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Tuesday, 31 Aug 2010

Yen-Aufwertung setzt sich fort

Der japanische Yen verbuchte gestern wieder Kursgewinne gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Die Interventionen der japanischen Notenbank BOJ gegen die anhaltende Yen-Aufwertung blieben bislang ohne große Wirkung.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndowndowndown
Wochentendenzdowndowndowndowndownup
Resistance1.27301.554085.051.03250.90100.8265
1.27101.552084.851.02950.89900.8245
1.26801.549084.551.02650.89600.8215
Support1.26201.543083.951.02050.89000.8155
1.25901.540083.651.01750.88700.8125
1.25701.538083.451.01550.88500.8105

Wirtschafts News

USD - Dollar fester - Aktien leichter

Wieder einmal war der US-Dollar gestern angesichts der trüben Stimmung am Markt als sicherer Anlagehafen gefragt und machte somit Boden gegen EUR und GBP gut. Zum japanischen Yen unterlag die US-Währung leichten Kursschwankungen. Nachdem die japanische Zentralbank am Montag den Beschluss gefasst hat, ihre Geldpolitik weiter zu lockern, kostete der USD 85,43 Yen, nach nur 85,21 Yen am Freitag. Aufgrund wachsender Sorgen um die US-Konjunktur erklärte US-Präsident Barak Obama gestern in einer Rede, dass zusätzliche Maßnahmen zur Stützung der schleppenden Konjunkturerholung in den USA geplant seien.

Das Währungspaar EUR/USD handelte heute Morgen in einer Spanne zwischen 1,2589 und 1,2752. GBP/USD gab gestern nach und notierte bei 1,5470, nachdem das Cross bei 1,5526 in den Tag startete. Auch USD/CHF schließt sich dem allgemeinen Abwärtstrend an und fiel von 85,38 auf 84,55.

Wie auch in den Monaten zuvor lieferte der Index der Persönlichen Ausgaben in den USA Hinweise auf ein moderates Wachstum beim Privaten Konsum. Dabei stiegen die Konsumausgaben im Juli im Vormonatsvergleich um 0,4% und übertrafen damit die Erwartungen der Experten von +0,3%. Die persönlichen Einkommen wiederum erhöhten sich um 0,2% und lagen damit etwas unter den Erwartungen von +0,3%.

Beim Dow-Jones-Index kam es angesichts der schwachen Tendenz an der Wall Street am Montag zu einem weiteren Rücksetzer. Demnach gab der DJIA um 1,4% auf 10.010 nach. Dabei handelte es sich um einen der umsatzschwächsten Handelstage des Jahres, erklärten Investoren. Das Handelsvolumen an der Wall Street beträgt durchschnittlich über $5 Mrd. am Tag. Am gestrigen Montag wurden lediglich $3,2 Mrd. Aktien gehandelt. Im August ist das Handelsvolumen in der Regel niedrig, da die Trading Desks aufgrund der Ferienzeit unter geringer Besetzung laufen. Darüber hinaus blieben die Börsen in Großbritannien gestern aufgrund eines Bankenfeiertages geschlossen.

Im Mittelpunkte der heute erwarteten Konjunkturdaten aus den USA steht um 16:00 Uhr der Index des Verbrauchervertrauens (Conference Board) für August. Dieser Indikator hat einen hohen Stellenwert, denn der private Verbrauch macht alleine durchschnittlich 70% des BIP aus.

Das Cross EUR/USD, das sein bislang rückläufiges Flag-Muster gebrochen hat, könnte im weiteren Tagesverlauf die Marke von 1,2610 testen. Sollte das Währungspaar unter dieses Niveau fallen, könnte es weiter bis zur nächsten Unterstützung bei 1,2465 absacken.

EUR - Euro schwächer bei niedrigem Handelsvolumen

Die europäische Gemeinschaftswährung EURO musste gestern wieder einmal Federn lassen. Insbesondere gegen den Japanischen Yen konnten heftige Kursverluste beobachtet werden. Händler führten die trübe Stimmung an den Märkten, eine begrenzte Liquidität, einen Mangel an Konjunkturdaten aus der Eurozone sowie den Bankenfeiertag in Großbritannien als Ursache für die gestrigen Kursentwicklungen des Euro an.

EUR/GBP rutschte im Tagesverlauf von 0,8202 auf 0,8180 ab. EUR/JPY gab deutlich nach und notierte bei 107.08, nachdem das Cross bei 108,76 den Handel begann.

Getrieben von globalen Konjunktursorgen muss die Einheitswährung auch in dieser Woche erneut Verluste hinnehmen. Wie auch das Paar USD/JPY setzt EUR/JPY seinen Abwärtstrend trotz angekündigter Maßnahmen der Bank of Japan, einer weiteren Aufwertung des japanischen Yen entgegen zu wirken, fort.

Entsprechend könnte sich EUR/JPY erneut der Unterstützung bei 106,00 nähern. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montag auf $1,2700 fest.

JPY - Yen wertet trotz BOJ-Lockerung unaufhaltsam auf

Vergeblich versucht die Bank of Japan den Deflationsdruck zu verringern und der Yen-Aufwertung Einhalt zu gebieten. Bereits gestern wurde jedoch deutlich, dass die angekündigten Maßnahmen der Notenbank nur wenig Wirkung auf den Kurs des JPY zeigen. Als scheinbar sicherste Safe-Haven-Währung der vergangenen Monate, gewinnt der JPY aufgrund der vorherrschenden Risikoaversion unaufhaltsam an Stärke.

USD/JPY rutschte deutlich bis auf 84,55 ab, von zuvor 85,38 zu Markteröffnung.

In einer Krisensitzung hatte sich die Japanische Zentralbank am Montag zu einer Aufstockung der Liquidität am Finanzmarkt um weitere 10 Billionen Yen entschieden. Bereits das letzte, im vergangenen Dezember eingeführte Kreditprogramm umfasste 20 Billionen Yen.

Die aufgestockten Finanzierungshilfen für Banken scheinen den JPY in seinem Aufwärtstrend nicht aufzuhalten. Fallende Aktienkurse weltweit und die damit einhergehende Risikoaversion schicken Händler in sichere Anlage-Häfen wie den Yen. Viele Investoren waren von den halbherzigen Maßnahmen der Bank of Japan, wie sie diese nennen, enttäuscht. Der USD wird seine Talfahrt dem JPY gegenüber also voraussichtlich fortsetzen. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 84,70 und 83,60.

Rohöl - Ölpreise fallen nach 3 Tagen Kursgewinne in Folge

Am gestrigen Montag sackten die Ölpreise am Spotmarkt deutlich ab. Im Übergang vom asiatischen in den europäischen Handel rutschte das Barrel WTI-Öl um $1,10 auf $73,60 ab. Brent-Rohöl gab auf $75,55 pro Barrel nach. Die Prognosen der Experten nach der sich die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 1,4 Mio. Barrel erhöht haben sollen, belasten aktuell den Handel am Ölmarkt.

Ferner trübte sich die Stimmung der Anleger mit dem gestern veröffentlichten Ergebnis zu den Einnahmen der privaten Haushalte in den USA, das unter den Erwartungen lag, ein. Marktbewegende Indikatoren auf der heutige Agenda sind unter anderem: CB-Index des Verbrauchervertrauens und das Protokoll der letzten Sitzung des US-Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC). Zumindest sind die Ölförderungsanlagen vor der US-Küste aktuell trotz Hurrikan-Saison nicht von Unwettern bedroht. Die schwache Konjunkturerholung in den USA dämpft die Nachfrage nach Rohöl. Die nächste kurzfristige Widerstandsmarke für Spot-Rohöl liegt bei $75,50.

Technische News

EUR/USD

Dieses Währungspaar signalisierte gestern rückläufige Tendenzen und handelt momentan um die Marke von 1,2650. Die Oszillatoren der Charts deuten heute überwiegend auf eine Preiskorrektur nach oben. Auch der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte für Forex-Anleger von Vorteil sein.

GBP/USD

Die Tages-Chart gibt für GBP/USD unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 8-Stunden-Chart bereits im überverkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass
hier eine Kurskorrektur nach oben unmittelbar bevorsteht. Eine gute Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald der nach oben gerichtete Durchbruch erfolgt.

USD/JPY

In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren signalisieren jedoch, dass sich möglicherweise schon bald eine Trendwende einstellt. Beispielsweise deutet der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart auf eine bevorstehende Kurskorrektur nach oben. Heutige Aufwärtstendenzen werden ebenfalls vom Slow Stochastic der 2-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich auch bei diesem Paar jetzt auszahlen.

USD/CHF

USD/CHF begab sich gestern deutlich auf Talfahrt und handelt momentan um die Marke von 1,0240. Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart stützt die Annahme, dass dieses Paar im weiteren Handelsverlauf heute zusätzliche Verluste verzeichnen könnte. Jedoch signalisiert der RSI der 4-Stunden-Chart, dass sich bis Handelsschluss noch eine Trendwende ergeben könnte. Hier einzusteigen, sobald die Zeichen deutlicher werden, könnte eine gute Entscheidung sein.

Die Wild-Card

USD/CAD

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat das Kurspaar letztendlich in den überkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedrückt. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass der Slow Stochastic abwärts kreuzt und somit eine unmittelbare Abwärtskorrektur signalisiert. Forex -Anlegern bietet sich möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch nach unten auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um Profit aus dem bevorstehenden Trend zu schlagen.

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