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Friday, 16 Dec 2011
Werden Investoren den EUR/CHF Mindestkurs testen?
Nach der Entscheidung der SNB den Mindestkurs für EUR/CHF auf dem derzeitigen Wert von 1,20 zu belassen verzeichnete der CHF den kräftigsten Anstieg seit September. Da sich die europäische Schuldenkrise zuspitzt könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für Investoren sein, die Bereitschaft der SNB zu testen den Mindestkurs für EUR/CHF zu halten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3550 | 1.6000 | 80.20 | 1.1180 | 1.0450 | 0.8660 |
| 1.3330 | 1.5780 | 79.50 | 1.0060 | 1.0340 | 0.8620 | |
| 1.3260 | 1.5530 | 78.50 | 0.9740 | 1.0050 | 0.8450 | |
| Support | 1.2940 | 1.5420 | 77.15 | 0.9340 | 0.9760 | 0.8400 |
| 1.2870 | 1.5270 | 76.55 | 0.9065 | 0.9660 | 0.8355 | |
| 1.2590 | 1.5100 | 75.56 | 0.8760 | 0.9385 | 0.8300 |
Wirtschafts News
CHF - Werden Investoren den EUR/CHF Mindestkurs testen?
Nach der Entscheidung der SNB den Mindestkurs für EUR/CHF auf dem derzeitigen Wert von 1,20 zu belassen verzeichnete der CHF den kräftigsten Anstieg seit September. Wie wir vermuteten, hat sich die SNB zu der mehr konservativen Vorgehensweise entschieden, den Mindestkurs für EUR/CHF nicht auf 1,25 oder gar 1,30 anzuheben. Die SNB wird weiterhin den Wert von 1,20 durchsetzen und beließ den Leitzinssatz unverändert bei nahe 0%. Die schweizer Zentralbank geht auch von einem leichten Anstieg der weltweiten Konjunktur aus, allerdings bedroht eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise die wirtschaftlichen Aussichten. Die Vorhersage für die schweizer Inflation wurde herabgesetzt und prognostiziert, dass sich Deflation in der schweizer Wirtschaft breit machen wird. Für 2012 erwartet die SNB, dass die Verbraucherpreise um 0,3% sinken werden.
Es besteht kein Zweifel, dass eine Verbindung zwischen der Stärke des CHF und der europäischen Schuldenkrise besteht. Nach dem enttäuschenden EU Gipfel steigen die Erwartungen, dass das Kredit-Rating für Frankreich durch S&P herabgesetzt wird. Da italienische Staatsanleihen sich an der Rendite-Schwelle von 7% versuchen, (noch vor einem Monat hielten wir 6% für einen angemessenen Höchstwert), scheint es, als würde sich die europäische Schuldenkrise zuspitzen. Da der EUR weiterhin Schwäche zeigt und Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Währungen suchen, könnte jetzt der Zeitpunkt an dem die Märkten sein die Bereitschaft der SNB zu testen, den Mindestkurs für EUR/CHF bei 1,20 zu halten. Der erste Test dürfte sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung bei 1,2200 ergeben.
EUR - Die Erwartungen für eine Herabsetzung des Kredit-Ratings für Frankreich steigen
In Frankreich bereitet man sich darauf vor mit einer offensichtlich bevorstehenden Herabsetzung des französischen AAA Kredit-Ratings durch S&P umzugehen. Gestern äußerte sich EZB Mitglied und Präsident der französischen Zentralbank, Christian Noyer, dahingehend, dass eine Herabsetzung des französischen Kredit-Ratings: „aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt sind, wenn man die wirtschaftlichen Grundlagen bedenkt.“ Frankreich ist der zweitgrößte Beitragzahler zum EFSF, und das könnte sich auf die Herabsetzung auswirken.
Die gestrigen europäischen Wirtschaftsdaten zeigten sich positiv mit besser als erwarteten Einkaufsmanagerindexen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. So stieg insbesondere der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland, dem Zugpferd der europäischen Wirtschaft, von 50,3 auf 52,7. So positiv das auch sein mag, so bleiben die anderen Einkaufsmanagerindexe für das restliche Europa doch unter dem 50-Boom-Bust-Level. Folglich dürften die Erhebungen auch nichts an den Erwartungen der Märkte ändern, die dahin gehen, dass die Wirtschaft der Eurozone im kommenden Jahr in eine Rezession abrutschen wird.
Die EUR/USD-Paarung geht in den letzten Handelstag dieser Woche mit einem Unterstützungswert von 1,2945, dem Mittwochs-Tief, gefolgt von 1,2870, dem Tief in 2011. Widerstand findet sich bei 1,3260, dem Hoch vom 20. November.
JPY - Die USD/JPY-Paarung bewegt sich in Richtung der 4-Jahres-Trendlinie
Der gestrige Bericht über die Stimmung und Erwartungen der großen japanischen Industrieunternehmen war nicht sehr inspirierend, da auch der chinesische Einkaufsmanagerindex sehr viel ermutigender ausfiel. Der japanische Tankan-Bericht zeigte sich mit -4 gegenüber Erwartungen von -0,2 schwächer als erwartet. Der chinesische HSBC Flash-Einkaufsmanagerindex stieg im Dezember auf 49 gegenüber 47,7 im November. Die Erhebung lag zwar den zweiten Monat in Folge unter dem 50-Boom-Bust-Level, jedoch ist die Verbesserung ein ermutigendes Zeichen.
Trotz der negativen japanischen Daten scheint die USD/JPY-Paarung ihre Impulse hauptsächlich von den Bewegungen des USD zu erhalten. Der gestrige positive regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York und die niedriger als erwarteten wöchentlichen Arbeitslosenansprüche sorgten für eine Pause bei der rückläufigen Stimmungslage an den Märkten und für einen allgemeinen Aufschwung beim USD.
Sollte sich der zeitnahe Trend der Stärke des USD fortsetzen könnte die USD/JPY-Paarung sich an der Trendlinie vom Juni 2007 bei 78,50 versuchen. Ein Durchbruch hier dürfte das Post-Interventions-Hoch von 79,50 freilegen. Andererseits dürfte das Tief vom 8. Dezember bei 77,15 als Unterstützung dienen.
Gold - Der USD Index sollte unbedingt beachtet werden
Die Rohstoffpreise hatten am Mittwoch einen Einbruch zu verzeichnen, wobei Rohöl um 5% und Gold um fast $ 100 zurückgingen. Am Donnerstag setzte zwar eine schwache Erholung ein, doch die war nichts, im Vergleich zu den Preisrückgängen.
Auf Devisen-Blogs finden sich eine ganze Reihe von Theorien zu den Preiseinbrüchen bei den Rohstoffen, die von rückläufigen technischen Daten über Verkäufe der Zentralbanken bis zu Liquiditäts-Druck reichen. Wir glauben, dass der Grund dafür beim starken Dollar zu finden ist. Angesichts des USD Index (DXY handelt derzeit auf dem höchsten Stand in diesem Jahr) dürfte sich der Abwärtstrend bei den Rohstoffpreisen noch weiter fortsetzen.
Technische News
EUR/USD
Der 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt derzeit bei 1,3420 und diente als bedeutsamer Widerstandswert als die EUR/USD-Paarung zuletzt am 3. November über diesem Wert zum Abschluss kam. Während der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich im überverkauften Bereich bewegt hat er auf dem Monats-Chart noch Raum für Abwärtsbewegung. Da der Abwärtstrend fest verankert zu sein scheint liegen die Unterstützungswerte von 1,3280 des November-Tiefs und von 1,3145 des Oktober-Tiefs in greifbarer Nähe. Bei einer Aufwärtsbewegung dürften sich bereitwillige Verkäufer beim Dezember-Hoch von 1,3550 und bei 1,3610, dem Hoch vom 18. November, finden.
GBP/USD
Das Pfund Sterling handelt in einem Range-Trading Umfeld zwischen den Werten von 1,5780 und 1,5660, wo sich der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet. Da der Slow Stochastic auf dem Tages- und dem Monats-Chart rückläufig ist scheinen die November- und Oktober-Tiefs von 1,5420 und 1,5270 in Reichweite zu sein. Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich bei 1,5890, dem Hoch vom 18. November, gefolgt von der vom August-Hoch abfallenden Trendlinie bei 1,5925.
USD/JPY
Die Doji-Kerze vom 8. Dezember sticht hervor, während das Tages-Tief mit dem 55- und 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Das dürfte der Beginn der Bildung einer neuen Basis sein, die die Trendlinie vom Juni 2007 bei 78,50 testen wird. Ein Durchbruch hier wird das Post-Interventions-Hoch von 79,50 freilegen. Andererseits bildet das Tief vom 18. November bei 76,55 die letzte Unterstützung vor dem Allzeit-Tief der Paarung bei 75,56.
USD/CHF
Trotz vielfacher Versuche einen Anstieg zu verzeichnen müht sich die Paarung weiterhin ab den Widerstandswert von 0,9330 zu überwinden. Eine konzertierte Aufwärtsbewegung dürfte Widerstand beim 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9380 finden, gefolgt vom Jahres-Hoch von 0,9780. Andererseits findet sich Unterstützung beim Wert von 0,9065, welcher mit dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung übereinstimmt. Zusätzliche Unterstützung findet sich beim November-Tief von 0,8760.
Die Wild-Card
USD/CAD
Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bewegt sich die USD/CAD-Paarung im überverkauften Bereich und nähert sich 1,0470, der von den Oktober- und November-Hochs abfallenden Widerstandslinie. Forex-Händler sollten beachten, dass das Paar bei einer Abwärtsbewegung wieder Unterstützung bei 1,0090 finden könnte, bei der die ansteigende Trendlinie der Juli- und Dezember-Tiefs ins Spiel kommt. Der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt bei 1,0080, einem Wert der sich im Oktober als unterstützend erwies.
forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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