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Thursday, 28 Jul 2011

Wirtschaftlicher Weltuntergang ist bislang nicht erfolgt

Die Kurse von Safe-Hafen-Währungen wurden in dieser Woche aufgrund der Hinwendung zu höhere Erträge erzielenden Anlagen angekurbelt, allerdings hat der Dollar davon weniger profitieren können als das normalerweise der Fall gewesen wäre. Was jedoch beachtenswert erscheint, ist das Ausbleiben fataler wirtschaftlicher Umschichtungen, wie sie von den meisten Politik- und Medien-Experten in ihren täglichen Analysen und Kommentaren antizipiert worden waren. Sollten wir darüber besorgt oder erleichtert sein?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownupno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.49401.655081.500.85500.9075
1.47001.638079.600.8385 0.8880
1.45751.626078.500.82701.10800.8840
Support1.43201.616077.550.80001.10100.8700
1.40151.600076.111.08900.8650
1.37801.57801.05250.8610

Wirtschafts News

USD - Nach erheblichem Abschwung verzeichnen USD-Paarungen Kursverluste

Nach einem Tag voller erheblicher Kursrückgänge handelte der US Dollar (USD) zum Börsenschluss mit leichter Aufwärtstendenz. Die Kurse von Safe-Hafen-Währungen wurden aufgrund der Hinwendung zu höhere Erträge erzielenden Anlagen angekurbelt, allerdings hat der Dollar davon weniger profitieren können als das normalerweise der Fall gewesen wäre. Was jedoch beachtenswert erscheint, ist das Ausbleiben fataler wirtschaftlicher Umschichtungen, wie sie von den meisten Politik- und Medien-Experten in ihren täglichen Analysen und Kommentaren antizipiert worden waren.

Bislang sorgten die Wirtschaftsdaten dafür, dass Händler den Markt zunehmend pessimistisch betrachten, was den Kurs riskanterer Anlagewerte sinken ließ, während Safe-Hafen-Währungen Unterstützung sammeln konnten. Bislang hat es nur wenige Nachrichten gegeben, die dem Pessimismus an den Devisenmärkten entgegen wirken könnten, insbesondere in den USA und in der Eurozone, obschon nicht wenige der Ansicht sind, dass sich daran langsam etwas ändert.

Da heute eine Reihe nicht unwichtiger Wirtschaftspublikationen erwartet werden, dürften Händler sich bei anhaltend hoher Volatilität auf einen Anstieg bei Portfolio-Umschichtungen einstellen. Aus der US Wirtschaft werden heute mehrere Berichte bekannt gegeben, die sich hauptsächlich mit dem Wohnungsmarkt und der Beschäftigungslage befassen. Sollten diese Berichte enttäuschend ausfallen, besteht die Möglichkeit, dass mehr Investitionen in Sicherheit getätigt werden, was weitere Betroffenheit unter USD Händlern auslösen dürfte, während die Stimmung durchwachsen bleibt. Händler sollten auch auf die Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone achten, da diese während des morgendlichen Börsengangs die Risikostimmungslage beeinflussen dürften.

EUR - EUR verzeichnet kräftigen Aufschwung zum USD bevor er sich dann beruhigt

Der Euro (EUR) handelte gestern mit größtenteils positiven Ergebnissen, während Händler für ein stetiges Hin und Her bei riskanteren Anlagen sorgten. Zum US Dollar (USD) verzeichnete der Euro beim späten Handel einen kräftigen Anstieg, als Abwendungen vom Dollar, aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich des Anhebens der US Schuldenobergrenze, Unruhe an den Devisenmärkten verursachten.

Die Aktienmärkte der Eurozone waren zu Beginn der Woche betroffen, nachdem am Freitag ein Attentäter in Oslo, Norwegen, eine Bombe hochgehen ließ und anschließend in einem Sommerferienlager wahllos Kinder erschoss. Die reflexartige Verlagerung von Investitionen in der Region zog den EUR in folgenden Börsengängen ein wenig runter, was sich inzwischen jedoch wieder durch rückführende Umschichtungen normalisiert hat.

Heute sollten Händler ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung eines nicht unwichtigen Berichts zur Arbeitslosigkeit in Deutschland legen. Sollten die Daten einen Stillstand bei der Beschäftigungszunahme aufweisen, könnte es in den nächsten Tagen und Wochen zu stärkerer Hinwendung zu Sicherheitsanlagen kommen. Das könnte langfristig den Kurs des EUR nach unten drücken, da immer mehr Händler das Risiko meiden werden.

AUD - Australischer Dollar weiterhin mit unterschiedlichen Ergebnissen

Der australische Dollar (AUD) handelte gestern mit unterschiedlichen Ergebnissen zu seinen Währungsrivalen, nachdem neueste Wirtschaftsdaten dafür sorgten, dass Händler sich wieder der Sicherheit zuwandten. Da an den Weltmärkten zunehmend Risikovermeidung vorherrscht verlor der AUD in den vergangenen Wochen ein wenig an Momentum. Zudem belasten die Befürchtungen hinsichtlich des Anhebens der US Schuldenobergrenze die weltweiten konjunkturellen Aussichten.

All das wirkte sich auf den Kurs des AUD zu seinen Währungsrivalen aus, dabei besonders zu den Safe-Hafen-Währungen wie den US Dollar (USD) und den japanischen Yen (JPY). An die Rohstoffpreise gebunden sein könnte dem AUD in nächster Zeit zu einem Kursanstieg verhelfen, da der Rohölpreis weiter steigt, allerdings scheint es wahrscheinlicher, da Händler das Risiko scheuen, dass Risikovermeidung den Kurs nach unten drücken wird. Steigende Inflationszahlen trugen gestern dazu bei, dass der AUD in etwa seinen Kurs halten konnte, dieweil die allgemeine Stimmung weiterhin unterschiedliche Richtungsentwicklungen zulässt.

Rohöl - Inmitten Risikovermeidung bleibt der Rohölpreis stabil

Der Rohölpreis blieb am gestrigen Mittwoch stabil, wenngleich die allgemeine Stimmungslage von einem Abschwung an den weltweiten Börsen auszugehen scheint, sollten die USA ihre Verhandlungen zur Anhebung der Schuldenobergrenze bis zum 2. August nicht erfolgreich abschließen können. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA lassen immer noch viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Weltwirtschaftswachstum und den Verbraucherausgaben nahe legten.

Ein erwarteter Anstieg der Dollarkurse in dieser Woche aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu den Kursgewinnen beim USD kam, konnte sich der Rohölpreis halten. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche noch abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es noch vor dem Wochenende zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Der EUR/USD-Paarung gelang es nicht den Handel unterhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen, und der Kurs versucht sich nun an der fallenden Trendlinie von den Hochs in Mai und Juli, das bei 1,4450 liegt. Das Kurzzeit-Momentum steigt derzeit an, und ein Durchbruch oberhalb dieses Widerstandswerts könnte Widerstand bei den Spitzenwerten von Juli, Juni und Mai bei 1,4580, 1,4700 und 1,4940 finden. Jedoch hat sich nach den Hochs vom Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche auf dem Tages-Chart ein rückläufiges Kerzen-Muster gebildet, was die Annahme unterstützt, dass der 3-Monats-Widerstandswert standhalten wird. Unterstützung findet sich bei 1,4015, 1,3835 und 1,3780 von der steigenden Trendlinie vom Juni-Tief in 2010.

GBP/USD

Nachdem er bis auf 1,5780, den 38% Rückführungswert der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011, abgesunken war, hat die Paarung einen Durchbruch oberhalb der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation und der fallenden Widerstandslinie von den April- und Mai-Hochs erzielt. Die Paarung fand jetzt Widerstand bei der zuvor durchbrochenen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010, was jetzt bei 1,6360 als Anfangswiderstand dient. Eine Bewegung oberhalb dieser Linie dürfte sich am Mai-Hoch bei 1,6545 versuchen, obwohl Rückläufigkeit beim Pfund Sterling Widerstand vor dem April-Hoch von 1,6745 leisten dürfte. Andererseits findet sich Unterstützung bei dem Kreuzungswert der Halslinie und des vorigen Widerstandswert der April- und Mai-Hochs von 1,6190. Zusätzliche Unterstützung findet sich bei 1,6000 und dem Juli-Tief von 1,5780.

USD/JPY

Das Wiedererstarken des Yen brachte die USD/JPY-Paarung einen Schritt näher an das Rekordtief von 76,11. Ein fallender Slow Stochastic auf dem Monats-, Wochen- und Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit bei dieser Paarung hin. Anfängliche Unterstützung findet sich bei 78,20, gefolgt von der unteren Linie der fallenden Keil-Formation vom Dezember 2008, deren Wert bei 77,50 liegt. Eine Bewegung darüber hinaus dürfte Widerstand bei 79,60 und 81,50 finden.

USD/CHF

Ein Versuch die USD/CHF-Paarung nach oben zu drücken traf beim Wert von 0,8270 auf Widerstand. Da sie nicht in der Lage ist die Kursgewinne zu halten, sieht es so aus, als würde sich die Paarung am jüngsten Rekordtief von 0,8080 versuchen. Ein jeglicher Versuch die Paarung nach oben zu drücken dürfte sehr wahrscheinlich bei 0,8270 und 0,8385 von der fallenden Trendlinie von dem Februar-Hoch auf Widerstand stoßen. Entsprechend Wertverkäufe der Paarung dürften auch bei 0,8550 ins Spiel kommen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der den Monat über anhaltende Aufschwung des Rohölpreises von $ 90 auf $ 100 pro Barrel wurde beim sinkenden Widerstandswert der Mai-, Juni- und Juli-Hochs gedeckelt. Heute findet sich der Widerstandswert bei $ 100 pro Barrel. Forex-Händler sollten beachten, dass bei einem Durchbruch dieses Wertes der nächste Widerstand bei $ 104,50 liegen dürfte. Unterstützung findet sich bei $ 93,50 pro Barrel. forex

Aktuelle Zeit: 05/26 00:57 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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