| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Friday, 5 Dec 2008
Wird heutiger ADP-Arbeitmarktbericht den USD-Kurs schwächen?
Heute sollten USD-Anleger ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung des ADP-Arbeitmarktberichts, exklusive der Landwirtschaft, richten. Laut Prognose wird hier ein Rückgang von 320.000 Arbeitsplätzen für den Monat November innerhalb der US-Wirtschaft erwartet. Diese Zahlen werden starken Einfluss auf den USD nehmen und könnten das Kurspaar EUR/USD bis knapp über 1,2800 bringen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2845 | 1.4750 | 93.05 | 120.75 | 0.6530 | 0.8785 |
| 1.2825 | 1.4730 | 92.85 | 120.55 | 0.6510 | 0.8765 | |
| 1.2795 | 1.4700 | 92.55 | 120.25 | 0.6480 | 0.8735 | |
| Support | 1.2735 | 1.4640 | 91.95 | 119.65 | 0.6420 | 0.8675 |
| 1.2705 | 1.4610 | 91.65 | 119.35 | 0.6390 | 0.8645 | |
| 1.2685 | 1.4590 | 91.45 | 119.15 | 0.6370 | 0.8625 |
Wirtschafts News
USD - Hohe Arbeitslosigkeit und schlechte ADP-Ergebnisse könnten USD schaden
Der US-Dollar hatte am Donnerstag gegenüber den Hauptwährungen heftige Verluste zu verzeichnen. Dieser Abwärtstrend ergab sich trotz Leitzinssenkungen einiger Zentralbanken Europas als Maßnahme zur Bekämpfung der aktuellen Finanzkrise. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of England (BoE), als auch Schwedens Riksbank setzten ihren Zinssatz herab, was dem USD jedoch keinen Vorteil brachte. In der Vergangenheit konnten Marktteilnehmer beobachten, wie EUR und GBP ihren Reiz für die Anleger verlierten, nachdem Leitzinssenkungen in Europa und Großbritannien erfolgten, da der Carry Trade-Vorteil dieser Währungen zum Dollar abnahm.
Der USD verlor gestern überraschenderweise an Boden und wurde bei 1,2846 zum EUR gehandelt. Am Vortag schloss die US-amerikanische Währung noch bei 1,2676. Auch zum JPY rutschte der USD etwas ab und notierte am Donnerstag bei 92,04. Enttäuschende Zahlen des US-Arbeitsmarktes trugen ihren Teil zu den jüngsten Abwärtstendenzen des USD bei. 500.000 Anträge waren auch in der vergangenen Woche wieder eingegangen. Experten erwarten einen erneuten Anstieg in den kommenden Monaten, da der globale Wirtschaftsabschwung Unternehmen vermehrt dazu zwingt, Arbeitsplätze zu kürzen. Darüber hinaus nahmen auch die negativen Ergebnisse der Auftragseingänge für die Industrie ihren Einfluss auf den USD. Zum Vormonat waren diese um 5,1% zurückgegangen. Dies war der stärkste Rückgang seit Juli 2000. Erwartet hatten Analysten eine Verschlechterung von lediglich 4%.
In seiner Ansprache zum Thema Wohnungsbaufinanzierung sprach sich US-Notenbankchef Ben Bernanke dafür aus, deutlichere Maßnahmen im Kampf gegen die anhaltende Krise des US-Immobiliensektors vorzunehmen. Diese gelte als Auslöser für den heftigen Konjunkturabschwung der US-amerikanischen Wirtschaft. Viele Experten erwarten, angesichts der vorherrschenden Rezession, in Zukunft eine weitaus aggressivere Politik in Form privater Kreditvergaben seitens der US-Notenbank. Auch Bernanke hatte sich den deutlichen Leitzinssenkungen der europäischen und britischen Zentralbanken in den vergangenen Monaten angeschlossen. Es wird darüber spekuliert, dass Bernanke eine Senkung seines Leitzinses um weitere 0,5% beim nächsten Fed-Meeting am 15.-16. Dezember in Betracht ziehen wird.
Für heute bleibt die wichtigste Veröffentlichung um 13:30 Uhr MGZ der ADP-Arbeitsmarktbericht, Beschäftigung exklusive Agrar. Laut Prognose wird hier ein Rückgang von 320.000 Arbeitsplätzen im Monat November für die US-Wirtschaft erwartet. Sollte das Ergebnis tatsächlich den Voraussagen entsprechen, würde dies bestätigen, dass sich die US-Wirtschaft seit Dezember 2007 in einer Rezession befindet. Die Zahlen werden starken Einfluss auf den USD nehmen und könnten das Kurspaar EUR/USD bis knapp über 1,2800 bringen.
EUR - EUR mit Kursschwankungen als Antwort auf Leitzinssenkung
Die überraschend große Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) von 0,75 Basispunkten machte gestern deutlich, dass die EZB derzeit alles daran setzt, die Wirtschaftsaktivität der Eurozone anzukurbeln. Zinsbullische Tendenzen des EUR gegenüber den Hauptwährungen waren im direkten Anschluss an die Zinssatzreduzierung zu erkennen. EUR/USD wurde bei $1,28 gehandelt, fast 3 Cent höher als zu Handelsschluss des Vortages bei $1,2550. Das Kurspaar EUR/GBP kletterte bis auf ein neues Rekordhoch von 87,25. Laut Experten war diese Entwicklung auch auf die zunehmenden Spekulationen zurückzuführen, dass sich Großbritannien dem EUR in Zukungt anschließen könnte.
Nach Bekanntgabe der EZB-Leitzinssenkung, warnte Präsident Jean-Claude Trichet erneut vor der Gefahr eines langwierigen Konjunkturabschwungs. Für das kommende Wirtschaftsjahr nahm die EZB ihre Wachstumsprognosen sowie ihre Inflationsvorhersagen zurück. Die Wirtschaftsaktivität würde demnach bestenfalls stagnieren, voraussichtlich jedoch schrumpfen. Die Teuerungsrate sieht sie bei unter 2%. Die Gefahr einer Deflation sieht Trichet allerdings nicht. Sollte sich eine solche überraschend einstellen, gehen Experten davon aus, dass sich die Chancen einer Erholung der Eurozonen-Wirtschaft bis zur zweiten Hälfte 2009 reduzierte.
Heute erwartet die Marktteilnehmer lediglich ein wichtiger Indikator aus der Eurozone. Um 11:00 Uhr MGZ veröffentlicht das Bundeswirtschaftsministerium seinen Bericht zu den Auftragseingängen. Experten erwarten einen Anstieg um 0,4% gegenüber dem Rückgang im Vormonat um 8,0%. Die Zahlen umfassen die Auftragseingänge, Auslieferungen, Auftragsrückstellungen und Lagerbestände heimischer Hersteller für langlebige Wirtschafts- sowie Verbrauchsgüter. Dieser Frühindikator weist auf den Zustand der Gesamtwirtschaft in Europa hin. Anleger sollten derzeit jede politische Ansprache aus der Region aufmerksam verfolgen, die den EUR-Kurs beeinflussen kann.
JPY - JPY reagiert auf Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone
Japans Währung erholte sich gestern und brachte das Kurspaar EUR/JPY bis auf 117,96, nachdem der Yen zunächst am frühen Donnerstag Morgen an Boden gegenüber dem EUR verlor. Anschließend verzeichnete der JPY im weiteren Handelsverlauf einen Wertzuwachs zum USD. Dies war eine Reaktion auf die fallenden Aktienmärkte und die anhaltende Sorge der Marktteilnehmer um die globale Finanzkrise, die die Anleger dazu veranlasst,sich dem "sicheren" Yen zuzuwenden. In den vergangenen Jahren konnten Investoren beobachten, wie eine äußerst geringe Zinsrate in Japan, den JPY-Wert niedrig hielt und von Anlegern dazu genutzt wurde, gewinnbringende Positionen zu finanzieren. Angesichts der globalen Leitzinssenkungen, die in den vergangenen Monaten weltweit vollzogen wurden, scheinen diese Carry Trades für die Marktteilnehmer in einem deutlich weniger attraktiven Licht zu stehen.
Heute bleibt Japan vom Wirtschaftskalender abwesend. JPY-Trends werden voraussichtlich von den Entwicklungen in Europa und den Vereinigten Staaten bestimmt. Experten erwarten heute einen volatilen Börsengang sowohl für USD als auch EUR und entsprechende Auswirkungen auf die Kurspaare und Crosse mit dem JPY. JPY-Anleger sollten demnach Veröffentlichungen aus den USA und der Eurozone im Auge behalten, insbesondere den ADP-Arbeitmarktbericht der Amerikaner zum weiteren Tagesverlauf.
Rohöl - Ölpreis bis zum nächsten OPEC-Treffen Mitte Dezember auf Talfahrt
Die gestrige Senkung der Zinsraten durch die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Bank of England (BoE) bestätigten die Angst der Anleger, dass der konjunkturelle Abschwung die Energienachfrage weltweit mindert. Über 6% stürzte der Ölpreis gestern und erreichte ein neues Rekordtief innerhalb der letzten vier Jahre bei $43,80 pro Barrel.
Experten führten diesen Preisfall auf die sich verstärkenden Sorgen der Marktteilnehmer zurück, die mittlerweile davon überzeugt sind, dass sich dieser Abwärtstrend bis ins kommende Jahr fortsetzen wird. Auch die Auftragseingänge der US-Industrie für den Monat Oktober waren gestern zum dritten Mal in Folge zurückgegangen und spiegeln eine nachlassende Nachfrage sowohl im eigenen Land als auch in Übersee wider.
Die Organisation erdölexportierender Länder, OPEC, konnten sich bei ihrem Treffen am vergangenen Wochenende in Kairo, Ägypten, nicht zu einer Drosselung ihrer Fördermengen durchringen. Experten erwarten demzufolge einen anhaltenden Preisrutsch bis zur nächsten OPEC-Konferenz, die für den 17. Dezember in Algerien angesetzt ist.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar testet derzeit das äußerst wichtige Widerstandslevel von 1,2800 und steht kurz davor dieses auch zu überwinden. Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart sind äußerst zinsbullisch. Der Durchbruch scheint unmittelbar bevorzustehen. Eine gute Strategie könnte heute lauten: den zinsbullischen Durchbruch abzuwarten, um anschließend dem Markt beizutreten.
GBP/USD
Die Handelsspanne dieses Paares verdichtet sich kontinuierlich, während keine deutliche Ausrichtung zu erkennen ist. Auf der Tages-Chart sind allerdings erste Anzeichen eines Abwärtsmomentums zu beobachten. Der Slow Stochastic wiederum zeigt keine Crosse an, während der RSI im 50-Bereich schwankt. Auch die Bollinger Bands verengen sich, während ein Durchbruch in eine der beiden Richtungen bevorstehen könnte. Eine gute Strategie ist möglicherweise auch hier, auf eindeutigere Signale zu warten, um anschließend dem Markt beizutreten.
USD/JPY
Für USD/JPY ist ein neu entstandenes abwärts gerichtetes Momentum innerhalb einer äußerst rückläufigen Handelsspanne zu erkennen. Auf der Tages-Chart bewegen sich Slow Stochastic und RSI unter der 50-Marke, was darauf hindeutet, dass sich die Abwärtstendenzen bald auch auf der Tages-Chart abzeichnen könnten. Der nächste Richtpreis liegt demnach eventuell bei 90,00.
USD/CHF
Allem Anschein nach ist das rückläufige Momentum zurück, nachdem die Überwindung der 1,2200-Marke fehlgeschlagen hat. Auf der 4-Stunden-Chart lässt sich das Abwärtsmomentum zunehmend erkennen, während der RSI der Tages-Chart diese Tendenz bestätigt. Der nächste Richtpreis könnte hier bei 1,0900 festgelegt werden.
Die Wild-Card
Gold
Mittlerweile wurde die Unterstützungsmarke von 780,00 überwunden. Aktuell befindet sich Gold auf dem Abwärtstrend. Die Bollinger Bands der Tages-Chart erweitern sich, was auf eine zunehmende Volatilität hinweist. Anleger können damit rechnen, schon bald eine rückläufige Anordnung zu sehen. Der nächste Richtpreis könnte bei $750 pro Feinunze ausgegeben werden. Dabei bietet sich
Forex -Anlegern möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, bei einem verhältnismäßig gewinnbringenden Abwärtstrend zu verkaufen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







