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Tuesday, 24 Feb 2009

Wird der USD von sinkendem Verbrauchervertrauen betroffen?

Bei auf Rekordtiefs abstürzenden Aktien, gegen alle Regeln verstoßenden Währungsfluktuationen und einem sich im freien Fall befindlichen Rohölpreis scheint es sehr unwahrscheinlich, dass sich das Verbrauchervertrauen in naher Zukunft merklich verbessern wird. Bei der später am Tag erfolgenden Veröffentlichung des Conference Board Berichts über das Verbrauchervertrauen können Händler von negativen Zahlen ausgehen und das bei der Bewertung des Dollarkurses bedenken.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupdownupup
Wochentendenzdownupupupupdown
Resistance1.28041.462396.021.17400.65370.8831
1.27761.459095.701.17040.65150.8811
1.27451.456195.411.16700.64960.8790
Support1.26831.449894.781.16020.64540.8749
1.26511.446994.491.15690.64310.8727
1.26191.444094.181.15410.64090.8705

Wirtschafts News

USD - Dollarkurs steigt während Wall Street taumelt

Während des gestrigen Handels stieg der Dollar im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern, wohingegen Wall Street heftige Verluste hinnehmen musste. Der Dow Jones stürzte um sage und schreibe 250 Punkte ab und fiel auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren. Das geschah, nachdem Regierungsbeamte durchsickern ließen, dass die Regierung möglicherweise Anteile von führenden US-Banken übernehmen werde. Hierbei sollte man nicht vergessen, dass die Aktien von beispielsweise Citigroup und Bank of America im Wert stiegen, nachdem Barack Obama ursprünglich Anlegern versicherte, dass Banken im Privatbesitz bleiben werden.

Der USD verzeichnete verglichen zum EUR kräftige Gewinne, stieg um etwa 185 Punkte und schloss bei 1,2724. Zum JPY stieg der USD um etwa 200 Punkte und schloss bei 94,96. Im Vergleich zum GBP verlor der USD allerdings 31 Punkte um bei 1,4547 zu schließen.

Ein Grund für die Gewinne des Dollar ist darin zu finden, dass Investoren diese Währung als Safe-Hafen betrachten. Das wird sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten auch so fortsetzen, da die Rezession weiterhin die Weltwirtschaft destabilisiert. Die Schwäche des JPY und des EUR, verglichen zum USD, kann mit negativen Nachrichten von diesen beiden regionalen Märkten erklärt werden. Außerdem wird der JPY immer weniger als Safe-Hafen-Währung betrachtet als der der USD. Hinzu kommt auch, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, in einer Rede von der Schwere und der Intensivierung der Rezession sprach, die in den vergangenen Wochen alle Bereiche der Wirtschaft der Eurozone befallen hat.

Für heute dürfte die wichtigste Wirtschaftsveröffentlichung aus den USA der Conference Board Bericht über das Verbrauchervertrauen sein. Dieser wird den Kurs des Dollar im heutigen späteren Handel mitbestimmen. Dabei sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass selbst wenn die US-Daten negativ sein sollten, der Dollar dennoch Stärke zeigen kann, da Investoren in der derzeitigen Rezession den Dollar weiterhin als Safe-Hafen-Währung ansehen.

EUR - Europäische Währung im Abschwung bei sich verstärkender Rezession

Beim montäglichen Handel fiel der Kurs des EUR, als Befürchtungen über eine Beschleunigung der Rezession in der Eurozone ihre Opfer forderten. Der EUR verlor im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner, was auch mit dem gestrigen Rekordabsturz an der Wall Street zusammenhing. Der Handel mit der europäischen Währung verlief in den vergangenen Wochen zunehmend volatil, da die wirtschaftliche Situation die Gesamt-Wirtschaftslage der Eurozone weiterhin schwächt.

Der Hauptgrund für das rückläufige Kursverhalten des EUR war in einer Rede des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) zu finden. Jean-Claude Trichet legte dar, wie schwer die Eurozone seit Beginn der Rezession betroffen sei und deutete an, dass die EZB im März wahrscheinlich den Leitzinssatz ein weiteres Mal senken würde. Der EUR fiel, verglichen zum GBP, um überwältigende 140 Punkte bis auf 0,8739. Die EUR/USD-Paarung schloss gestern, um fast 185 Punkte niedriger, bei 1,2724. Zum JPY jedoch stieg der EUR um 90 Punkte und schloss bei 120,85.

Für heute werden eine Menge Wirtschaftsdaten aus der Eurozone erwartet. Der deutsche IFO Geschäftsklima-Bericht und die Leistungsbilanz werden um 9:00 MGZ veröffentlicht. Sollten die Zahlen besser als erwartet ausfallen, könnte das dem EUR bis zum Ende des heutigen Handels einen Aufwärtsschwung verleihen.

JPY - Yen-Kurs fällt im Vergleich zu Dollar und Euro

Beim gestrigen Handel verzeichnete der Yen Verluste im Vergleich zu all seinen Haupt-Währungspartnern. Dafür gab es verschiedene Gründe. Hauptsächlich lag es daran, dass sich die japanische Wirtschaft in alarmierender Rate im Abschwung befindet und dass die weltweite Rezession ihre Opfer fordert. Der Yen fiel am Montag, verglichen zum USD, um 200 Punkte bis auf 94,96. Zum EUR verlor der JPY 90 Punkte und schloss bei 120,85.

Für heute werden aus Japan nur wenige neue Wirtschaftdaten erwartet. Das wichtigste könnte dabei die für 23:50 MGZ vorgesehene Veröffentlichung der japanischen Handelsbilanz sein. Dieses dürfte voraussichtlich beim späteren Handel den Kurs des JPY beeinflussen. Es wird jedoch bereits vor der Veröffentlichung zu großen Aktivitäten am Devisenmarkt kommen. Diese werden von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA, Großbritannien und der Eurozone hervorgerufen. Wenn sich die Entwicklung des JPY so fortsetzt, könnte der USD/JPY-Kurs beim morgigen Handel den Wert von 96,00 überschreiten. Des Weiteren ist anzunehmen, dass der Kurs des Yen, verglichen zu seinen Haupt-Währungspartnern, auf einen neuen Tiefststand absinken wird, falls in den kommenden Wochen noch mehr negative Wirtschaftsdaten aus Japan kommen werden.

Rohöl - Ölpreis stürzt aufgrund sinkender Nachfrage

Beim gestrigen Handel stürzte der Preis für Rohöl um $2,31 auf $38,01 pro Barrel ab, da die OPEC voraussagte, dass die Nachfrage schneller sinken würde, als das Kartell die Produktion drosseln könne. Die OPEC hat die Produktion seit September bereits um mehrere Millionen Barrel pro Tag gedrosselt und wird beim Treffen im März wahrscheinlich weitere Drosselungen beschließen. Einer der Hauptfaktoren die die Volatilität des Ölpreises beeinflussen ist die US-Wirtschaft. Offenbar besteht die einzige Möglichkeit für eine Mini-Erholung des Ölpreises darin, dass die USA der Rezession robust widerstehen können. Dem stehen jedoch die bekannten Fakten entgegen.

Bei über 500.000 Amerikanern die Monat für Monat ihren Arbeitsplatz verlieren, dem Zusammenbruch der Automobilindustrie und dem fortdauernden Schließen von Fabriken in den USA, scheint es mehr als unwahrscheinlich, dass sich der Rohölpreis erholen wird, zumindest was die nächsten Wochen betrifft. Das gilt insbesondere, da auch Japan, China und die Eurozone zunehmend die Auswirkungen der weltweiten Rezession zu spüren bekommen. Es scheint, als würden, auf kurze Sicht gesehen, nur tägliche US-Vorratszunahmen oder eine Kette positiver Wirtschaftsdaten aus den USA den Ölpreis wieder steigen lassen. Langfristig sollten sich Händler auf eine Fortsetzung des stetigen Ölpreisverfalls einstellen.

Technische News

EUR/USD

Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart zeigt ein vermutlich bevorstehendes zinsbullisches Cross, was auf eine baldige Aufwärtskorrektur hindeutet. Es kann sich jedoch auf dem Slow Stochastic des Stunden-Chart ein rückläufiges Cross bilden, was das Gegenteil bedeuten könnte. Das Wochen-Momentum scheint sich zu nivellieren, was bedeutet, dass es dem Paar derzeit an einer klaren Ausrichtung mangelt. Für heute dürfte es die richtige Wahl sein ein klareres Signal abzuwarten.

GBP/USD

Der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart zeigt ein vermutlich bevorstehendes rückläufiges Cross, was auf eine baldige Abwärtskorrektur hindeutet. Da der Kurs auf dem RSI des 4-Stunden-Chart sich dem überkauften Bereich nähert erscheint eine bevorstehende Abwärtskorrektur mehr als wahrscheinlich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.

USD/JPY

Diese Paarung unterliegt seit jüngstem einem anhaltenden Aufwärtstrend. Bei einem Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart, der ein sich kürzlich gebildetes rückläufiges Cross anzeigt und dem Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart der eine Abwärtskorrektur bevorstehen sieht, dürfte diese in der Tat in naher Zukunft eintreten. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die bevorzugte Strategie sein.

USD/CHF

Nach dem heftigen Absturz am Freitag bewegt sich diese Paarung nunmehr in einer anhaltenden Aufwärtsbewegung. Bei einem Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart, der ein sich kürzlich gebildetes rückläufiges Cross anzeigt dürfte eine Abwärtskorrektur bevorstehen. Jedoch zeigen die meisten anderen Oszillatoren keine klare Ausrichtung. Abzuwarten wie die Kurskorrektur verläuft und dann bei Niedrigständen zu kaufen könnte heute möglicherweise die richtige Strategie sein.

Die Wild-Card

Rohöl

Der RSI auf dem Stunden-Chart zeigt, dass sich der Preis dieser Ware vermutlich im überkauften Bereich bewegt, was auf eine Aufwärtskorrektur später am Tage hindeuten könnte. Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart scheint sich zudem ein zinsbullisches Cross zu bilden, was diese Annahme bestätigt. Forex -Händler sollten eine Preisnivellierung dieser Ware abwarten und dann den Zeitpunkt der Aufwärtskorrektur antizipieren, um bei der bevorstehenden Preisbewegung große Gewinne einzustreichen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:49 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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