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Thursday, 24 Jul 2008
Wir der USD den EUR bis zur Schlüsselmarke 1,55 drängen?
Gestern konnte der Dollar gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern überwiegend zinsbullische Tendenzen verzeichnen. Dies geschah im Anschluss an die zinsbullisch geprägten Ansprachen seitens US-Funktionäre sowie einem weiteren Tag fallender Rohölpreise. Der USD-Aufschwung stützt sich unter anderem auf die Ansprachen von US-Finanzminister Hank Paulson, der am Dienstag erklärte, dass ein starker Dollar „wirklich äußerst wichtig“ sei. Und während die allgemeine Redekunst an der Spitze der US-Notenbank in Einklang gelangt, könnte eine steigende Inflation, die US-Notenbank dazu veranlassen, die Zinssätze zu erhöhen und somit dem US-Dollar einen ordentlichen Push zu verpassen, noch bevor sich die Arbeits- und Finanzmärkte erholen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5775 | 2.0060 | 108.65 | 1.0460 | 0.9660 | 0.7935 |
| 1.5755 | 2.0040 | 108.45 | 1.0440 | 0.9640 | 0.7915 | |
| 1.5725 | 2.0010 | 108.15 | 1.0410 | 0.9610 | 0.7885 | |
| Support | 1.5665 | 1.9950 | 107.55 | 1.0350 | 0.9550 | 0.7825 |
| 1.5635 | 1.9920 | 107.25 | 1.0320 | 0.9520 | 0.7795 | |
| 1.5615 | 1.9900 | 107.05 | 1.0300 | 0.9500 | 0.7775 |
Wirtschafts News
USD - US-Existing Home Sales stehen an
Gestern konnte der Dollar gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner einen zinsbullischen Trend verzeichnen. Dies geschah vor dem Hintergrund zinsbullisch geprägter Ansprachen seitens US-Funktionäre sowie eines weiteren Tages, der von fallenden Rohölpreisen geprägt war. Des Weiteren trug die durch die US-Gesetzgeber bewilligte Gesetzesvorlage, die der US-Notenbank Unterstützung darin bietet, Fannie Mae und Freddie Mac aus der Patsche zu helfen, zu einem weiteren Tag voller Dollar-Zugewinne bei. Der US-Dollar kletterte gegenüber dem JPY auf ein monatliches Rekordhoch, als er am gestrigen Handelstag die 107,83-Marke erreichte. EUR/USD wurden bei einem 2-Wochen-Tief von $1,5670 gehandelt, bevor dieses Paar letztendlich unter der 1,57-Marke schloss.
Der Aufschwung des US-Dollar stützt sich unter anderem auf die Ansprachen von US-Finanzminister Hank Paulson, der am Dienstag erklärte, dass ein starker Dollar „wirklich äußerst wichtig“ sei. Und während die allgemeine Redekunst an der Spitze der US-Notenbank in Einklang gelangt, könnte eine steigende Inflation, die US-Notenbank dazu veranlassen, damit zu beginnen, die Zinssätze zu erhöhen und somit dem US-Dollar einen ordentlichen Push zu verpassen, noch bevor sich die Arbeits- und Finanzmärkte erholen. Der Bankenausschuss des US-Senats verabschiedete gestern mit einer Mehrheit von 19 zu 2 Stimmen einen soliden Gesetzesentwurf zur „Rettung“ des Wohnungswesens, der dieses vor dem ärgsten Niedergang seit der Weltwirtschaftskrise bewahren soll. Dabei berechtigt die Gesetzgebung das US-Bundesunterministerium für Wohnfragen, Kreditnehmern in Schwierigkeiten dabei zu helfen, Hypotheken in monatlich steigenden Ratenzahlungen aufzunehmen, die von der Regierung unterstützt werden sowie die Kredite finanziell tragbar machen und erleichtern. Der Gesetzesentwurf soll außerdem eine neue sowie rigorosere Regulierungsbehörde einrichten, die die Befugnis zur Kontrolle der Finanzregelungen von Hypothekengiganten wie Fannie Mae und Freddie Mac inne hat. Die USA versuchen ihre Wirtschaft endlich aus dem Konjunkturabschwung herauszuholen. Die Entscheidung zur Unterstützung der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac wird sich voraussichtlich positiv auf die Entwicklungen des US-Dollar und dessen Stellenwert für Anleger auswirken.
Für heute stehen eine Reihe an Veröffentlichungen von US-Wirtschaftsdaten an. Der Handelstag beginnt mit der äußerst wichtigen Arbeitslosenquote, die Analysten zufolge seit den 366.000 des letzten Monats schrittweise auf 379.000 angestiegen sein soll. Außerdem steht um 14:00 GMT die Ausgabe der Existing Home Sales (Verkäufe bestehender Häuser) an, deren Zahl sich von 4,99 Mio. im Vormonat auf 4,93 Mio. verschlechtern soll. Im späteren Tagesverlauf soll der Präsident der US-Notenbank von New York Timothy Geithner eine Rede halten. Geithner ist einer der Hauptverantwortlichen für die Festsetzung der Schlüsselrate für den US-Zinssatz. Hinweise auf eine mögliche Senkung dessen könnten verbreitet werden. Falls sich die von Analysten prognostizierten negativen Zahlen der US-Wirtschaftsdaten bestätigen, könnte dies den jüngsten Aufwärtstrend des US-Dollar beenden und zu einer erneuten Erprobung jenseits der 1,60-Marke für das EUR/USD-Paar beitragen.
EUR - Hohe Volatilität für den heutigen Handelstag zu erwarten
Der EUR hatte gegenüber seinen Währungskontrahenten überwiegende Abwärtstrends zu verzeichnen. Gegenüber dem USD fiel die 15-Nationen-Währung auf ihren niedrigsten Wert innerhalb der letzten beiden Wochen. Dies ist das Resultat aus negativ ausfallenden Wirtschaftsdatenveröffentlichungen der Eurozone, einer zinsbullisch geprägten US-Politik sowie stürzenden Ölpreisen. Die Kombination dieser Faktoren ist eine zu große Belastung für den EUR. Gegenüber dem GBP fiel der EUR aufgrund neu entfachter Spekulationen, dass Großbritannien, trotz in der letzten planmäßigen Darlegung getroffener Entscheidung, die Zinssätze unverändert bei 5,0% zu belassen, diese doch erhöhen könnte, bis auf 0,7840.
Darüber hinaus sanken die französischen Verbraucherausgaben für Industriegüter um 0,4% im Juni, verglichen mit einem 1,7%igen Anstieg im Mai. Im Vergleich zum selben Monat des vergangenen Jahres lässt sich eine Steigerung um 1,0% erkennen, dennoch 1,5% weniger als erwartet. Die berichtigten italienischen Einzelhandelsumsätze stiegen von April auf Mai um 0,2%, während die Industriebestellungen der Eurozone im Vergleich zum Vormonat um 3,5% und damit stärker als prognostiziert fielen.
Für heute wird auch für die Eurozone eine Reihe ausschlaggebender Daten erwartet. Um 7:00 GTM beginnen die Veröffentlichungen mit Frankreichs Manufacturing PMI-Daten (vergleichbar mit dem dt. Einkaufsmanagerindex), die erwartungsgemäß von 49,2 auf 49,0 sinken werden. Anschließend wird der PMI des Dienstleistungssektors (Services PMI) erwartet. Um 7:30 GMT stehen der deutsche Manufacturing PMI sowie der deutsche Services PMI an. Beide Indikatoren werden voraussichtlich niedriger als zu ihrer vorangegangenen Messung ausfallen und dabei wenig, dennoch negativen Einfluss auf den EUR haben. Die bedeutendsten Zahlen werden um 8:00 GMT veröffentlicht: der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex und der deutsche Geschäftserwartungsindex. Diese beiden Veröffentlichungen aus der Eurozone sollen ebenfalls erwartungsgemäß fallen, was wiederum einen sofortigen Abwärtstrend des EUR auslösen könnte. Analysten prognostizieren, dass eine Ifo- und PMI-Schwäche den EUR heute sogar bis auf die $1,5600-Marke bringen könnte. Achten Sie auf hohe Kursschwankungen des EUR zur Veröffentlichung der erwarteten Wirtschaftsdaten.
JPY - JPY weiterhin bei gemischten Ergebnissen
Der JPY hatte gestern wieder gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Währungsgegner zu verzeichnen. Gegenüber dem USD fiel der JPY auf seinen Tiefstwert innerhalb eines Monats. Nach Veröffentlichung gewichtiger Nachrichten aus den USA, verhielt sich der JPY gegenüber dem EUR äußerst volatil und schloss nahe dem Eröffnungskurs.
Die einzigen Wirtschaftsdaten aus Japan waren am gestrigen Handelstag die Veröffentlichung der Handelsbilanz, die zeigte, dass Japans Handelsüberschuss um 89% im Juni sank. Die Exporte fielen um 1,7%, während Importe, aufgrund von Rekord-Ölpreisen innerhalb der letzten beiden Monate um 16,2% anstiegen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass das japanische Machtzentrum anfangen könnte, in den lang erwarteten Konjunkturrückgang einzutreten.
Für heute sollten Forex-Anleger ihr Augenmerk hauptsächlich auf den Tokio-Kern-CPI (Verbraucherpreisindex) richten. Der Nationale-Kern-CPI und der Corporate Services Price Index (CSPI) werden ebenfalls erwartet. Der Kern-CPI soll um 1,6% steigen und damit zur Stärkung der japanischen Währung verhelfen. Der Nationale-Kern-CPI wird voraussichtlich auch ansteigen, um 1,9%, während der CSPI unverändert bei 0,6% erwartet wird. Dennoch werden diese Zahlen, wie bereits erwähnt, keinen großen Einfluss auf den Yen haben.
Rohöl - Wird das Rohöl seinen freien Fall fortsetzen?
Die Ölpreise fielen gestern erneut, nachdem positive US-Bestandsaufnahmen und ein Anstieg des USD gegenüber dem EUR veröffentlicht wurden. An den New Yorker Aktienmärkten sanken die Rohölpreise bei nur $3,98 pro Barrel bis auf $124,44, im Anschluss an einen Sturz von $3,09 am Dienstag.
Die Preise schlitterten abwärts, nachdem die US-Behörden berichteten, dass die Rohölvorräte am Ende der Woche des 18. Juli weniger als erwartet zurückgegangen waren, und dass sich mehr Benzin als gedacht in den Lagerhalden befände. Auch Befürchtungen, dass Hurrikan Dolly die US-Ölproduktion am Golf von Mexiko beschädigen könnte, legten sich, als der Sturm sich der Grenze von Texas und Mexiko näherte. Alle computergestützten Programme zur Voraussicht der Sturmverlaufsbahn bestätigten, dass der Hurrikan fern des Golf von Mexiko bleiben würde, in dessen Region ungefähr ein Viertel der US-amerikanischen Ölproduktion erfolgt.
Außerdem beruhigten sich die Rohölpreise auch, nachdem Berichte verdeutlichten, dass die Nachfrage in den USA und Japan, zwei der drei größten Öl verbrauchenden Nationen, zurückgegangen ist, da die hohen Ölpreise den Benzinverbrauch bremsten. Da die Ölpreise in US-Dollar bepreist werden, fällt ihr Preis, sobald der Dollar gegenüber anderen Währungen dazu gewinnt.
Technische News
EUR/USD
Auf der 4-Stunden-Chart zeichnet sich eine äußerst präzise Spanne ab, während dieses Paar in deren Mitte schwankt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart zeigt ein Kreuz Tendenz fallend, was darauf hindeutet, dass sich der Abwärtstrend voraussichtlich fortsetzen wird. Hierbei dürfte verkaufen die richtige Strategie für heute sein.
GBP/USD
Die 4-Stunden-chart verdeutlicht, dass dieses Paar seit einiger Zeit Kursschwankungen unterliegt, während es sich mittlerweile um die 2,00-Marke konsolidiert. Dennoch deutet ein tendenziell fallendes Kreuz des Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart darauf hin, dass ein Abwärtstrend bevorsteht. Hier könnte die richtige Strategie lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart bildet sich eine deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus und das USD/JPY-Paar bewegt sich an deren oberen Grenze. Dennoch geben alle Indikatoren der 4-Stunden-Chart Signale aus, die auf einen Abwärtstrend hindeuten. Eine Umkehr der Entwicklungen könnte bevorstehen. Richtig für dieses Paar könnte heute sein, zu verkaufen.
USD/CHF
Der Aufwärtstrend, der sich in den letzten Tag abgespielt hat, scheint spurlos verschwunden zu sein. Die Stunden-Charts zeigen, dass sich das Paar um die 1,0380 konsolodiert hat, während die 4-Stunden-Chart gemischte Signale ausgibt. Anleger sollten auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts warten.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Abwärtstrend, der vergangene Woche begann, scheint sich nun in vollem Zuge entfalten zu haben. Inzwischen deuten auch alle Oszillatoren auf den Fortgang dieser Abwärtstendenz hin. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, einem vielversprechenden Trend beizutreten.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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