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Monday, 7 Jul 2008
Wird das Gipfeltreffen der G8 den USD stärken?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5750 | 1.9860 | 108.20 | 1.0400 | 0.9700 | 0.8000 |
| 1.5720 | 1.9830 | 107.90 | 1.0370 | 0.9670 | 0.7970 | |
| 1.5680 | 1.9800 | 107.60 | 1.0340 | 0.9640 | 0.7940 | |
| Support | 1.5600 | 1.9730 | 106.80 | 1.0260 | 0.9660 | 0.7970 |
| 1.5570 | 1.9700 | 106.50 | 1.0230 | 0.9630 | 0.7940 | |
| 1.5540 | 1.9670 | 106.20 | 1.0200 | 0.9600 | 0.7910 |
Wirtschafts News
USD -
Der Kurs des USD durchlief letzte Woche einen Handel, der in vielfältiger Weise bezeichnet werden kann: „volatil, fallend, steigend, liquide oder ganz einfach mit viel Glück“ sind alles zutreffende Bezeichnungen für die Dollar-Aktivität der vergangenen Woche. Zu Beginn der Woche wiesen Anleger auf die Möglichkeit einer Schwächung des Dollar hin, da steigende Ölpreise und rückläufige Trends für die US-Wirtschaft sich negativ auf den Dollar auswirkten. Die durch einen Feiertag verkürzte Arbeitswoche zusammen mit einer Anzahl wichtiger und unwichtiger US-Wirtschaftsveröffentlichungen, angeführt von Non Farm Payrolls (NFP), die neu geschaffenen Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft, schürten Befürchtungen, dass sich der USD auf unsicheres Gelände hinzu bewegte. Der am Mittwoch veröffentlichte Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc., kurz ADP, sandte Erschütterungen durch den Markt und veranlasste viele Händler sich auf Terminkäufe einzulassen, da der EUR/USD Kurs sich der Rekordhöhe von 1,60 näherte. Zu den fallenden Tendenzen für den Dollar trug ebenfalls die Erwartung der Leitzins-Erhöhung für den Euro bei. Diese Leitzinserhöhung mit der entsprechenden Pressekonferenz fand am gleichen Tag statt wie die Veröffentlichung der NFP-Daten und US Arbeitslosenquote. Der NFP gab im sechsten aufeinander folgenden Monat negative Zahlen bekannt, und für den Juni wurde ein Verlust von 62.000 Arbeitsplätzen berichtet. Diese Zahl, obwohl schlecht, fiel doch um 17.000 geringer aus als die tags zuvor von ADP veröffentlichte, die allein es schaffte den Markt in eine für den Dollar fallende Richtung zu lenken. Dann traf eine glückliche Wendung ein als ein sehr zaghafter EZB-Präsident bekannt gab, dass eine weitere Leitzinserhöhung des Euro in naher Zukunft nicht sehr wahrscheinlich sei, so dass plötzlich der Verlust von 62.000 Arbeitsplätzen in Amerika offenbar keine Bedeutung mehr hatte und der Dollar innerhalb von Minuten eine 180° Wendung hinlegte und somit bei Handelsschluss der EUR/USD Kurs um 200 Pips gefallen war. Während die USA ihren 4. Juli feierten schien es, als würde der Rest der Welt damit beschäftigt sein Terminkäufe für den Euro zu tätigen, und am Ende schloss der EUR/USD Kurs bei knapp unter 1,57.
Die Frage die sich nun stellt ist, ob die derzeitige „Stärke“ des Dollar, trotz der sorgenvollen Aussichten für die US-Wirtschaft, anhalten wird. Ein optimistischer Dollar-Händler wird wohl die unstete Situation zwischen USD und GBP im Auge behalten, als einen Indikator für eine positive USD Entwicklung. Obwohl für den Juli noch mit einer großen Anzahl wichtiger Wirtschaftsveröffentlichen in den USA zu rechnen ist, hat der Dollar doch bereits bewiesen, dass er trotz schlechter Daten zulegen kann, solange seine Haupt-Währungsrivalen sich in ähnlich misslicher Lage befinden. Veröffentlichungen von mittlerer Bedeutung aus den USA für diese Woche sind: Pending Home Sales (bevorstehende Haus-/Wohnungsverkäufe), Unemployment Claims (Arbeitslosenansprüche), Trade Balance (Handelsbilanz) und die Daten von Preliminary Michigan Sentiment. Der erste große Test für den Dollar werden am Dienstag die Pending Home Sales sein, bei denen man einen Abfall von 2,5% erwartet. Falls der USD dieses schlechte Ergebnis durchsteht und gegenüber seinen Währungsrivalen weiterhin Stärke beweist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er das auch für den Rest der Woche tun wird.
Heute ist der USD in den planmäßigen Veröffentlichungen nicht vertreten, jedoch kann mit Sicherheit angenommen werden, dass die Energiepreise und die durch die US-Börse vorangetriebenen weltweiten finanziellen Spekulationen stark zur Volatilität auf den Märkten beigetragen wird. Man sollte aufmerksam auf Hinweise vom G8-Gipfel achten, ob seitens des US-Notenbankvorsitzenden Ben Bernanke irgendwelche Aussagen hinsichtlich der zukünftigen Währungspolitik gemacht werden.
EUR -
Sowohl fiskalisch als auch psychologisch musste in den Augen vieler Händler der Euro in der vergangenen Woche einen Tiefschlag hinnehmen. Im Verlaufe des letzten Jahres ist in vielfältiger Form dokumentiert worden, dass die Haltung der EZB und ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet eine kämpferische ist. Von Ende 2007 bis zum jetzigen Zeitpunkt hat diese Kämpferische Haltung ein starkes Vertrauen in den EUR seitens Anleger verursacht. So brach der Kurs des Euro viele Rekorde in Vergleich zu diversen Währungen, insbesondere zum USD, wo fast jede Woche neue Rekordhöhen durchbrochen wurden. Mit zunehmender Besorgnis in den vergangenen Monaten über die Inflation in der Euro-Zone begannen die Offiziellen der EZB ihre Tonart zu ändern und wiesen auf eine mögliche Leitzinserhöhung hin. Als Trichet seine Intention einer „möglichen“ Senkung bekannt gab, erwarteten Investoren einen noch größeren Push für den EUR. Doch was zunächst wie ein heftiger Richtungswechsel in der Währungspolitik aussah, wurde immer mehr voraussehbar, so dass mit jedem Tag an dem auf die Leitzinserhöhung gewartet wurde, die Auswirkungen einer solchen Maßnahme geringer wurden. Am Donnerstag erhöhte die EZB den Leitzins auf 4,25%, doch der Markt bewegte sich kaum ein bisschen, selbst eingedenk der 62.000 Arbeitsplatzverluste im Juni innerhalb der USA. Im Anschluss an die Leitzinserhöhung sprach Trichet auf einer Pressekonferenz und schloss aus, dass es in naher Zukunft in der Euro-Zone eine weitere Erhöhung geben wird. Der Markt antwortete mit einem „Knall“, doch nur zu Lasten des EUR, der gegenüber dem GBP und dem JPY 40 Pips verlor, gegenüber dem USD sogar 100 Pips als der Kurs des Dollar auf 1,5780 fiel. Der Freitag war nicht viel besser, als die Zahl für deutsche Firmenaufträge mit einem unerwarteten 1%igen Verlust gegenüber dem Vormonat und 2% unter den Erwartungen gemeldet wurde. So schloss der EUR/USD Kurs letzte Woche bei knapp unter 1,57.
Die 15-Nationen-Währung wird diese Woche voraussichtlich noch ein wenig mehr an Boden verlieren, da für die Euro-Zone nicht so sonderlich günstige Wirtschaftsdaten erwartet werden. Die Zahlen für deutsche Industrieproduktionen, die deutsche Handelsbilanz und die französischen Industrieproduktionen, sowie zwei wichtige Reden von Jean-Claude Trichet stehen an der Spitze der für den EUR wichtigen Woche, in der er versuchen wird weiteren Schaden zu dem der vergangenen Woche zu vermeiden. Overnighttrading hat auch nicht viel gebracht, da der Markt bereits mit einem Fall von 65 Punkten innerhalb der ersten 6 Stunden gegen den Dollar eröffnete.
Für heute erwarten wir Daten von Sentix Investor Confidence und die Zahlen für deutsche Industrieproduktionen sowie Nachrichten vom G8-Gipfel in Japan. Von den Daten von Confidence erwartet man, dass diese unter dem Wert des Vormonats einkommen und die Zahlen für deutsche Industrieproduktionen werden sich höchstwahrscheinlich nur unwesentlich ändern. Falls die Daten schlechter als erwartet ausfallen, wird das nur zur ohnehin fallenden Tendenz des Euro beitragen.
JPY -
Der JPY sah vergangene Woche durchwachsene Ergebnisse, da sich der Fokus der Forex-Händler hauptsächlich auf den EUR und den USD richtete. Die japanische Währung verzeichnete Gewinne gegenüber dem Euro und dem Schweizer Franken, während sich die fallende Tendenz gegenüber Pfund und Dollar fortsetzte.
Die Wirtschaftsnachrichten waren letzte Woche nicht dazu geeignet sich positiv auf den JPY auszuwirken, da auch die wirtschaftlichen Erwartungen für Japan recht mager sind. Die vorliegenden Daten sind gemischt: Tankan Large Manufacturers und Non-Manufacturers Indexe verzeichneten Zuwächse sowohl auf jährlicher als auch auf monatlicher Basis, während Manufacturing PMI, Housing Starts, Average Cash Earnings und Leading Economic Indexe alle negative Ergebnisse verzeichneten. Die BoJ hat ein echtes Problem da Waren- und Materialpreise weltweit steigen und Verbrauchervertrauen fällt. Die japanische Exportwirtschaft ist eng mit dem finanziellen Erfolg des Landes verbunden und damit auch mit dem JPY. Bei dem niedrigen Dollar und den hohen örtlichen Produktionskosten wird es einige Zeit dauern bis die japanische Wirtschaft wieder etwas an Boden gut macht.
Eine verbreitete Theorie besagt, dass überhöhte Währungs-Level die Wirtschaft anspornen und einen inflationären Effekt haben, was zu höheren Zinssätzen führt. Die Offiziellen der BoJ sind jedoch sehr zögerlich was das Erhöhen der Liquidität betrifft, da sie weitere Inflation befürchten.
Für diese Woche werden die Veröffentlichungen weiterer Wirtschaftsdaten für Japan erwartet, die ein Licht auf den Stand der japanischen Wirtschaft werfen dürften. Der M2+CD Money Supply, Household Confidence, Industrial Production, CGPI, Current Account und Core Machinery Orders. Ob all diese Indikatoren den gewünschten Effekt auf den Kurs des JPY haben, oder wie letzte Woche ignoriert werden, liegt in den Händen der Händler.
Rohöl -
Gegen Ende der vergangenen Woche kletterten die Ölpreise auf ein Rekordhoch von $145,85 pro Barrel. Vermutungen zur Folge wird sich die Spannung im Nahen Osten weiter verschlimmern. Die hohen Rohölpreise wirkten sich auf die US-Verbraucher aus: Die Zahl der US-Bürger, die in den letzten drei Jahren über das Feiertags- Wochenende des 4. Juli (US-Nationalfeiertag) mit dem Auto verreisten war noch nie so niedrig. Rekord-Benzinpreise und eine bremsende Wirtschaft zwingen die Verbraucher, ihre Ausgaben zu kürzen. Die US-Benzinnachfrage, die sich normalerweise um diese Jahreszeit steigert, fielen um ein Zehnfaches innerhalb der letzten Woche. Diesen Montag fiel das Öl im asiatischen Raum jedoch unter $144 pro Barrel. Grund dafür war ein leichter Spannungsnachlass in Bezug auf das iranische Atomprogramm. Am Freitag hatte der Iran eine noch nicht veröffentlichte Stellungnahme zu einem internationalen Angebot abgegeben. Dieses Angebot sieht ein Zukommen an Fördergeldern an den Iran vor, sollte das Land seine Urananreicherung aufgeben. Das Atomprogramm des Iran kann entweder zur Produktion von Treibstoff für einen Atomreaktor oder als Material für einen Sprengkopf dienen. Eine positive Antwort könnte den Weg für erneuerte Verhandlungen ebnen, die dazu beitragen den Spannungsaustausch in Hinsicht auf einen möglichen Militäreingriff auf den zweitgrößten Öllieferanten der OPEC seitens Israels oder der USA zu beruhigen. Händler befürchten, dass ein solcher Schlag die ohnehin knappen Ölvorräte zum Erliegen bringen könnte.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines stark ausgeprägten Abwärtstrends, der täglich neue Tiefen erreicht. Die 1,5650-Marke wurde bereits gebrochen und auch das fallende Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart deutet darauf hin, dass eine sich fortsetzende Abwärtsbewegung bevorsteht. Verkaufen könnte für heute eine gute Strategie in Bezug auf dieses Paar lauten, da sich der nächste Richtpreis bereits auf 1,5550 belaufen könnte.
GBP/USD
Heute bildet sich auf der 4-Stunden-Chart eine sehr konkrete Handelsspanne mit Trend abwärts heraus. Dieses Paar wird mittlerweile um die 1,9750-Marke gehandelt. Ein Durchbruch dieser wird eine starke Abwärtstendenz mit einem möglichen Richtpreis von nur 1,9670 bestätigen. Auch hier könnte Verkaufen eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Nach leichtem Abfall hat dieses Paar seine zinsbullische Tendenz wieder aufgenommen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart zeigt deutlich, dass sich noch viel Raum für diese Entwicklung bietet, was auch durch das frisch entstandene Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart untermauert wird. Kaufen wäre hier die richtige Strategie für den heutigen Tag.
USD/CHF
Dieses Paar hat die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,0310 durchbrochen. Alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart weisen deutlich in Richtung einer weiterführenden zinsbullischen Bewegung. Die Bollinger Bands der Stunden-Chart zeigen, dass der Preis seine obere Grenze überschritten hat und signalisieren somit eine Fortsetzung des bestehenden Trends. Der neue Richtpreis dieses Paares könnte sich bei 1,0370 einpendeln.
Die Wild-Card
Gold
Die präzise Handelsspanne für diesen Rohstoff wurde durchbrochen und das Gold befindet sich nun inmitten seines Abwärtstrends. Alle Oszillatoren der Tages- Chart geben den Hinweis, dass die Goldpreise weiter fallen werden. Forex -Händlern bietet sich eine gute Handelsmöglichkeit, wenn sie diesem vielversprechenden Abwärtstrend für sich nutzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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Household Spending







