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Tuesday, 1 Jul 2008

Wird der bevorstehende ISM Index des verarbeitenden Gewerbes den EUR/USD auf die 1,6-Marke bringen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdownupdowndown
Wochentendenzupupdowndownnodown
Resistance1.58302.0080106.951.03200.96400.7960
1.58002.0050106.651.02900.96100.7930
1.57802.0020106.351.02600.95800.7900
Support1.57001.9940105.601.01800.95000.7840
1.56701.9900105.301.01500.94700.7810
1.56401.9870105.001.01200.94300.7780

Wirtschafts News

USD -

Gestern durchlief der USD ein ansteigendes Momentum gegenüber seinen Haupt-Währungsrivalen. Während des gesamten Handelstags zeigte der Dollar positive Trends, insbesondere nachdem der Chicago PMI anstieg und sogar über den Voraussagen lag. Wichtiger noch war der leichte Abfall des Rohölpreises der um die $140 pro Barrel gehandelt wurde. Letzte Woche verzeichnete der USD eine fallende Tendenz und Händler waren begierig auf positive Nachrichten, die dem Dollar wieder auf die Beine helfen könnten, Nachdem der Dollar-Kurs knapp über 1,58 gegenüber dem EUR gelegen hatte, machte er Boden gut und der Handel bewegte sich im mittleren 1,57-Bereich.


Der gestrige positive Dollar-Handel wurde durch die wirtschaftliche Veröffentlichung des Chicago PMI ausgelöst. Dieser Indikator zeigt, dass die Geschäftsaktivitäten im US-amerikanischen mittleren Westen im Juni unerwarteter Weise angestiegen sind, was als Zeichen zukünftigen wirtschaftlichen Wachstums verstanden werden kann. In einem Interview gestern sagte der US-Finanzminister Henry Paulson, dass ein starker Dollar im Interesse der Vereinigten Staaten liege und das er glaube „die langfristigen wirtschaftlichen Grundlagen der USA sind solide“. Zu guter Letzt nahm der USD weiter Schwung auf durch den Abfall des Rohölpreises auf etwa $140 pro Barrel nachdem er gestern zu Beginn des Handels ein Rekordhoch erreicht hatte.


Für heute werden nur wenige wirtschaftliche Veröffentlichungen erwartet. Die wichtigste aus den USA ist der ISM Manufacturing Index (verarbeitendes Gewerbe), von dem erwartet wird, dass er niedriger als der vorangegangene Wert ausfallen wird, was ein negatives Zeichen für die amerikanische Wachstumsrate sein könnte. Gleichzeitig werden die Daten für ISM Manufacturing Prices and Construction Spending (Herstellungskosten und Bauausgaben) bekannt gegeben, beide dürften sich in etwa demselben Bereich bewegen wie die vorangegangenen. Da große Aufmerksamkeit auf dem Wohnungsmarkt liegt wird es interessant sein wie sich die Domestic Vehicle Sales (inländische Fahrzeugverkäufe) entwickeln und man erwartet einen Abfall gegenüber den vorangegangenen Werten. Generell scheint heute kein sonderlich guter Handelstag für den USD zu werden und Händler dürften eine fallende Tendenz für den Dollar verzeichnen.

EUR -

Gestern erlebte der EUR einen interessanten Handel nachdem positive Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht worden waren, jedoch sah der EUR eine leicht fallende Tendenz gegenüber seinen Währungspartnern. Die Veröffentlichung der CPI Flash Estimate und der Italian Prelim CPI übertrafen beide mit positiven Werten die Voraussagen, jedoch wirkten sich kämpferische Aussagen einiger EU-Mitglieder eher negativ auf den Kurs des EUR aus. Der EUR/USD Kreuzkurs fiel während des gestrigen Tages, und der Handel bewegte sich im mittleren 1,57-Bereich gegen Ende des Tages. Dem EUR wurde durch die Aussage des EU-Kommissars für wirtschaftliche und Währungsangelegenheiten, Joaquin Almunia, dramatisch Schaden zugefügt, nachdem dieser gesagt hatte, der EUR sei, wenn er sich um den Wert von $ 1,58 bewege, überbewertet.
Die Inflationsrate für den Juni ist die höchste seit Eurostat in 1997 begann entsprechende Daten zu sammeln. Sie liegt weit über der Zielvorstellung der EZB von ca. 2%, und die EZB ließ durchblicken, dass der Zinssatz am Donnerstag angehoben werden soll um der inflationären Tendenz entgegen zu wirken.


Für heute werden eine Menge wirtschaftlicher Veröffentlichungen erwartet, davon zwei die Deutschland betreffen. Für den größten wirtschaftlichen Bereich innerhalb der Euro-Zone, Deutschland, werden die Einzelhandelsumsätze und Arbeitslosenzahlen mit negativen Zahlen erwartet, beides positive Vorzeichen für den EUR. Der Manufacturing PMI und die Arbeitslosenquote werden auf dem gleichen Level wie zuvor erwartet.
Es scheint, dass heute ein Handel mit steigendem Kurs für den EUR bevorsteht und Händler dürften erwarten, dass der EUR gegenüber dem USD an Boden gewinnt.

JPY -

Der JPY hatte am gestrigen Tag gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Währungsgegnern zu verzeichnen. Das Momentum des Yen wurde größtenteils von den Tendenzen seiner Handelspaare bestimmt. Obwohl zu späterer Stunde recht positive Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden, konnte der Yen kein wirkungsvolles Momentum daraus gewinnen und setzte seinen durchmischten Tageshandel fort. Der gestrige Handelstag begann mit negativen Zahlen in Bezug auf Baubeginne, die niedriger als erwartet ausfielen. Im Laufe des Tages wurden schließlich der Tankan-Index für Large Manufacturers sowie der Tankan-Index für Large Non-Manufacturers angegeben, die wiederum höher waren als prognostiziert. Der Tankan-Bericht wird vierteljährlich von der japanischen Notenbank ausgegeben und gilt als das wichtigste Wirschaftsbarometer des konjunkturellen Befinden Japans, da Hersteller eine entscheidende Rolle in der großen Export-Industrie spielen und das Dienstleistungsgewerbe ein besserer Indikator für die inländische Wirtschaftssituation ist. Dennoch konnte der JPY kein allzu großes Momentum aus den Veröffentlichungen schlagen, zumal der schlechter als erwartete Bericht des Durchschnittseinkommens mit dem Fortschreiten des Tages ins Blickfeld rückte.


Die einzige aus Japan zu erwartende Veröffentlichung für heute ist die jährliche "Monetary Base", die voraussichtlich, im Vergleich zum vorangegangenen negativen Kurs, bis auf einen neutralen Kurs ansteigen wird. Es scheint, als wenn der JPY erneut unter dem Einfluss der Tendenzen seiner Handelsgegner steht. Händler sollten ihr Augenmerk also auf Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa richten, um die Tendenzen des Yens richtig zu deuten.

Rohöl -

Die Ölpreise schwankten gestern und überschritten die Höchstmarke von $143 pro Barrel zum ersten Mal in der Geschichte, bevor sie dann wieder auf $141 pro Barrel zurückfielen und der USD gegenüber dem EUR wieder etwas auf die Füße kam. Eine ganze Reihe an Ereignissen, wie eine schwache Dollar-Währung sowie eine schwache globale Wirtschaftssituation, trieben die Ölpreise in Rekordhöhe. Einflussnehmend darauf waren ebenso Warnstreikdrohungen aus Nigeria und anhaltende angespannte Verhältnisse im Mittleren Osten. Darüber hinaus haben vier führende Analysten aus den USA kürzlich ihre Aussage vor dem Ausschuss für Energie des US-Senats gemacht. Die vier Analysten behaupteten, dass die aktuellen Preissteigerungen des Rohöls ungerechtfertigt seien und die reale Situation des Ölmarktes nicht widerspiegelten. Ihrer Ansicht nach, hätte das Rohöl die $60-Marke pro Barrel nie überschreiten dürfen, denn mithilfe einiger weniger Verordnungen seitens des US-Senats, ließen sich die Ölpreise um die Hälfte reduzieren.

Technische News

EUR/USD

Nach seinem bisherigen starken Aufwärtstrend hat sich dieses Paar mittlerweile um die 1,5750-Marke konsolidiert. Die Tages-Chart lässt erste Anzeichen eines Momentums mit Tendenz fallend erkennen, während die 4-Stunden-Chart trotzdem zinsbullisch verbleibt. Die richtige Strategie könnte heute lautet: Bei Höchstständen verkaufen.

GBP/USD

Die anhaltende dichte Spanne dieses Paares setzt sich fort, ohne bedeutungsvollen Kursausschlag. Die Tages-Chart behält eine leicht abfallende Tendenz bei, bislang ohne merkliche Rückschlüsse. Die Bollinger Bands der Stunden-Charts ziehen an, was darauf schließen lässt, dass ein Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Händlern wird empfohlen, diesen Durchbruch abzuwarten, um beim richtigen Augenblick mitzugehen.

USD/JPY

Die Stunden-Chart zeigt, dass sich dieses Paar nach wie vor in keine bestimmte Richtung bewegt, denn der Chart verbleibt bereits seit zwei Tagen im horizontalen Bereich. Indikatoren der 4-Stunden- und Tages-Chart geben unterschiedliche Signale aus, obwohl sich ein relativ großes positives Momentum abzeichnet. Händler sollten jedoch klarere Anzeichen im Stunden-Bereich abwarten, bevor sie in diesen Markt einsteigen.

USD/CHF

Auf der 4-Stunden-Chart zeichnet sich der Beginn einer aufsteigenden Handelsspanne ab. RSI und Momentum haben beide eine positive Neigung und lassen eine sich fortsetzende zinsbullische Entwicklung erkennen. Der Stochastic Slow kreuzt jedoch die 70er Marke, was ein Anzeichen dafür sein kann, dass dieses Paar leicht in überkauftes Territorium geglitten ist. Den heutigen Richtpreis wird die 1,0220-Marke bilden.

Die Wild-Card

GBP/JPY

Dieses Paar befindet sich seit vier Tagen in einer präzisen Handelsspanne mit Tendenz fallend und einem sehr starken Momentum. Der RSI bewegt sich noch auf höherer Ebene und deutet somit darauf hin, dass noch viel Freiraum für einen Rückwärtstrend existiert. Die Stunden-Chart unterstützt ebenfalls diese Entwicklung, dementsprechend gehemmt ist ein eventueller Aufwärtstrend. Forex -Händlern bieten sich gute Handelsmöglichkeiten mit hohem Gewinnpotential, wenn sie diese anhaltende Abwärtstendenz für sich nutzen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:43 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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