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Wednesday, 9 Jul 2008

Wie werden die Ölpreise nach dem gestrigen $6-Einfall reagieren?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownnodowndowndown
Wochentendenzdowndowndownnodownup
Resistance1.57521.9768108.021.04450.95980.8039
1.57251.9742107.871.04100.95700.8019
1.56991.9718107.701.03700.95350.7990
Support1.56601.9673107.301.03100.94820.7945
1.56321.9650107.021.02870.94500.7907
1.56081.9621106.801.02500.94320.7880

Wirtschafts News

USD -

Gestern erholte sich der Dollar gegenüber den meisten seiner Währungsrivalen. So gewann der USD knapp 100 Pips gegenüber dem EUR und verzeichnete steigende Tendenz im Vergleich zum JPY und dem GBP.


Einer der Hauptgründe für den steigenden Trend des USD war die gestrige Rede des Vorsitzenden der US-Notenbank, Ben Bernanke, in der er bekannt gab, dass die Notenbank ihr Notlage-Darlehensprogramm für Sicherheitsfirmen ins nächste Jahr ausdehnen würde. Mit dieser Aussage beruhigte Bernanke nicht nur die Märkte sondern versicherte allen Beteiligten geradezu, dass die Notenbank zur Seite steht, sollten Probleme auftauchen. Weiteren Auftrieb erhielt der gestärkte USD durch den unerwarteten Fall des Ölpreises. Rohöl wurde gestern mit weniger als $ 136 pro Barrel gehandelt und damit $ 6 niedriger als am Vortag. Durch diesen Abfall kletterte der USD wieder in Bereiche um die 1,57 gegenüber dem EUR und unter 1,97 gegenüber dem GBP.


Außerdem wurden in den USA gestern einige Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die eine noch größere Stärkung des USD verhinderten. Der führende Indikator des Tages, die Pending Home Sales (Index der ausstehenden Hausverkäufe), die Änderungen auf dem Immobilienmarkt für Einfamilienhäuser misst, fiel im Mai um 4,7% auf 84,7 gegenüber einem aufwärts revidiertem April-Wert von 88,9. Der Wholesale Inventories Survey (Lagerhaltungen Großhandel) stieg, leicht über den Erwartungen, um 0,8% hauptsächlich als Resultat gestiegener Nahrungs- und Energiepreise. Die US-Verbraucherkredite stiegen im Mai um $ 7,78 Mrd. auf ein Gesamtvolumen von $ 2,57 Billionen.


Für heute wird der einzige Indikator für den USD die Crude Oil Inventories (Rohölbestände) sein, der Bestandsänderungen von Rohöl in der vergangenen Woche bei Wirtschaftsunternehmen misst. Analysten sagen hier einen Abfall von 1,5M voraus. Händlern wird geraten diesen Indikator, zusammen mit dem Rohölpreis, gut im Auge zu behalten, da diese bewiesenermaßen einen wichtigen Einfluss auf den Kurs des USD haben.

EUR -

Gestern verzeichnete der EUR gemischte Ergebnisse gegenüber den meisten seiner Währungspartner. Der EUR unterlag mit fast 100 Pips fallenden Trends gegen den USD. Gegen den GBP und den JPY fluktuierte er in einem sehr engen Bereich.


Der Hauptgrund für den Fall des EUR gegenüber dem USD war die Pressekonferenz, die der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der Leitzinserhöhung gab. Trichet sagte, dass Preisstabilität nach wie vor die größte Sorge der EZB sei und dass die steigende Inflation ein zulässiges und kalkuliertes Risiko für die Euro-Zone darstelle. Gestern trug auch EZB-Mitglied Tumpel-Gugerell zu den Mutmaßungen bei, dass niemand im Währungspolitischen Komitee Interesse daran hat, den Leitzins ein weiteres Mal zu erhöhen, insbesondere nicht, wenn der Ölpreis weiter so fällt wie gestern. So war, zusammen mit dem aufsteigenden Dollar der Kursverfall des EUR unausweichlich.


Heute wurden die französische und deutsche Handelsbilanz veröffentlicht, die sehr nahe an den Erwartungen lagen und nur wenig zur Marktaktivität beitrugen. Eine Rede des EZB-Präsidenten Trichet könnte, je nach Inhalt, zur Erholung des EUR beitragen. Da für den Nachmittag kaum Daten zu erwarten sind, werden Investoren sich auf die für 14:35 GMT festgelegte Veröffentlichung der Daten der US Crude Oil Inventories konzentrieren, da diese als Katalysator für eine erwartete Markt-Volatilität dienen können.

JPY -

Der JPY durchlief einen volatilen Handel mit den meisten seiner Währungspartner. Bis Mittag verzeichnete der JPY gegenüber dem USD, dem EUR und dem GBP hauptsächlich Abwärtstrends. Dann trat jedoch ein Umkehrtrend ein und der JPY erholte sich vollständig.


Der gestrige Handel begann mit beunruhigenden Nachrichten für den JPY. Der für die japanische Wirtschaft sehr wichtige Watchers Current Index, der die gegenwärtige Stimmungslage unter dem Endverbraucherhandel misst, fiel auf den tiefsten Wert seit 4 Jahren, hauptsächlich aufgrund der hohen Nahrungs- und Energiepreise. Später jedoch zeigten die Core Machinery Orders einen Anstieg von 10,4% und lagen damit weit über den Erwartungen von 1,1%.
Für heute wird erwartet, dass der Corporate Goods Price Index um 5,2% ansteigen wird, und dem Japanese Current Account, der vierteljährlich den Unterschied zwischen importierten und exportierten Waren und Dienstleistungen misst, sagen Analysten einen großen Anstieg von 1,51T auf 1,90T voraus.
Händler sollten die Tagesdaten, zusammen mit weltweiten Entwicklungen insbesondere aus den USA, auf das Sorgsamste beobachten.

Rohöl -

Gestern fielen die Ölpreise auf dramatische Art und Weise. Dabei halfen ein gestärkter US-Dollar und aktuelle Wirtschaftsschwankungen, die Rohölpreise unter die $5-Marke zu drücken.


Rohöl wurde gestern in New York auf einem zweiwöchigen Tiefstand gehandelt, und erlebte seinen größten Rückgang innerhalb der letzten 3 Monate. Nachdem die iranische Regierung am gestrigen Tage die Möglichkeit auf einen Krieg herunterspielte, stieg der Dollar wieder an und der Anreiz für Rohstoffe hielt sich in Grenzen. Das Rohöl fiel um mehr als $9 seit Erreichen eines Rekordhochs von $145,85 am 3. Juli. Die Rohöl-Abgabe für August belief sich auf den New Yorker Börsenmärkten auf $136,14 pro Barrel, 10 Cent aufwärts, um 10:50 vormittags, singapurischer Zeit. Auch ein gestärkter Dollar trug dazu bei, die Ölpreise niedrig zu halten, da Händler eher demotiviert waren, ihre Gelder weiterhin in Rohstoffe zu investieren. Darüber hinaus erklärte die US-Regierung, dass der weltweite Ölverbrauch in Zukunft um mindestens 1,2 Millionen pro Tag ansteigen würde.Zugleich veröffentlichte das amerikanische Energieministerium seinen Ausblick auf die diesjährigen Durchschnittspreise für das Barrel Rohöl sowie eine Gallone Benzin. Diese Kurzeit-Prognose der Energiebehörde besagt, dass der durchschnittliche Ölpreis dieses Jahr $127 pro Barrel betragen wird und damit die prognostizierten $122 pro Barrel des letzten Monatsberichts übersteigen wird.

Technische News

EUR/USD

In den letzten sechs Tagen durchlief dieses Paar unstetige Börsensitzungen, ohne eindeutige Ausrichtung. Mehrfache Versuche die 1,5600-Support-Marke zu druchbrechen schlugen fehl. Das Paar konsolidiert sich mittlerweile um die 1,5700-Marke. Auf der 4-Stunden-Chart und der Tages-Chart verdeutlichen sich gemischte Signale. Auf der Stunden-Chart sieht man jedoch Anzeichen für ein vereinzeltes zinsbullisches Momentums. Der Slow Stochastic der Stunden-chart weist einen positiven Anstieg auf, was ein Zeichen für einen bevorstehenden Aufwärtstrend in naher Zukunft sein könnte.

GBP/USD

Da sich keine bedeutenden Durchbrüche abzeichnen, hat die rückgängige Kursformation auf der Tages-Chart dieses Paares nach wie vor ihre Gültigkeit. Auch das Momentum ist immer noch stark fallend, wie der heutige RSI-Indikator erkennen lässt. Forex-Händler sollten auf einen weiteren Durchbruch der 1,9600-Marke warten, der eine nächste deutliche Abwärtstendenz bestätigen wird.

USD/JPY

Nachdem dieses Paar auf der 4-Stunden-Chart ein Tief um die 105,00 erreicht hat, zeigt es nun eine ziemlich schwankende Bewegung mit starkem zinsbullischem Momentum. USD/JPY befinden sich inmitten eines zinsbullischen Trends und Versuche, die Widerstandsgrenze von 109,00 zu durchbrechen setzen sich fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart deutet ebenfalls darauf hin, dass dieses zinsbullische Momentum fortdauern kann. Hier könnte die bevorzugte Strategie für heute lauten: Kaufen.

USD/CHF

Dieses Paar schwankt weiterhin ohne eindeutige Tendenz. Auch auf der Tages-Chart war kein deutlicher Durchbruch zu sehen, während die 4-Stunden-Chart ebenso gemischte Signale anzeigt. Händlern sei auf jeden Fall geraten, auf klarere Signale zu warten, bevor sie diesem Markt beitreten.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohstoff Öl befindet sich zur Zeit inmitten eines starken Abwärtstrends und scheint sich zurück in Richtung $130-Marke pro Barrel zu bewegen. Diese abfallende Handelsspanne in Kombination mit einer deutlich negativen Neigung des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart kann Forex -Händlern eine gewinnbringende Handelsmöglichkeit bieten, bei diesem Abwärtstrend mit entsprechenden Stops einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:38 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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