächlich zinsbullisch bleiben. Eine gute Strategie könnte heute sein, deutlichere Zeichen für USD/JPY abzuwarten.
USD/CHF
Der Preis dieses Währungspaares scheint gerade den "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart verlassen zu haben, was bedeuten könnte, dass die Aufwärtskorrektur zum Ende kommt. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt ein zinsbullisches Cross aus, was eine bevorstehende Kurskorrektur bestätigt. Für heute könnte es bei diesem Paar richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Die Wild-Card
USD/TRY
Ein neu gebildetes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass eine zinsbullische Preiskorrektur unmittelbar bevorstehen könnte. Nach dem anhaltenden Abwärtstrend der letzten Wochen, ist dieses Paar für eine Trendwende bereits überfällig. Angesichts der neuen zinsbullischen Cross des MACD auf der Stunden-, 4-Stunden- und Tages-Chart, könnte sich dieser Umschwung bereits entwickeln. Forex -Anleger profitieren von diesem Trend voraussichtlich, indem sie jetzt bei einem hervorragenden Einstiegspreis verkaufen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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