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Friday, 25 Jul 2008
Wird der USD-Kurs wieder umschlagen?
Der US-Dollar hatte gestern gegenüber seinen Währungskreuzen gemischte Ergebnisse zu verzeichnen. Dabei gab es drei wichtige Wirtschaftsveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten. Alle drei Indikatoren hatten einen negativen Einfluss auf den Dollar, jedoch ergaben sich für seine Währungsgegner ebenfalls baissierende Pressemitteilungen, was den Abwärtstrend des UDS wiederum ausglich.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5821 | 1.9947 | 107.58 | 1.0426 | 0.9686 | 0.7998 |
| 1.5798 | 1.9923 | 107.36 | 1.0389 | 0.9658 | 0.7973 | |
| 1.5772 | 1.9898 | 107.12 | 1.0367 | 0.9633 | 0.7951 | |
| Support | 1.5699 | 1.9826 | 106.43 | 1.0295 | 0.9562 | 0.7879 |
| 1.5673 | 1.9801 | 106.21 | 1.0271 | 0.9537 | 0.7855 | |
| 1.5654 | 1.9775 | 105.94 | 1.0242 | 0.9519 | 0.7831 |
Wirtschafts News
USD - Schwache Hausneubautenverkäufe könnten den USD zum Fall bringen.
Der US-Dollar hatte gestern gegenüber seinen Währungskreuzen gemischte Ergebnisse zu verzeichnen. Gegenüber dem EUR wurde der USD innerhalb der Spanne der vergangenen Tage gehandelt, während er gegenüber dem Yen in seinem Wert abfiel. Am gestrigen Handelstag gab es drei wichtige Wirtschaftsveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten. Alle drei Indikatoren hatten einen ziemlich negativen Einfluss auf den Dollar. Während der USD eher nachteilige Nachrichten erleiden musste, ergaben sich für seine Währungsgegner ebenfalls baissierende Pressemitteilungen, was einen Abwärtstrend des UDS wiederum ausglich.
Die Arbeitslosenanträge wurden gestern mit 406.000, über der 400.000-Marke und höher als erwartet gemessen. Auch die Zahl der Existing Home Sales (Verkäufe bestehender Häuser) fiel tiefer als prognostiziert. Zu diesem Thema hielt FOMC (Offenmarktausschuss der US-Notenbank) -Mitglied Geithner vor dem US-Abgeordnetenhaus eine Ansprache. Das Abgeordnetenhaus stimmte über die Verabschiedung einer ganzen Reihe von Gesetzesentwürfen in Bezug auf das Wohnungswesen ab, darunter ein Programm in Höhe von $300 Mrd. zur Refinanzierung sorgenschwerer Hypotheken, eine neue Regelung für die staatlich geförderten Unternehmen Fannie Mae (FNM) und Freddie Mac (FRE) sowie eine Instandsetzung des US-Bundesunterministerium für Wohnfragen. Darüber hinaus wurde der Erdgas-Bericht (Natural Gas Storage Index) veröffentlicht, der wie erwartet ausfiel und keinen bedeutenden Einfluss auf den USD hatte.
Für heute werden wieder eine Reihe von Wirtschaftsdatenveröffentlichungen und in Folge derer Kursschwankungen erwartet. Zu Beginn des Tages stehen die Zahlen der langlebigen Gebrauchsgüter an, die erwartungsgemäß weiterhin negative Werte und einen Rückgang des Wirtschaftswachstums ausgeben werden. Der überarbeitete UoM Consumer Sentiment (Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan), der die wirtschaftliche Verfassung der Verbraucher misst, wird voraussichtlich leicht unter den Zahlen der letzten Erhebung liegen. Für den Dollar jedoch von größerer Bedeutung werden die Verkäufe von Hausneubauten sein, die um 14:00 GMT erwartet werden und ebenfalls unter dem Vormonatswert liegen sollen. Alle Wirtschaftsveröffentlichungen werden für den USD erwartungsgemäß negativ ausfallen. Daher sollten Anleger in Betracht ziehen, den Dollar heute zu verkaufen.
EUR - EUR-Abwärtstrend setzt sich infolge schwacher Wirtschaftsdaten fort
Der EUR hatte gestern gegenüber den meisten seiner Währungsgegner eher negative Tendenzen zu verzeichnen. Während des gesamten gestrigen Handelstages unterlag er Kursschwankungen gegenüber dem USD, nachdem für beide Währungen baissierende Pressemitteilungen veröffentlich wurden. Infolge dessen verlor der EUR auch gegenüber dem JPY und dem CHF an Wert. Die Rating-Agentur Standard and Poor's berichtete, dass der Finanzpolitik der Europäischen Union zwei schwere Jahre bevorstünden, da sich, in Anbetracht der abgeschwächten Weltwirtschaft, Einnahmen reduzierten und Ausgaben ansteigen würden. Des Weiteren stellte der Bericht die Länder Frankreich und Spanien heraus, die voraussichtlich besonders schweren Zeiten entgegensehen. Für das gesamte Jahr 2007 hatte Frankreich es, aufgrund der französischen Regierung, nicht geschafft, das Zielbudget zu erreichen. In Spanien waren die landesweiten Wahlen die Missetäter, die eine Überschreitung der Aufwendungen verursachten.
Der EUR musste gestern einige negative Wirtschaftsdaten verschmerzen. Die größten Tiefschläge stellten dabei der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex sowie der deutsche Geschäftserwartungsindex dar, die beide bedeutend unter den erwarteten Zahlen lagen. Die Indizes des Manufacturing PMI (vgl. Einkaufsmanagerindex) und des PMI Dienstleistungssektor (Services PMI), die aus Frankreich und der EU veröffentlicht wurden, fielen ebenfalls schlechter als prognostiziert aus, was den Anschein erweckt, dass ein Ende dieses Trends noch nicht abzusehen ist.
Für heute werden aus der Eurozone lediglich zwei Veröffentlichungen erwartet, deren Indikatoren voraussichtlich, im Vergleich zu den vorherigen Zahlen, schlechter ausfallen werden: Der deutsche Einfuhrpreisindex wird erwartungsgemäß bei 1% veranschlagt, was einen bedeutenden Rückgang darstellt, sowie die Geldmenge M3, die ebenfalls um weniger als bei der letzten Messung ansteigen soll. Auch wenn die Wirtschaftsdaten der EUR-Währungskreuze zuletzt eher nicht überzeugend waren, könnte der EUR heute erneut einem Abwärtstrend entgegensehen.
JPY - Zinsbullischer JPY erwartet
Der JPY konnte gestern zinsbullische Tendenzen gegenüber seinen Währungskreuzen verzeichnen. Während des Handelstages fiel das USD/JPY-Paar von fast 108 Punkten auf ein gestriges 107-Punkte-Tief. Gegenüber dem EUR brach der JPY sogar bis unter die 168-Marke. Abgesehen davon, dass der JPY von den negativen Wirtschaftsdaten seiner Währungsgegner profitierte, kamen drei wichtige Veröffentlichungen aus Japan, die alle gleichwertig waren und die Erwartungen der Experten sogar übertrafen. Der Tokio- sowie der Nationale Kern-CPI (Verbraucherpreisindex) fielen beide positiv und entsprechend den Prognosen aus, während der CSPI (Corporate Services Price Index), der unter anderem die Veränderungen der Durchschnittspreise von Dienstleistungen für Unternehmen misst, alle Erwartungen übertraf. Dieser Indikator verdeutlicht, dass Japans Kerninflation im Juni, verglichen mit den letzten zehn Jahren, aufgrund von steigenden Benzin- und Lebensmittelpreisen, im Eiltempo angestiegen ist.
Aus Japan werden für heute keine Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten erwartet. Dafür sehen wir so einigen Pressemitteilungen aus den USA und der Eurozone entgegen, die Einfluss auf die Währungsgegner des Yen haben werden. Diese Daten werden erwartungsgemäß überwiegend negativ ausfallen, was Anleger dazu veranlassen könnte, ihr Augenmerk auf weitere zinsbullische Entwicklungen des JPY gegenüber diesen Währungskreuzen zu richten.
Rohöl - Wird das Rohöl seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen?
Die Ölpreise blieben am gestrigen Handelstag stabil. Rohöl schloss bei über $125 pro Barrel, was eine leichte Veränderung verdeutlichte, nachdem es am Vortag seinen Tiefstand der letzten sieben Wochen erreichte. Das Rohöl fiel um nahezu $22 seit seinem Rekordhoch von 147,27 am 11. Juli.
Anleger hatten damit begonnen, Termingeschäfte abzuschließen, nachdem das Rohöl am 23. Juli um mehr als $3.50 pro Barrel fiel. Die US-Rohöl-Bestände gingen an acht der vergangenen zehn Wochen zurück, nachdem Raffineriegesellschaften, aufgrund der hohen Benzinpreise und geringerer Nachfrage, ihre Käufe verzögerten. Anleger sollten die globalen Entwicklungen in Bezug auf die Sorge um Vorräte beobachten und insbesondere den Tendenzen des USD Bedeutung schenken, da dieser sich entscheidend auf die Ölpreise auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar schwankt auf der Tages-Chart zur Zeit um die äußerst starke Widerstandsmarke von 1,5700. Sollte das Paar es schaffen, die 1,5650-Marke zu durchbrechen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich eine starke Abwärtstendenz herausbilden wird, bei einem potentiellen Zielbereich von 1,5500. Die richtige Strategie könnte für heute lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Nach seiner letztlich rückwärtigen Korrigierung, scheint sich dieses Paar nun um die 1,9850-Marke zu konsolidieren. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart lässt jedoch ein zinsbullisches Kreuz erkennen und suggeriert somit die Wiederaufnahme eines allgemein zinsbullischen Trends. Für Anleger könnte es richtig sein, zu kaufen.
USD/JPY
Der starke Abwärtstrend, der hier während der letzten Tage stattfand, scheint weiteres Potential in sich zu haben. Der RSI der 4-Stunden-Chart hatte die 50er Linie überquert, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass dieses Paar weiterhin fallen wird. Auch das Kreuz,Tendenz fallend, das sich um den Slow Stochastic der Tages-Chart herausbildet, unterstützt diese Entwicklungsrichtung. Der nächste Richtpreis könnte bei 106,00 liegen.
USD/CHF
Nachdem dieses Paar die 1,0400-Marke durchbrochen hatte, konnte es seinen Aufwärtstrend nicht wieder aufnehmen. Stattdessen stellte sich eine gemäßigte rückwärtige Korrigierung ein. Der RSI der 4-Stunden-Chart gelang bis über die 70er Linie, was darauf hinweist, dass der Markt „überkauft“ ist und seitdem fällt. Ein fallender Kreuzkurs des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt den bevorstehenden Abwärtstrend. Die richtige Entscheidung für heute könnte lauten: Verkaufen.
Die Wild-Card
Silver
Nachdem das Silber bis auf die 17,05-Marke gefallen ist, konnte es ein zinsbullisches Comeback verzeichnen. Inzwischen sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet und weisen auf ein Fortbestehen dieses Aufwärtstrends hin. Hierbei bietet sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit, einem steigenden Aufwärtstrend zu günstigen Einstiegspreisen beizutreten.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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