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Monday, 21 Dec 2009

Wird USD-Kurs weiter steigen?

Den beeindruckendsten Trend am Markt zeigte in der vergangenen Woche der zinsbullische USD. Seit Veröffentlichung der äußerst positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten NFP, erholt sich die US-Währung auf ganzer Linie. In dieser Handelswoche stellen sich viele Anleger die Frage: Wird der USD-Kurs weiter steigen? Lesen Sie weiter und erhalten Sie mehr Informationen zum USD und den Trends am Devisenmarkt für die anstehende Woche.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdownup
Wochentendenzdowndowndownupdownup
Resistance1.44201.622491.071.05010.89410.8961
1.43991.620590.881.04820.89220.8940
1.43711.617690.591.04530.88910.8911
Support1.43111.611589.981.03930.88310.8851
1.42821.608689.611.03640.88020.8822
1.42601.606589.421.03420.87810.8801

Wirtschafts News

USD - Dollar-Rallye setzt sich fort

In der vergangenen Woche setzte der USD seinen Aufwärtstrend auf breiter Front fort. Dabei wertete er gegen die Hauptwährungen insgesamt auf. Das Währungspaar EUR/USD fiel auf ein 3-monatiges Rekordtief bei der Marke von 1,4260.

Ursache hierfür waren positive US-Konjunkturdaten, die den USD-Aufwärtstrend vorantrieben: Der Erzeugerpreisindex stieg im Monat November um 1,8%. Forex-Anleger messen den Erzeugerpreisen stets große Bedeutung bei, da diese als Frühindikator Aufschluss über die zu erwartende Inflationsentwicklung geben. Darüber hinaus kletterte der Philadelphia Fed Index, ein Frühindikator, der das allgemeine Geschäftsklima unter Herstellern wiedergibt, überraschend auf 20,4 Punkte. Insgesamt scheinen sich die globalen Konjunkturerwartungen in Bezug auf die US-amerikanische Wirtschaft zu verbessern. Solange die USA also positive Konjunkturdaten veröffentlichen, wird der US-Dollar seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.

In der anstehenden Woche stammen die wichtigsten Veröffentlichungen der US-Wirtschaftsagenda aus dem Immobiliensektor. Als erstes wird am Dienstag der Bericht zu den Verkäufen bestehende Häuser ausgegeben. Analysten rechnen mit 6,31 Mio. verkauften Einheiten für den Monat November. Am Mittwoch werden anschließend die Verkäufe von Neubauten veröffentlicht. Hier prognostizieren die Experten für November 442.000 verkaufte Einfamilienhäuser. Sollten die Berichte tatsächlich derart positive Ergebnisse liefern, wird der US-Dollar voraussichtlich weiter aufwerten.

EUR - EUR fällt gegen Hauptwährungen

In der letzten Handelswoche ergaben sich für den EUR überwiegend Kursverluste gegen die Hauptwährungen. Um 500 Punkte fiel der EUR gegen den USD bis auf ein neues 3-Monatstief. Auch zum Pfund Sterling und Japans Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung nach.

Der deutliche Abwärtstrend ließ sich in der vergangenen Woche auf zwei Hauptursachen zurückführen. Einerseits veröffentlichte die Eurozone uneinheitliche Ergebnisse. Nach einem Monat positiver Konjunkturdaten setzten meinungsbildende Publikationen ihren viel versprechenden Trend nicht fort. Beispielsweise wurde für die ZEW-Konjunkturerwartungen in der Eurozone mit gerade einmal 48,0 Punkten das schlechteste Resultat der letzten 5 Monate ausgegeben. Die Prognosen der Experten lagen bei 50,9. Zum dritten Mal in Folge trübte die konjunkturelle Stimmung in Europa ein. Weitere Ursache für die Abwärtstendenzen des EUR ist der aufwertende USD. Allem Anschein nach findet die US-Währung nach Monaten einer Abschwächung zu neuer Stärke. Entsprechend ist eine gemäßigte rückläufige Kurskorrektur für den EUR absolut einleuchtend.

Auch die Eurozone veröffentlicht in dieser Woche wichtige Indizes: Anleger sollten dabei führende Konjunkturindikatoren wie Deutschlands Konsumklima-Index und Frankreichs Bericht zu den Verbraucherausgaben gut im Auge behalten. Analysten erwarten eher mäßige Ergebnisse für beide Indizes. Sollten die Resultate jedoch über den Prognosen liegen, könnte der EUR wieder neue Unterstützung finden und vorwöchentliche Verluste möglicherweise ausgleichen.

JPY - JPY schließt wieder uneinheitlich

Yen-Volatilität war auch in der letzten Handelswoche weiterhin zu beobachten. Einerseits machte Japans Währung Boden gegen den EUR gut. Das Währungspaar EUR/JPY rutschte bis auf 127,50 ab. Zum USD hingegen fiel der Yen bis auf ein neues Rekordtief des vergangenen Monats. USD/JPY notierte bei der Marke von 90,89.

Bedeutendste Veröffentlichung aus Japan war dabei die Overnight Call Rate, die der wichtigste Leitzins der Bank of Japan (BoJ) ist. Die (BoJ) entschied sich, ihre Zinsrate unverändert bei 0,10% zu belassen. Diese stellt die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen dar. Die BoJ fährt mit ihrem Ansatz fort, nach dem ein schwacher Yen die japanische Industrie und somit eine Erholung der Konjunktur stütze. Die Notenbank will den Kurswert des Yen also minimal halten und scheint bei ihrem Vorgehen Erfolg zu haben. Die Yen-Aufwertung zum EUR, die im Laufe der letzten Handelswoche zu beobachten war, führen die Marktteilnehmer überwiegend auf die jüngsten Abwärtstendenzen der europäischen Gemeinschaftswährung zurück.

Für die kommende Woche werden einige interessante Veröffentlichungen aus Japan erwartet. Mittwoch: Index Industrieproduktion, Donnerstag: Haushaltsausgaben und Kenrate Tokio Verbraucherpreisindex. Anleger sollten diese Indizes aufmerksam verfolgen, um den Yen-Trend für die anstehende Woche einschätzen zu können.

Rohöl - Rohölpreise erholt - wieder bei $75 pro Barrel

In der letzten Woche waren die Ölpreise überraschend gestiegen. Nachdem der Rohstoff zum ersten Mal in 2 Monaten bis unter die Marke von $70 pro Barrel rutschte, konnten die Kursverluste angesichts eines unerwarteten Aufwärtstrends wieder ausgeglichen werden. Am Freitag notierte Rohöl bei $75,48 pro Barrel.

Anleger berichten, die Ölpreise seien infolge eines sich verbreitenden Optimismus gestiegen, dass sich die Weltwirtschaft von ihrer Rezession erholt und die Ölnachfrage steigen könnte. Anhaltend positive US-Konjunkturdaten scheinen jedoch Hauptursache für den Aufwärtstrend der Ölpreise zu sein. Eine gesteigerte Nachfrage nach Energierohstoffen in den USA, der größten Energie verbrauchenden Nation weltweit, bringt Rohöl Auftrieb. Des Weiteren hatten iranische Soldaten am vergangenen Freitag nach Angaben der Regierung in Bagdad ein Öl-Feld auf irakischem Staatsgebiet besetzt, was die Spannungen im Mittleren Osten verstärkte.

Anleger sollten in dieser Woche Veröffentlichungen von Konjunkturdaten aus den USA aufmerksam verfolgen, die gegenwärtig den größten Einfluss auf die Rohstoffpreise, insbesondere Rohöl nehmen. Am Mittwoch erwartet die Marktteilnehmer darüber hinaus der Bericht der US-Rohöllagerbestände. Das Ergebnis der Vorräte hat in der Regel eine direkte Wirkung auf die Rohöl-Märkte. Forex-Händler sollten sich bereithalten.

Technische News

EUR/USD

Der RSI der Tages-Chart hat mittlerweile in den „überkauften“ Bereich gedreht, was darauf deutet, dass eine Preiskorrektur nach oben bevorsteht. Die Tages-Chart gibt darüber hinaus ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic aus. Dies gilt ebenfalls als Zeichen für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung. Händler könnten bei diesem Währungspaar heute bevorzugt auf steigende Kurse setzen.

GBP/USD

Die anhaltende Preiskorrektur nach unten setzt sich für GBP/USD fort. Dabei gibt es kaum technische Anzeichen für eine Veränderung. Die Indikatoren der Tages-Chart sind neutral ausgerichtet. Die Wochen-Chart deutet wiederum auf einen klaren Abwärtstrend. Dabei ist eine Preisbewegung zu erkennen, die im oberen Bereich der Bollinger Bands bei 1,6876 begonnen, die Mittellinie überschritten hat und sich möglicherweise bis in den unteren Bereich vollzieht. Für Händler, die auf langfristige Trends setzen, könnte es von Vorteil sein, mit einem Limit um 1,5860 zu verkaufen.

USD/JPY

Auf der Stunden-Chart verengen sich die Bollinger Bands, was einen unmittelbaren Durchbruch der gegenwärtigen Handelsspanne signalisiert. Die Tages-Chart zeigt an, dass USD/JPY im oberen Bereich der Bollinger Bands auf der Chart gehandelt wird. Ein Anhalten des aktuellen Trends ist wahrscheinlich. Händler sollten bei diesem Währungspaar auf steigende Kurse setzen, sobald der Durchbruch erfolgt.

USD/CHF

Laut Tages-Chart könnte das Währungspaar USD/CHF angesichts des RSI über der 80-Marke bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht haben. Möglicherweise ergibt sich hier bald eine Preiskorrektur. Händler könnten eine Limit-Order bei der Bollinger Band-Mittellinie um 1,0245 anstreben, um von diesem aktuellen Trend zu profitieren.

Die Wild-Card

GBP/AUD

Die Stunden-Chart dieses Paares lässt eine potenzielle Preiskorrektur nach unten erkennen. Aktuell handelt GBP/AUD geringfügig außerhalb des oberen Bereichs der Bollinger Bands. Laut RSI befindet sich das Paar im „überkauften“ Bereich. Es besteht Potenzial für eine rückläufige Preisentwicklung. Darüber hinaus wird auf der gleichen Chart ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich. Forex -Anlegern empfiehlt es sich, heute angesichts der möglichen Abwärtsbewegung auf fallende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:51 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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