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Wednesday, 19 Nov 2008

Wirtschaftindikatoren verlieren angesichts der Finanzkrise an Bedeutung

In den vergangenen Tagen stärken zwei Faktoren den US-amerikanischen Dollar: Zum einen beweisen die anhaltend schlechten Daten aus der Eurozone, dass die schwersten Sorgen derzeit aus Europa stammen. Des Weiteren stellt sich ein so genannter "Herdentrieb" ein. Der aktuelle Aufwärtstrend des USD erscheint in den Augen der Anleger derart dauerhaft zu sein, dass diese derzeit ein Potenzial für nahezu unbegrenzten Profit sehen. Demnach können Sie es kaum erwarten, sich diesem Trend anzuschließen und ignorieren dabei jegliche Wirtschaftindikatoren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodownnoupdownup
Wochentendenzdownupdownupupdown
Resistance1.26901.501297.231.20990.64970.8496
1.26741.499997.071.20860.64820.8480
1.26481.498496.861.20790.64600.8461
Support1.26081.493696.481.20330.64390.8424
1.25861.491096.251.20190.64220.8410
1.25601.489296.071.20050.64080.8398

Wirtschafts News

USD - US-Baugenehmigungen auf der Agenda

Der USD wird weiterhin zwischen 1,2500-1,2800 zum EUR gehandelt. Das Kurspaar scheint jedoch ohne genaue Ausrichtung in Erwartung neuer Wirtschaftsdaten zu schwanken. Solange die 1,3000-Marke nicht getestet wird, könnte EUR/USD in den kommenden Tagen weiter abwärts rutschen. Die abnehmende Risikobereitschaft der Anleger stärkt den Dollar zusätzlich. Dieser Trend wird sich höchstwahrscheinlich fortsetzen bis Anzeichen einer Stabilisierung deutlicher werden.

Während sich der globale Konjunkturausblick jüngst verschlechtert, erholt sich die US-amerikanische Währung kontinuierlich. Investoren verlagern ihre Anlagen von Rohstoffen, Aktien und gewinnbringenden Währungen derzeit auf "sichere" US-Bundesanleihen. Laut Angaben des US-Finanzministeriums kauften Nicht-US-Bürger im Monat September Sicherheiten im Wert von $143,4 Mrd., was den höchsten Nettozahlungseingang seit 2006 darstellt. Bei einer gestrigen Anhörung vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen im US-Repräsentantenhaus erklärte US-Notenbank-Chef Ben Bernanke, dass eine gewisse Stabilisierung an den US-Kreditmärkten eingetreten ist.
Insgesamt gibt es momentan zwei Faktoren, die den USD stützen. Zum einen beweisen die anhaltend schlechten Daten aus der Eurozone, dass die schwersten Sorgen derzeit aus Europa stammen. Des Weiteren stellt sich ein so genannter "Herdentrieb" ein. Der derzeitige zinsbullische Trend des USD scheint in den Augen der Anleger derart dauerhaft zu sein, dass sie momentan ein Potenzial für uneingeschränkten Profit erkennen. Demnach können Sie es kaum erwarten, sich diesem Trend anzuschließen und ignorieren dabei jegliche Wirtschaftindikatoren. Einziger Auslöser für eine lang anhaltende Wende des derzeitigen EUR/USD-Trends könnte lediglich eine Reihe extrem negativer US-Wirtschaftdaten in Kombination mit einer eindeutig positiven Entwicklung der Eurozonen-Zahlen sein.

Heute werden gleich einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft erwartet. Die Ergebnisse derer werden die Tendenzen der USD-Paare und -Crosse bestimmen. Besondere Aufmerksamkeit sollte heute den US-Baugenehmigungen entgegen gebracht werden, die erwartungsgemäß bis auf 0,77 Mio. zurückgehen sollen. Experten legen viel Wert auf Zahlen aus dem Immobilienmarkt, da diese in starker Korrelation mit dem Wert des USD stehen. Des Weiteren befindet sich die Kernrate des Verbraucherpreisindexes auf dem Kalender, die ebenfalls großen Einfluss auf den USD nehmen kann.

EUR - EUR fällt weiterhin unter dem Einfluss anderer Währungen

Für den EUR ergab sich kaum eine Veränderung gegenüber den übrigen Hauptwährungen. Trotz der schlechten Daten, die jüngst aus der Eurozone veröffentlicht werden, bleibt es um den EUR eher ruhig. Einziger Indikator gestern war Italiens Handelsbilanz, die minimal schlechter als prognostiziert ausgegeben wurde. Somit hielt sich die Volatilität in Grenzen.

In den USA hingegen, verbessert sich die Anlegerstimmung aufgrund positiver Wirtschaftsdaten in den vergangenen Wochen. Dennoch lässt auch der EUR Anzeichen von Stabilität erkennen. Die Eurozonen-Währung wurde gestern innerhalb einer äußerst engen Spanne gehandelt. Für Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Wirtschaftsindikatoren aus den USA, Europa und Japan richtig zu deuten, um ihre Investitionen bestimmen.

Für heute bleibt die Eurozone fern vom Wirtschaftskalender. Die erwarteten USD-Daten werden jedoch ihren Einfluss auf den EUR und seine Währungsgegner nehmen. Für EUR-Anleger bleibt es heute daher wichtig, sowohl die Aktienmärkte als auch die Entwicklungen in den Vereinigten Staaten gut im Auge zu behalten.

JPY - Japan zum ersten Mal seit 2001 in einer Rezession

Japans Wirtschaft gilt als die zweitgrößte Volkswirtschaft weltweit und befindet sich erstmalig seit 2001 in einer Rezession. Dabei könnte dieser Konjunkturabschwung länger als erwartet anhalten. Die japanische Regierung warnt: Japan müsse sich auf härtere Zeiten einstellen.

Dies schürte bei Anlegern die Erwartung einer noch deutlicheren globalen Konjunkturschwäche. Besorgte Anleger wenden sich nach wie vor von gewinnträchtigen Währungen mit hohem Risiko ab. Stattdessen konzentrieren sich Devisenhändler auf den JPY und treiben somit dessen Wert gegenüber den Kurspaaren in die Höhe.

Für heute werden keine wichtigen Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet und der JPY scheint von seinem aktuellen Trend nicht abzukommen. Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass in der Regel wenig logische Gründe unregelmäßige Entwicklungen aussteuern. Demnach kann von einem Umschwung oder einer Korrigierung in den nächsten Tagen ausgegangen werden.

Rohöl - Ölpreis rutscht unaufhaltsam

Der Ölpreis rutsche während des gestrigen Börsengangs erneut und notierte schlussendlich bei unter $55,00. Während des Monats November verzeichnete der Ölpreis einen drastischen Verlust. In diesem Zusammenhang liegt der Preis für das schwarze Gold mittlerweile bei einem Drittel des im Juli 2008 erreichten Rekordhochs.

Anleger sollten auch hier die Entwicklungen aus der US-Wirtschaft aufmerksam verfolgen. Insbesondere die Rohöllagerbestände sind bedeutend, da diese die Kapazitätsauslastung der Raffinerien und die Bestände verdeutlichen. Weiterhin bleibt die Angst um eine lahmende Wirtschaftsaktivität weltweit Haupttriebfeder für den Abwärtstrend der Ölpreise. Sollte sich hier eine weitere Verschlechterung ergeben, könnten die Ölpreise bis auf ein Rekordtief von $50 pro Barrel sinken. Rohöl-Anleger sollten die Entwicklungen des USD aufmerksam verfolgen, da die US-amerikanische Währung in Korrelation mit dem Rohstoff steht.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Ergebnisse aus, ohne einen bedeutenden Durchbruch zu erzielen. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart weist eine negative Neigung auf, die bedeuten könnte, dass sich ein weiterer Abwärtstrend einstellen wird. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute lauten.

GBP/USD

Dieses Paar hat seinen Aufwärtstrend in den letzten zwei Tagen deutlich verlangsamt. Auf der Tages-Chart bewegt sich GBP/USD mittlerweile bei 1,4948. Darüber hinaus ist der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ebenfalls negativ geneigt. Eine besonders intensive Abwärtstendenz könnte daher auftreten. Hier ist es eventuell von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY

Auf der Tages-Chart lässt sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne erkennen, in deren Mitte sich dieses Paar mittlerweile bewegt. Auch die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verengen sich, was darauf hindeutet, dass eine starke Preisbewegung bevorsteht.

USD/CHF

Dieses Paar erweitert sein zinsbullisches Momentum und wird nun um die 1,2050-Marke gehandelt. Auf der Tages-Chart erweitern sich die Bollinger Bands, was bedeuten könnte, dass sich das derzeitige zinsbullische Momentum fortsetzt. Kaufen könnte heute eine gute Strategie sein.

Die Wild-Card

Rohöl

Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine rückläufige Anordnung zu erkennen. Dies deutet darauf hin, dass das Momentum noch nach unten gerichtet ist. Der Slow Stochastic bestätigt die Annahme, dass der Trend noch nicht beendet ist. Entweder fällt der Ölpreis von dieser Marke aus weiter oder es stellt sich zunächst eine leicht zinsbullische Korrigierung ein, bevor sich der Abwärtstrend fortsetzt. Auch heute könnten Forex -Anleger ihre Gewinne erneut maximieren, indem sie bei Höchstständen verkaufen und sich den derzeitigen Abwärtstrend zu Nutze machen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:56 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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