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Friday, 27 Jun 2008
Wird der USD einen Abwärtstrend einschlagen
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5830 | 1.9950 | 107.80 | 1.0330 | 0.9670 | 0.8020 |
| 1.5800 | 1.9920 | 107.50 | 1.0300 | 0.9640 | 0.7990 | |
| 1.5770 | 1.9890 | 107.30 | 1.0275 | 0.9610 | 0.7960 | |
| Support | 1.5700 | 1.9820 | 106.50 | 1.0200 | 0.9535 | 0.7880 |
| 1.5670 | 1.9790 | 106.20 | 1.0170 | 0.9505 | 0.7850 | |
| 1.5640 | 1.9760 | 105.90 | 1.0140 | 0.9475 | 0.7820 |
Wirtschafts News
USD -
Der Dollar musste gestern einen Abwärtstrend gegenüber den Hauptwährungen verzeichnen, denn die US-Notenbank konnte nicht überzeugen, dass sie den Zinssatz bis zum Ende des Jahres anheben würde. Diese fallende Tendenz zeichnete sich trotz revidiertem GDP (BIP, Bruttoinlandsprodukt) ab, das eine leichte Verbesserung der Wirtschaft andeutete und Wirtschaftsdaten lieferte, die deutlich werden ließen, dass das Land einen Konjunkturrückgang abwenden konnte.
Die US-Notenbank begründete ihre Entscheidung am Mittwoch, den Leitzins bei 2% zu belassen, mit ihrer Befürchtung in Hinsicht auf eine Inflation und ließ verlauten, dass eine zukünftige Zuwachsrate aller Wahrscheinlichkeit nach erst in den nächsten Monaten in Frage kommen wird. Der Anstieg des BIP um 1% lässt allerdings ein erstes Quartal einer zwar gemäßigt, jedoch wachsenden Wirtschaft erkennen. Diese wird nach wie vor von der Konjunkturschwäche im Wohnungswesen und einer Kredit- und Finanzkrise, die sich auf Unternehmen und Bürger gleichwohl auswirkt und deren Bereitschaft zu Käufen und Investitionen entgegenwirkt, beeinflusst. Darüber hinaus wurde gestern ein Anstieg der Neubautenverkäufe von 2,0% deutlich, mit einem jährlichen Stand von 4,99 Millionen Einheiten im Mai und vorhergehenden 4,89 Millionen Einheiten im Monat April. Ursache dafür war die Preissenkung, die sich aus weniger attraktiven Käufen ergab. Weitere wichtige Nachrichten des gestrigen Tages: Der Ölpreis stieg um 5 US-Dollar und steuert auf die Rekordmarke von 140 US-Dollar zu. Dieser Höchststand wurde erreicht, nachdem darüber berichtet wurde, dass Libyen, aufgrund eines „überlieferten Marktes“, eine eventuelle Minderung der Ölproduktion beabsichtigt. Offiziellen Berichten der OPEC zufolge soll diesen Sommer ein Stand von 170 US-Dollar erfolgen, was den Markt jedoch auch nicht beruhigen konnte. Des Weiteren kletterte der Goldpreis am gestrigen Handelstag auf über $20.
Für heute werden mehrere Wirtschaftsindikatoren aus den USA erwartet: Unter anderem der monatliche Messwert des Kern-PCE-Preisindex mit einem erwarteten Preisanstieg von 0,2% für den privaten Inlandsverbrauch, die Privatausgaben mit einer prognostizierten Zuwachsrate von 0,7%, die Privateinkommen, mit einer Erhöhung um 0,3% und der das revidierte Michigan Sentiment, das bei einer Marke von 56,8 erwartet wird. Händler sollten in Erwägung ziehen, ob die Befürchtungen der US-Notenbank von letztem Mittwoch sowie der gestrigen Entwicklungen in Hinsicht auf Gold und Ölpreise den heutigen Trend beeinflussen oder die positiven Nachrichten von gestern und heute die Tendenzen des USD bestimmen werden.
EUR -
Auch der EUR ließ gestern, im Gegensatz zu den meisten Hauptwährungen, einen Abwärtstrend erkennen. Verglichen mit dem USD, konnte der Euro jedoch ein fast drei-wöchiges Hoch verzeichnen. Obwohl der EUR im Vergleich zum Yen eher fallend war, konnte er dieser geschwächten Währung gegenüber einen Rekordhöchststand vermerken. Die Währung der 15 Nationen kletterte gegenüber dem USD von $1,5664 auf $1,5750 im Laufe des gestrigen Handelstages. Verglichen mit dem JPY fiel der EUR von 169,11 JPY auf 168,29 JPY, inklusive eines Tageshochs von 169,44 JPY. Dieser Preis ist der höchste für dieses Währungspaar seit der Einführung der europäischen Währung. Die Nachrichten des gestrigen Tages veröffentlichten einen deutschen Importindex von 2,4% im Mai, der auf einen Inflationsanstieg der größten Wirtschaftlichkeit der Eurozone als Ergebnis eines erhöhten Erdöl-Preises sowie andere Erdölerzeugnisse hindeutet. Die Angabe der M3-Geldmenge unterschied sich nicht von der vorherigen Veröffentlichung (10,5%). Diese Indikatoren waren jedoch eher belangloser Natur, viel wahrscheinlicher ist, dass die Nachrichten der EUR-Kontrahenten, die gestrigen Trends erzielten.
Heute sehen wir so einigen Ereignissen auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone entgegen: Unter anderem geht es heute um den vorläufigen deutschen Konsumentenpreisindex, der die Inflationsrate misst. Analysten prognostizieren einen Rückgang dieses Konsumentenindex für diesen Monat bei erwarteten 0,3% im Gegensatz zu den vorangegangenen 0,6%. Die letzte Veröffentlichung der Leistungsbilanz am Morgen zeigte einen Stand von -15,3B. Das Verbrauchervertrauen wird erwartungsgemäß auf -16 fallen. Zu guter Letzt hält EZB-Chef Jean-Claude Trichet heute eine Rede beim Treffen der Zentralbanken der Ost-Asien-Pazifik-Region. Hier wird währenddessen eine hohe Volatilität erwartet. Die Ereignisse des heutigen Tages können den Abwärtstrend des EUR weiterhin anhalten lassen.
JPY -
Der JPY konnte gestern einen Aufwärtstrend gegenüber den Hauptwährungen verzeichnen. Im Vergleich zum USD konnte der Yen über 1% zulegen und schloss bei 106,68. Gegenüber der europäischen Währung erreichte der Yen ein Rekordtief von bei 169,44. Insgesamt war der Yen gegenüber dem EUR jedoch Tendenz steigend und schloss bei 168,29. Am gestrigen Tag wurden viele Indikatoren aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt veröffentlicht, die allem Anschein nach Hauptursache für die Aufwärtstendenz des Yen waren: der Tokio Kern-Konsumentenpreisindex stieg von 0,9% auf 1,3%, während der nationale Kern-Konsumentenpreisindex von 0,9% auf 1,5% kletterte. Die Gesamt-Haushaltsausgaben fielen auf -3,2%, anstelle der erwarteten -2,0% und die Arbeitslosenquote bewegte sich nicht von den 4,0% weg. Diese Zahlen verdeutlichen Händlern, dass Japan nach wie vor, aufgrund seiner Bedenken in Hinsicht auf Gewinne, unwillig ist Personal einzustellen. Die japanische Industrieproduktion stieg um 2,9%, anstelle der erwarteten 2,5%. Der Einzelhandelsumsätze erhöhten sich um 0,2%. Dieser Anstieg resultierte in der Zunahme der Benzinpreise und den erhöhten Ausgaben von Lebensmittelkäufen der Verbraucher.
Heute erwarten wir keine Wirtschaftdaten aus Japan. Die Bewegungsrichtung des JPY wird durch die Einflüsse der wichtigen Wirtschaftsdatenveröffentlichungen aus den USA und der Rede von EZB-Präsidenten Trichet bestimmt werden.
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Technische News
EUR/USD
Die negative Neigung des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart weist darauf hin, dass der Abwärtstrend unberührt bleibt. Trotzdem deutet das frisch entfaltete Kreuz unter der 20er Linie an, dass dem Slow Stochastic ein Aufwärtstrend bevorsteht. Ganz im Gegenteil dazu zeigt die Tages-Chart, dass sich dieses Paar momentan immer noch ohne klare Signale innerhalb eines relativ ausgedehnten Bereichs bewegt. Die bevorzugte Strategie für heute lautet: kaufen und dabei enge limits setzen.
GBP/USD
Die Bewegung innerhalb des beschränkten Kanals mit Tendenz steigend auf der Tages-Chart setzt sich fort, während kein bedeutender Durchbruch vermerkt werden kann. Die positive Neigung des täglichen Slow Stochastic weist auf ein Andauern der Abwärtstendenz innerhalb des Kanals hin. Auch hier scheint die richtige Strategie zu sein: Long gehen und enge Stopps definieren.
USD/JPY
Nach einem durchgängigen Momentum mit Aufwärtstrend, deutet die Stunden-Chart auf eine fallende Tendenz hin. Der fallende Einbruch auf der Stunden-Chart ließ ein starkes Abwärts-Momentum entstehen, was dieses Paar eventuell bis zu einem Richtpreis von 106,50 befördern könnte. Der Slow Stochastic des Tages zeigt keine Kreuze, was einen anhaltenden Abwärtstrend bestätigt. Händler sollten heute verkaufen.
USD/CHF
Die Abwärtstendenz bleibt weiterhin bestehen, und das bei aller Deutlichkeit, während sich dieses Paar um die 1,0230-Marke bewegt. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart deutet darauf hin, dass es jedoch genug Potential zur Verbesserung gibt. Der nächste Richtpreis könnte sich auf 1,0200 belaufen. Die beste Wahl für Händler scheint verkaufen zu sein und dabei enge Stopps festzulegen.
Die Wild-Card
Oil
Die Aufwärts-Rallye setzt sich fort und es scheint, als wenn das Öl nicht aufzuhalten sei. Die Oszillatoren der Stunden- und Tages-Chart zeigen weiterhin in Richtung Aufwärtstrend und das Momentum könnte noch stärker ausfallen. Hier besteht eine gute Handelsgelegenheit für Forex -Händler, bei einer starken Tendenz einzusteigen, die noch einiges in sich hat.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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