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Tuesday, 17 Aug 2010

Yen-Kursgewinne trotz schwacher BIP-Daten

Am Montag verbuchte der Yen bei niedriger Handelaktivität Kursgewinne gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Die Währung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft konnte gestern trotz einem nur leichten Anstieg der japanischen Wirtschaftsleistung im 2. Quartal aufwerten. Wie die japanische Regierung mitteilte kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1% gegenüber dem Vorquartal. Experten hatten mit einem Zuwachs um 0,6% gerechnet.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzdowndowndowndowndowndown
Resistance1.29301.577086.301.05000.91000.8295
1.29101.575086.001.04800.90800.8265
1.28851.572085.651.04500.90500.8230
Support1.28201.564085.001.03750.89700.8150
1.27901.560084.651.03400.89400.8120
1.27701.558084.401.03200.89100.8090

Wirtschafts News

USD - Dollar verliert in ruhigem Handel

Am gestrigen Montag gab der US-Dollar bei einer niedrigen Handelsaktivität zu Wochenbeginn spürbar nach. Händler verwiesen auf enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan als Beweggrund. Hier war das Bruttoinlandsprodukt der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft im 2. Quartal lediglich um 0,1% gestiegen und lag damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Nach einem Plus von 1,1% im 1. Quartal ist das Wachstum somit in den letzten drei Monaten nahezu zu einem Stillstand gekommen.

EUR/USD konnte zum ersten Mal seit den Abwärtstendenzen der letzten Woche wieder zulegen. Der Kursanstieg wurde jedoch im Laufe des Handelstages von erneut entmutigenden US-Konjunkturdaten gebremst. Die gestern veröffentlichten TIC-Daten enttäuschten mit einem Ergebnis von $-6,7 Mrd. für den Monat Juni. Darüber hinaus lag der NAHB-Wohnmarktindex mit 13 Punkten ebenfalls unter den von Ökonomen erwarteten 15 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor einen Punkt auf 10.302.

Das Cross EUR/USD kletterte im Handelsverlauf bis auf ein Hoch bei 1,2820. Zu Markteröffnung wurde das Paar um die Marke von 1,2775 gehandelt. GBP/USD kletterte ebenfalls von 1,5573 auf 1,5650. Für USD/CHF konnten im Handelsverlauf deutlich rückläufige Tendenzen beobachtet werden. Das Währungspaar startete in den Montagshandel bei 1,0510 und schloss mit 1,3090, was die gedämpfte Risikobereitschaft am Markt widerspiegelte.

Gegenwärtig stehen wiederholt Sorgen um die US-Konjunktur im Vordergrund des Marktgeschehens. Abzuwarten bleibt, wie sich die Lage mit den für heute zur Veröffentlichung ausstehenden Daten zu den US-Baubeginnen (Juli) entwickelt, denn die Zahlen aus dem US-Immobiliensektor hatten zuletzt wiederholt enttäuscht. Des Weiteren werden um 14:30 Uhr aus den USA die Erzeugerpreise für Juli veröffentlicht. Laut Konsensschätzung wird bei den Baubeginnen ein Ergebnis von 560.000 nach zuletzt 549.000 erwartet. Für den Erzeugerpreisindex gehen Experten von einem Wert von 74,5% nach zuvor 74,1% aus. Die nächste Unterstützung für EUR/USD liegt beim gestrigen Tagestief von 1,2730. Der nächste Widerstand befindet sich beim Rekordhoch vom Monat Juli um 1,3030.

EUR - EUR korrigiert Verluste

Marktteilnehmer beobachteten am gestrigen Montag einen EUR-Anstieg gegenüber übrigen Hauptwährungen, der sich vor dem Hintergrund einer schwachen Handelsaktivität und enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA und Asien vollzog. Darüber hinaus stützten die europäische Einheitswährung das gestern veröffentlichte Ergebnis zu den Verbraucherpreisen aus der EU, die mit -0,3% weniger stark gesunken sind, als von Experten zunächst angenommen. Die Prognose belief sich auf -0,4%.

Sowohl EUR/USD als auch GBP/USD machten Boden gut und setzten ihren Aufwärtstrend, der zu Monatsbeginn im Juni einsetzte, fort.

Das Währungspaar EUR/CHF erreichte sein vorläufiges Hoch am Dienstag bei 1,3923, wertete jedoch anschließend wieder auf 1,3450 ab. USD/CHF handelt gegenwärtig zwischen dem 61,8% und 76,4% Fibonacci-Retracement-Level des letzten Aufwärtstrends, der von Januar bis Juni zu beobachten war.

Heute stehen einige wichtige Veröffentlichungen auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone. Um 10:30 Uhr werden zunächst die Verbraucherpreise für Juli aus Großbritannien ausgegeben, die möglicherweise Aufschluss über die vermeintliche Stagnation der Wirtschaft im Vereinten Königreich geben. Ferner erwarten die Marktteilnehmer mit Spannung das monatliche Stimmungsbarometer aus Deutschland des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Experten sagen eine leichte Stimmungsaufhellung für die ZEW-Umfrage unter Finanzmarktteilnehmern voraus.

JPY - Japanische BIP-Daten zum 2. Quartal enttäuschend

Ein schwacher Konsum und ein gebremster Exportzuwachs gelten als Ursache für das nahezu zum Stillstand gekommenen Wirtschaftswachstums in Japan in den drei Monaten. Das Bruttoinlandsprodukt der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ist im 2. Quartal lediglich um 0,1% gestiegen und liegt damit deutlich unter dem erwarteten Zuwachs um 0,6% der Analysten nach einem Plus von 1,1% im 1. Quartal. Die Hauptsorge an den Märkten um eine sich verzögernde Erholung der Weltkonjunktur wurde somit bestärkt und das Bild einer stagnierenden Wirtschaft in Japan bestätigt. Der Aufwertungstrend des Yens sei kaum zu stoppen, so Ökonomen. USD/JPY rutschte bis auf sein Tagestief bei 85,20 ab und notierte zu Handelsschluss bei 85,30. Damit ist der JPY gegenüber dem USD auf den höchsten Stand in 15 Jahren gestiegen. Gegen den EUR hat die Inselstaatswährung so stark wie in 9 Jahren nicht aufwertet. Die Yen-Aufwertung macht der Exportindustrie kräftig zu schaffen, während das Preisniveau in Japan kontinuierlich fällt. Der dadurch entstehende deflationäre Druck schränkt Investitionen und Konsum deutlich ein.

Mit einem Blick auf die Charts wird deutlich, dass USD/JPY künftig die Unterstützung bei 85,00 JPY brechen könnte. In diesem Fall ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Paar weiter bis auf 84,00 JPY abrutscht. EUR/JPY bewegt sich langsam aber sicher auf ein neues Jahrestief bei 107,50 JPY zu.

Rohöl - Rohöl nach 5-tägigen Verlusten behauptet

Nach den kräftigen Verlusten der letzten Handelswoche starteten die Ölpreise in die neue Woche im Plus. Gestern präsentierte sich der nächstfällige WTI-Future mit leicht anziehenden Notierungen. Enttäuschende Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und Japan belasten dennoch die Ölpreise, da die sich abschwächende Konjunkturerholung einen niedrigen Ölverbrauch zur Folge hat.

Trotzdem kostete ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im September heute Morgen $75,39 und damit $0,15 mehr als zu Handelsschluss am Montag. Der Preis der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober kletterte im asiatischen Handel um $0,02 auf $75,65.

Das gestrige Tagestief trifft auf die Kurzzeit-Trendlinie, die am 25. Mai einsetzte. Es ist der 3. Berührungspunkt mit der Trendlinie, was von nicht unerheblicher Bedeutung ist.

Der nächste Widerstand für Rohöl befindet sich zwischen dem aktuellen Preis um $75,50 und $76,00. CFD-Forex-Händlern könnte sich anbieten, auf steigende Kurse bei einem nächsten Richtpreis um den Widerstand knapp unterhalb der Marke von $80 zu setzen, sollte Rohöl wieder oberhalb $76 notieren.

Technische News

EUR/USD

Gestern konnte EUR/USD Luft holen. Händler beobachteten eine leichte Kurskorrektur nach oben von ungefähr 100 Punkten. Angesichts des sich abzeichnenden Aufwärtskreuzen des MACD auf der 4-Stunden-Chart könnte weiteres Aufwärtspotenzial bei einer möglichen nächsten Notierung um 1,2920 bestehen.

GBP/USD

Nach den kontinuierlichen Kursverlusten der letzten Woche, setzte gestern wieder eine Aufwärtsbewegung ein. Das Paar erreichte die Marke von 1,5700. Aktuell verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic der Tages-Chart, dass der Aufwärtstrend anhalten könnte.

USD/JPY

Auf der Tages-Chart ist eine eindeutig rückläufige Handelsspanne zu erkennen, in deren Mitte sich USD/JPY mittlerweile bewegt. Inzwischen sind alle Oszillatoren der Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass eine Abwärtsbewegung mit einem nächsten Richtpreis bei 84,50. unmittelbar bevorsteht.

USD/CHF

Dieses Währungspaar handelte in den letzten Monaten innerhalb einer begrenzten Spanne zwischen 1,0350 und 1,0620. MACD und RSI der 4-Stunden-Chart geben aktuell bärische Signale aus. Somit könnte die richtige Strategie für heute lauten: verkaufen bei eng gesetzten Stopps.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Dieses Währungspaar hat seinen Abwärtstrend im letzten Monat wieder aufgenommen. Nach einem Kursabfall von mehr als 400 Punkten handelt EUR/GBP mittlerweile um 0,8200. Da der 4-Stunden-MACD weiterhin abwärts gerichtet ist, kann von zusätzlichen Abwärtsbewegungen ausgegangen werden. Hier bietet sich Forex -Anlegern eventuell eine gute Gelegenheit, zu diesem Zeitpunkt bei diesem äußerst gefragten Trend einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:58 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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