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Tuesday, 3 Aug 2010
Wird der USD weiter fallen?
Der gestrige Handel war von einem neuen globalen Konjunkturoptimismus geprägt. Dies brachte europäischen Währungen wie Euro und Pfund Sterling Auftrieb, während Safe-Havens wie US-Dollar und Japans Yen etwas nachgaben. Steigende Aktienmärkte brachten frischen Risikoappetit an die Märkte. Auch am heutigen Dienstag stehen wieder wichtige Konjunkturdaten auf dem Wirtschaftskalender. Abzuwarten ist, ob der Euro weiterhin im Aufwind bleibt.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3250 | 1.5960 | 87.20 | 1.0460 | 0.9195 | 0.8375 |
| 1.3230 | 1.5940 | 87.00 | 1.0440 | 0.9175 | 0.8355 | |
| 1.3200 | 1.5910 | 86.70 | 1.0410 | 0.9145 | 0.8325 | |
| Support | 1.3140 | 1.5850 | 86.10 | 1.0350 | 0.9085 | 0.8265 |
| 1.3110 | 1.5820 | 85.80 | 1.0320 | 0.9055 | 0.8235 | |
| 1.3090 | 1.5800 | 85.60 | 1.0300 | 0.9035 | 0.8215 |
Wirtschafts News
USD - US-Dollar verliert angesichts steigendem Risikoappetit
Am gestrigen Montag gab der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Dabei wertete der USD um nahezu 120 Punkte gegen den EUR und um 150 Punkte gegen das Pfund Sterling ab. Das Währungspaar EUR/USD handelt mittlerweile nahe der Marke von 1,3180.
Als Ursache für diese Kursentwicklungen gilt das überraschend positiv ausgefallene Ergebnis zum nationalen Index der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe in den USA. Dieser ist im Juli von 56,2 auf 55,5 Zählern zurückgegangen und lag damit noch über den Konsensschätzungen von 54,2 Punkten.
Eine Notierung oberhalb von 50 Punkten bedeutet, dass sich der Index im Wachstumsbereich befindet. Anleger richteten ihre Anlagestrategien wieder auf risikoreiche Währungen wie EUR und GBP aus. Die Dollar-Schwäche könnte den Euro noch einige Zeit stützen, so Marktbeobachter. Die für heute zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus den USA liefern möglicherweise den nächsten Hinweis für die gegenwärtig kriselnde US-Konjunktur.
Dazu zählen: Schwebende Hausverkäufe, Persönliche Ausgaben und Einkommen sowie der Auftragseingang der Industrie. Ausschlaggebend für viele Händler ist dabei zuerst genannter Indikator der ausstehenden Hausverkäufe. Der Index spiegelt die Verkaufszahlen bestehender Immobilien in den USA sowie die Anzahl der zum Verkauf stehenden Häuser und die Dauer der Monate, die sie frei zum Verkauf standen, wider. Die Prognosen belaufen sich auf einen Anstieg um 0,5% für den Monat Juli. Sollte das Ergebnis tatsächlich positiv ausfallen, wird der Dollar seine Talfahrt voraussichtlich fortsetzen.
EUR - Euro handelt nahe 3-Monatshoch gegen Dollar
Deutlich wertete die Gemeinschaftswährung am Montag gegenüber vielen Hauptwährungen auf. Zum USD ergab sich ein Kursanstieg von 120 Punkten. EUR/USD markierte damit gestern ein neues 3-Monatshoch. Zum japanischen Yen zog der Euro um nahezu 100 Punkte an.
Die jüngste Euro-Rallye geht mit den steigenden Aktienkursen weltweit und einer erhöhten Nachfrage nach Risikoanlagen einher. Zum wiederholten Male gewinnt die europäische Einheitswährung mit wachsendem Risikoappetit.
Der EUR profitiert aktuell nicht nur von einer besseren Marktstimmung, sondern auch von soliden fundamentalen Daten aus dem Euroraum. Das Währungspaar EUR/USD kletterte zwischenzeitlich auf ein Tageshoch bei 1,3191, nachdem die Einkaufsmanagerindizes aus Europa die Marktteilnehmer positiv überraschten. Mit insgesamt guten Ergebnissen im verarbeitenden Gewerbe innerhalb der Eurozone bleibt der jüngste Konjunkturoptimismus zunächst erhalten. Die Indizes der stärksten Mitgliedsländer verbleiben oberhalb der 50er Marke und weisen damit auf eine beständige Expansion im Industriesektor.
Auch aus der Eurozone werden heute interessante Indizes erwartet. Händler sollten die Erzeugerpreise für Juni in der Eurozone gut im Auge behalten. Hier wird der Wert sowie Wechsel aller Güter und Dienstleistungen, die von Personen innerhalb der Eurozone erbracht worden sind, gemessen. Die Prognosen belaufen sich im Vormonatsvergleich auf +0,4%. Möglicherweise ergeben sich für die europäische Gemeinschaftswährung zusätzliche Aufwärtstendenzen, bleibt die Risikobereitschaft am Markt weiterhin hoch.
JPY - Risikoappetit belastet Yen gegenüber Hauptwährungen
Am gestrigen Montag wertete Japans Yen gegen die meisten Hauptwährungen ab. Dabei näherte sich der JPY einem neuen 11-monatigen Tief zum EUR und rutschte zusätzlich um 150 Punkte gegen das Pfund Sterling ab.
Im asiatischen Handel am Dienstagmorgen konnte der japanische Yen gegenüber EUR und USD jedoch schon wieder zulegen. USD/JPY fiel vom Tageshoch bei 86,63 auf bei 86,26. Gleichzeitig rutschte EUR/JPY bis unter die 114er-Marke. Das Cross gab im Handelsverlauf nahezu 50 Punkte ab und markierte ein Tagestief bei 113,58.
Insgesamt behält der Safe-Haven-Status des Yen trotz jüngster Entwicklungen seine Gültigkeit am internationalen Markt. Die Inselstaatwährung stellte auch in den vergangenen Handelstagen ihre Stärke unter Beweis.
Händler sollten ihr Augenmerk heute auf die japanischen Aktienmärkte richten. Hier bleibt es interessant, wie landeseigene Konjunkturdaten aus Japan mit den Bewegungen auf den Aktienmärkten in Bezug auf die jüngste Kursentwicklung des JPY interagieren.
Rohöl - Rohöl erreicht $81,70-Marke pro Barrel
Nach den deutlichen Gewinnen vom Vortag bleiben die Ölpreise im asiatischen Handel am Dienstag nahezu unverändert. Der Preis für ein Barrel der Referenzsorte WTI zur Auslieferung im September kostete $81,35 und damit $0,01 mehr als zu Handelsschluss am Montag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zog ebenfalls um $0,01 auf $80,83 an. Rohöl erreicht somit wieder zum ersten Mal in 3 Monaten das $80,00-Niveau, nachdem der Rohstoff am Montag eine Kursaufwertung von 300 Punkten verzeichnete.
Viel versprechende globale Konjunkturdaten und eine neue Euro-Stärke hatten die Ölpreise zum Wochenauftakt beflügelt und die Preise kletterten nach positiv aufgenommenen Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone um mehr als $2,00 in die Höhe. Darüber hinaus haben die über den Erwartungen liegenden Quartalsausweise von Unternehmen wie HSBC Holdings die Stimmung an den Märkten gehoben, so Händler.
Anleger vermuten, dass die Nachfrage nach Rohöl angesichts des jüngsten Konjunkturoptimismus steigen könnte. Solange die USA und die Eurozone positive Konjunkturdaten liefern, erhalten die Ölpreise voraussichtlich weiterhin Auftrieb.
Rohstoff-Händler sollten am heutigen Handelstag Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, die gegenwärtig den größten Einfluss auf den Ölkurs zu nehmen scheinen. In erster Linie ist dabei auf den Bericht zu den ausstehenden Hausverkäufen in den USA zu achten. Hier könnten positive Zahlen das Anlegervertrauen stützen und somit auch den Ölpreisen neue Impulse bringen.
Technische News
EUR/USD
In den letzten Handelstagen ergaben sich für EUR/USD deutliche Aufwärtstendenzen. Die technischen Indikatoren signalisieren jedoch, dass sich möglicherweise schon bald eine Trendwende einstellt. Beispielsweise deutet der Slow Stochastic der Tages-Chart auf einen sich ankündigenden rückläufigen Umschwung. Ein Abwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich noch heute auszahlen.
GBP/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im überkauften Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung. Die fallende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Sobald die Überwindung des unteren Bereichs der Handelsspanne vollzogen ist, könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Währungspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
USD/CHF
Auch hier gibt die 4-Stunden-Chart uneinheitliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch kreuzt der Slow Stochastic auf der der Tages-Chart aufwärts, was bereits in unmittelbarer Zukunft eine Kurskorrektur nach oben vermuten lässt. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Ölpreise sind gestern deutlich gestiegen und erreichten die Marke von $81,70 pro Barrel. Technisch gesehen bewegt sich der RSI der 8-Stunden-Chart jedoch mittlerweile im überkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, noch vor der Kurskorrektur zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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