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Monday, 19 Apr 2010
Wird Rohöl weiter fallen?
In der letzten Woche ergab sich für Rohöl ein ausgeprägt volatiler Handel. Nachdem der Rohstoff die Marke von $86,60 pro Barrel erreicht hatte, setzte ein deutlicher Abwärtstrend ein. Das Barrel Rohöl kostet aktuell $83,30. Zur gleichen Zeit korrigiert der USD gegenwärtig einen Teil seiner Kursverluste gegen den EUR aus der vergangenen Handelswoche. Beide Trends sind miteinander in Beziehung zu setzen. Werden sich die vorgenannten Entwicklungen auch in dieser Woche fortsetzen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3555 | 1.5355 | 93.00 | 1.0750 | 0.9290 | 0.8925 |
| 1.3520 | 1.5320 | 92.65 | 1.0715 | 0.9260 | 0.8890 | |
| 1.3490 | 1.5285 | 92.30 | 1.0680 | 0.9225 | 0.8860 | |
| Support | 1.3430 | 1.5215 | 91.70 | 1.0615 | 0.9160 | 0.8790 |
| 1.3400 | 1.5180 | 91.40 | 1.0585 | 0.9130 | 0.8760 | |
| 1.3370 | 1.5150 | 91.05 | 1.0550 | 0.9100 | 0.8730 |
Wirtschafts News
USD - USD korrigiert Kursverluste gegen EUR
Der USD schloss in der letzten Handelwoche uneinheitlich. Zu Wochenbeginn ergaben sich zunächst deutliche Kursverluste gegen den EUR. Diese wurden jedoch mittlerweile nahezu vollständig ausgeglichen. Auch zum Pfund Sterling schloss der USD fester. Zum japanischen Yen wiederum konnten Abwärtstendenzen beobachtet werden.
Ursache für den kräftigen Kursabfall gegen den EUR zum Wochenstart, war die Einigung der EU-Minister auf einen Rettungsplan für Athen. Nach wochenlangen Diskussionen stimmten die Euro-Länder einem Hilfsprogramm für Griechenland zu und versprachen ihre Unterstützung für das hoch verschuldete Mitgliedsland. Folglich stabilisierte sich der EUR und wertete entsprechend stark gegen die Hauptwährungen auf. Im weiteren Wochenverlauf konnte der USD die Kursverluste gegen den EUR aufgrund überaus positiver US-Konjunkturdaten wieder ausgleichen. Der US-Einzelhandelsumsatz war im März um 1,6% angestiegen und lag dabei über den Erwartungen von 1,1%. Allem Anschein nach haben die US-Bürger erneut Vertrauen in die staatliche Wirtschaftspolitik erlangt und konsumieren mehr als in den vergangenen Monaten. Darüber hinaus wurden im März laut aktuellem Bericht 685.000 Genehmigungen für neue Wohnhäuser gezählt. Im Vormonat wurden in den USA 637.000 Baugenehmigungen erteilt. Angesichts der Tatsache, dass die Immobilienbranche in den Vereinigten Staaten als einer der Katalysatoren der Finanzkrise gilt, stützen Optimismus versprühende Daten aus dem Bereich des Wohnungswesens stets die US-Währung. Somit gaben die positiven Zahlen aus dem Wohnsektor dem Dollar Auftrieb.
In dieser Woche stehen wieder einige interessante Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Wichtigste Indikatoren darunter: Erzeugerpreisindex, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, US-Verkäufe bestehender Häuser, Verkäufe von Hausneubauten und Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter. Analysten zufolge sollen die Konjunkturdaten aus den USA weiterhin positiv ausfallen. Dies könnte dem USD weiterhin Stärke verleihen.
EUR - EUR rutscht gegen Hauptwährungen ab
In der vergangenen Woche ergab sich für den EUR ein äußerst volatiler Handel. Zu Wochenstart legte die europäische Gemeinschaftswährung ordentlich gegenüber den Hauptwährungen zu. Bis zum Freitagshandel wiederum ergaben sich rückläufige Kurskorrekturen, die den Kursgewinnen ein Ende setzten und diese darüber hinaus ausglichen. Aktuell wertet der Euro gegen Dollar und Yen ab.
Ein Rettungsplan für das krisengeschüttelte Griechenland hatte die Einheitswährung in den ersten Handelstagen kräftig gestützt. Nach langem Hin- und Her hatten die Euro-Länder ihre Hilfsprogramm für die Griechen verabschiedet, was nicht nur die Kursgewinne an den Finanzmärkten erhöhte, sondern den Anlegern neuen Mut hinsichtlich der künftiger Konjunkturaussichten im Euroraum machte. Folglich stabilisierte sich der EUR und wertete entsprechend gegen die Hauptwährungen auf. Bis zum Ende der Woche stellte sich jedoch für den Euro eine Trendwende ein, der seine Kursgewinne wieder abgab. Trotz angebotener Hilfe der Euro-Länder, rechnen Experten nicht mit einem raschen Hilfeersuchen des hoch verschuldeten Staates, der seine Selbstständigkeit so schnell nicht aufgeben wollen wird. Weiterhin bleiben die Renditen für die Staatsanleihen Griechenlands mit über 7% auf deutlich hohem Niveau, womit der EUR weiterhin unter Druck steht. Die Marktteilnehmer konzentrieren sich also weiterhin auf Safe-Havens wie USD und JPY. Darüber hinaus stärkte eine Reihe positiver Wirtschaftsdaten aus den USA den Dollar gegen Hauptgegenwährungen wie dem EUR. In der Regel wertet der EUR derzeit ab, sobald der USD Auftrieb erfährt und umgekehrt.
Für die kommende Woche werden auch aus der Eurozone einige wichtige Konjunkturdaten erwartet. Wichtigste unter ihnen sind Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag sowie der ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag. Darüber hinaus sollten Händler alle sechs Veröffentlichungen aus den führenden Industrienationen der Eurozone gut im Auge behalten, die am Donnerstagmorgen ausgeben werden.
JPY - Risikoaversion gibt Yen Auftrieb
Der japanische Yen wertete in der letzten Handelswoche insgesamt gegen die Hauptwährungen auf. Dabei kletterte er um ca. 100 Punkte gegen den USD, 400 Punkte gegen den EUR und um über 250 Punkte gegen das Pfund Sterling in die Höhe.
Die Risikobereitschaft am Markt scheint nach wie vor gedämpft. Händler orientieren sich an Safe-Havens wie dem JPY. Zu Beginn der letzten Handelswoche einigten sich die Euro-Länder auf ein Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland, was deutliche Kursgewinne an den Finanzmärkten auslöste. Trotz konkretisierter Pläne ist die griechische Schuldenkrise noch lange nicht gebannt. Die Aktienmärkte reagierten zunächst erleichtert, dennoch sehen viele Investoren in Japans Yen einen „sicheren Hafen“, bzw. eine „Krisenwährung“. Der Yen gilt demnach als für den Augenblick stabil. Anleger können sich hier auf konstante Gewinne verlassen. Positive Konjunkturdaten verliehen der Inselstaatwährung in der letzten Woche zusätzlichen Auftrieb. Der Bericht zur Geldmenge M2 „Money Stock“ verdeutlichte, dass die Summe aus umlaufendem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, Einlagen und Schuldverschreibungen, Repogeschäfte, Geldmarktpapiere und Spareinlagen um 2,65% gestiegen ist.
In der anstehenden Woche sehen die Marktteilnehmer einigen bedeutenden Veröffentlichungen aus Japan entgegen. Anleger sollten ihr Hauptaugenmerk auf die am Mittwoch zur Veröffentlichung ausstehenden Handelsbilanz richten. Diese gibt die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen im Monat März aus. Analysten prognostizieren, dass sich das Defizit der japanischen Handelsbilanz um 0,66 Mrd. Yen erhöhen soll. Zu beobachten bleibt, welchen Kurs der Yen in dieser Handelwoche einschlägt.
Rohöl - Rohöl fällt unter die Marke von $83,50 pro Barrel
Auch für Rohöl verlief der Handel in der vergangenen Handelswoche äußert volatil. Gleich zu Wochenbeginn rutschte der Preis des Rohstoffs bis auf $82,50 pro Barrel ab. Bis Donnerstag erholte sich der Ölpreis und notierte mit $86,60 pro Barrel. In der Nacht zum Sonntag lag der Spot-Preis jedoch schon wieder bei $83,30 pro Barrel.
Analysten zufolge ist die Kurserholung der letzten Wochen auf einen schwachen Dollar und nicht auf den tatsächlichen Bedarf zurückzuführen. Die Marktteilnehmer hofften bereits auf eine Erholung der Märkte angesichts einer erhöhten Energienachfrage in absehbarer Zeit. Die anhaltenden Sorgen um die griechischen Staatsschulden dämpfen den jüngsten Konjunkturoptimismus. Ferner wurden die Kursgewinne des USD zur Haupttriebfeder für die rückläufigen Tendenzen an den Ölmärkten. Da Rohöl in USD bepreist wird, fällt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines starken Dollar-Kurses.
In der anstehenden Woche sollten Händler Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone ihre Aufmerksamkeit schenken. Diese scheinen nach wie vor den größten Einfluss auf den Ölpreis zu nehmen. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der sich zum Teil direkt auf den Rohölhandel auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Für dieses Paar könnte sich heute die stark benötigte Kurskorrektur nach dem jüngsten Abwärtstrend ergeben. Auf der 2- und 4-Stunden-Chart scheint der RSI bereits in den „überverkauften“ Bereich gedreht zu haben. Dies kann als Zeichen für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung gedeutet werden. Darüber hinaus ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 2-Stunden- und 8-Stunden-Chart nicht zu übersehen. Bei diesem Währungspaar könnte es heute von Vorteil sein, zu kaufen.
GBP/USD
Auf der Stunden-, 2- und 4-Stunden-Chart bewegt sich der RSI im „überverkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic auf der 2- und 4-Stunden-Chart zeigt ein zinsbullisches Cross an. Darüber hinaus zeichnet sich eine Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der 8- und 4-Stunden-Chart deutlich ab. Eine gute Strategie bei diesem Paar könnte lauten: Auf steigende Kurse setzen.
USD/JPY
Auf der 2- und 4-Stunden- und Tages-Chart hat sich der RSI im „überverkauften“ Bereich eingefunden. Der Slow Stochastic gibt auf der 4- und 8-Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross aus. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte sich auch bei diesem Währungspaar auszahlen.
USD/CHF
Für USD/CHF könnten sich im heutigen Handelsverlauf Kurskorrekturen. Der RSI hat auf der 2- und 4-Stunden-Chart in den „überkauften“ Bereich gedreht, während auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart rückläufige Crosse zu erkennen sind. Verkaufen könnte hier heute von Vorteil sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Nach den rückläufigen Tendenzen der letzten Handelswoche, könnten sich heute Kurskorrekturen ergeben. Der RSI der Stunden-, 2- und 4-Stunden-Chart schwankt im „überverkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der 2- und 4-Stunden-Chart zeigt je ein zinsbullisches Crosse an. Forex -Anleger könnten bei Rohöl heute auf steigende Kurse setzen, um größtmögliche Profite zu erzielen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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