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Monday, 21 Feb 2011

Wird der Euro seinen Aufschwung fortsetzen?

Der bemerkenswerteste Trend der vergangenen Woche war der Kursaufschwung des Euro. Am Freitag gaben Spekulationen, die EZB werde noch im Februar den Leitzinssatz erhöhen, dem Euro erneuten Anschub. Heute werden aus der Eurozone diverse Wirtschaftspublikationen erwartet. Wird der Euro heute seinen Aufschwung fortsetzen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndowndownno
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.37501.631083.950.95401.02000.8500
1.37301.629083.750.95201.01800.8480
1.37001.626083.450.94901.01500.8450
Support1.36401.620082.850.94301.00900.8390
1.36101.617082.550.94001.00600.8360
1.35901.615082.350.93801.00400.8340

Wirtschafts News

USD - Nach einer Woche enttäuschender US Wirtschaftsdaten schloss der Dollar rückläufig

In der vergangenen Woche sank der US Dollar im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Zum Euro fiel der Dollar um 300 Pips und zum britischen Pfund Sterling um 250 Pips. Folglich hat die EUR/USD-Paarung den Wert von 1,3700 überschritten, und die GBP/USD-Paarung handelt nahe dem Wert von 1,6250.

Der Kursrückgang des Dollar zu den meisten der Haupt-Währungen war auf eine Anzahl enttäuschender US Wirtschaftsdaten zurückzuführen. Der Bericht zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen zeigte, dass die weltweite Nachfrage nach US Aktien, Bonds und anderen Finanzaktiva im Dezember zurückgegangen war. Nettokäufe langfristiger Dividendenpapiere, Notierungen und Bundesanleihen beliefen sich im Dezember auf $ 65,9 Mrd. gegenüber $ 85,1 Mrd. im November.

Zudem fielen die Einzelhandelsumsätze in den USA im Januar geringer aus als ursprünglich prognostiziert. Mit nur 0,3% verzeichneten die Käufe den geringsten Zuwachs seit Juni vergangenen Jahres. Großhandelsumsätze in den USA waren stark vom Nachfragerückgang in Baumärkten und Restaurants betroffen.

In der vor uns liegenden Woche dürften die einflussreichsten Wirtschaftspublikationen aus den USA die Berichte über das Verbrauchervertrauen, die Eigenheimverkäufe aus Bestand, die Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter, die Verkäufe von Hausneubauten sowie das vorläufige Bruttoinlandsprodukt sein. Händler sollten diesen Berichten große Aufmerksamkeit zukommen lassen, da jeder von ihnen das Potential hat die Volatilität an den Märkten anzukurbeln. Händler sollten auch bedenken, dass wegen eines nationalen Feiertags in den USA dort heute die Banken geschlossen sind, weshalb beim Dollar mit geringeren Bewegungen zu rechnen ist.

EUR - Zunehmende Risikofreudigkeit lässt Eurokurs im Vergleich zu seinen Rivalen ansteigen

Während der vergangenen Woche verzeichnete der Euro einen Kursanstieg im Vergleich zu den meisten der Haupt-Währungen. Der Euro legte zum US Dollar um rund 300 Pips zu, und folglich überschritt die EUR/USD-Paarung den Wert von 1,3700. Die 17-Nationen-Währung verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um 180 Pips zum japanischen Yen.

Die Stärkung des Euro in der vergangenen Woche erfolgte nach einem Aufschwung an den US Aktienmärkten. Dieser Aufschwung verstärkte die Risikofreudigkeit an den Märkten, was zu erhöhter Nachfrage für höhere Erträge erzielende Anlagen, wie dem Euro und dem britischen Pfund Sterling, führte.

Der Euro wurde auch vom rückläufigen Dollar beeinflusst. Der Dollar schwächelte vergangene Woche, nachdem diverse Wirtschaftberichte belegten, dass sich die US Wirtschaft langsamer erholt als ursprünglich prognostiziert.

Letztlich profitierte der Eurokurs auch von der Aussage Lorenzo Smaghis, einem Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank, dass der Leitzinssatz schon bald erhöht werden könnte um der steigenden Inflation gegenzuwirken.

In dieser Woche sollten Händler besonders den führenden Wirtschaftspublikationen aus Deutschland Beachtung schenken, da jegliche Wirtschaftsdaten aus der größten Wirtschaft der Eurozone den Eurokurs so gut wie immer beeinflussen. Händler sollten auch die Spekulationen hinsichtlich einer möglichen Leitzinssatzerhöhung verfolgen, da diese Spekulationen potentiell den Euro weiter stützen dürften.

JPY - Abnehmende Risikovermeidung schwächt den Yen

Während der vergangenen Woche fiel der Kurs des japanischen Yen im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen. Der Yen fiel um etwa 180 Pips zum Euro und um rund 240 Pips zum britischen Pfund Sterling. Die GBP/JPY-Paarung war in der vergangenen Woche bis auf 135,45 angestiegen.

Der Rückgang des Yen ist auf abnehmende Risikovermeidung zurückzuführen, die durch einen Aufschwung an den US Aktienmärkten ausgelöst wurde, was die Nachfrage für höhere Erträge erzielende Anlagen ankurbelte und die Nachfrage für Safe-Hafen-Währungen, wie dem Yen, schwächte.

Zudem wurde vergangene Woche berichtet, dass die japanische Wirtschaft zum ersten Mal seit fünf Quartalen schrumpfte. Das Bruttoinlandsprodukt sank, auf das Jahr umgerechnet, in den drei Monaten bis zum 31. Dezember um 1,1%. Folgerichtig überholte Chinas Wirtschaft die japanische als zweitgrößte Weltwirtschaftsmacht in 2010.

In dieser Woche sollten Händler die führenden japanischen Wirtschaftspublikationen, wie die Handelsbilanz und die Kernrate des Tokioter Verbraucherpreisindexes beachten. Positive Daten könnten einige der Kursverluste des Yen wieder ausgleichen.

Rohöl - Unruhen im Mittleren Osten lassen Rohölpreis wieder auf $ 91,65 pro Barrel ansteigen

Der Rohölpreis verzeichnete zu Beginn der vergangenen Woche eine rückläufige Tendenz und fiel bis auf $ 83,85 pro Barrel. Dieser Trend kehrte sich jedoch sehr schnell um, und der Rohölpreis stieg bis zum Freitag auf $ 90,95. Zu Beginn dieser Handelswoche setzt der Rohölpreis seinen Aufschwung fort, und Rohöl handelt derzeit nahe dem Wert von $ 91,50 pro Barrel.

Der Rohölpreis stieg an, da die gewalttätigen Ausschreitungen in Libyen eskalierten, was die Befürchtungen verstärkten, dass die Öllieferungen aus dem Mittleren Osten gestört werden könnten. Nach den Protesten in Tunesien und Ägypten hatten sich die Unruhen auf Libyen ausgeweitet, wo der Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi, davor warnte, die Unruhen könnten den Ölwohlstand des Landes gefährden.

In dieser Woche sollten Händler in erster Linie der Entwicklung im Mittleren Osten Aufmerksamkeit schenken. Sollten sich die Proteste fortsetzen und die Unruhen sich gar auf den Iran ausweiten, könnte der Rohölpreis noch weiter ansteigen.

Technische News

EUR/USD

Auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein aufgeprägter zinsbullischer Channel gebildet, in dessen Mitte sich diese Paarung derzeit bewegt. Nichtsdestotrotz zeigt ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart, dass eine rückläufige Korrektur stattfinden dürfte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute als richtige Strategie erweisen.

GBP/USD

Diese Paarung hat mehrere fehlgeschlagene Versuche unternommen den Wert von 1,6260 zu durchbrechen. Da sich derzeit die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart verengen sieht es so aus, als würde ein erneuter Versuch bevorstehen. Sollte das Paar in der Lage sein den Wert von 1,6260 zu überschreiten könnte das eine kräftige zinsbullische Bewegung auslösen. Falls nicht, wird die Paarung heute nur eine moderate Korrektur erfahren.

USD/JPY

Seit die USD/JPY-Paarung bei 83,95 seinen Höchststand erreicht hat fällt sie kontinuierlich ab und handelt derzeit nahe dem Wert von 83,10. Da auch der MACD auf dem 4-Stunden-Chart weiterhin abwärts deutet, sieht es so aus, als werde sich die rückläufige Bewegung der Paarung heute fortsetzen. Zu verkaufen könnte sich heute als richtige Wahl herausstellen.

USD/CHF

Auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein aufgeprägter rückläufiger Channel gebildet, in dessen Mitte sich diese Paarung derzeit bewegt. Da außerdem der Slow Stochastic und der RSI auf dem Tages-Chart rückläufige Signale vermitteln scheint es, als werde die Paarung heute erneut Rückläufigkeit erfahren und hat das Potential den Wert von 0,9320 zu erreichen.

Die Wild-Card

Rohöl

Nachdem der Rohölpreis unter den Wert von $ 84,00 gesunken war stieg er wieder an, und derzeit handelt das Barrel Rohöl nahe dem Wert von $ 91,50. Zudem hat der MACD auf dem Tages-Chart kürzlich einen zinsbullischen Cross auf relativ niedrigem Wert abgeschlossen, was darauf schließen lässt, dass in der Aufwärtsbewegung noch mehr Kraft stecken könnte. Hier könnte sich Forex-Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich einem sehr beliebten Trend anzuschließen. forex

Aktuelle Zeit: 06/04 05:15 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
06/04
09:30EUR+ Sentix Investor Confidence-24.5 -29.1 -3
10:00EUR+ PPI 0.5% 0.3% -1
15:00USD+ Factory Orders-1.5% 0.3% -3
00:30AUD+ AIG Services Index39.6--3
06/05
02:30AUD+ Current Account-8.4B --3
05:30AUD+ Cash Rate3.75% 3.75% -4
05:30AUD+ RBA Rate Statement***5
08:45EUR+ Italian Services PMI42.3 --1
09:00EUR+ Final Services PMI46.5 --1
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