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Friday, 18 Nov 2011

Zentralbanken erhöhen ihre Goldkäufe

Laut einem Bericht des World Gold Council haben Zentralbanken im 3. Quartal ihre Goldkäufe mehr als verdoppelt. Bei steigenden Erwartungen für ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE3) durch die US Notenbank dürften solch große Goldkäufe weiterhin den langfristigen Aufwärtstrend beim Goldpreis unterstützen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownnonodown
Wochentendenzdowndowndownupupup
Resistance1.42501.645079.300.94501.07500.8830
1.38601.607577.85 0.93301.04500.8655
1.35601.584577.500.93101.03400.8600
Support1.34201.569076.800.9080 1.00500.8485
1.33601.563076.10 0.87600.99250.8360
1.31451.527075.630.85700.98600.8285

Wirtschafts News

USD - Weshalb die EUR/USD-Paarung über dem Wert von 1,30 handelt und nicht bei 1,10

Die europäische Schuldenkrise zieht sich weiter hin und hat jetzt auch komplett Spanien und Italien vereinnahmt. Spanische 10-Jahres-Staatsanleihen nähern sich rasch dem gefährlichen 7% Rendite-Wert, dieweil die italienischen 10-Jahres-Anleihen weiterhin oberhalb dieses Schwellenwerts gehandelt werden. Bei solch einem Wert haben Staaten wie Griechenland, Portugal und Irland bei EU und IWF um finanzielle Unterstützung nachgesucht.

Wie also kommt es, dass die EUR/USD-Paarung fortgesetzt über dem Wert von 1,30 handelt und nicht näher bei 1,10? Der EUR unterstützt weiterhin die steigenden Erwartungen für ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE3) durch die US Notenbank. Inflationsdaten für den Monat Oktober zeigten, dass die US Einzelhandelspreise tatsächlich gesunken sind. Die Prognosen der US Notenbank (Fed) machen nach wie vor einen Rückgang des inflationären Drucks erforderlich. Wenn also die europäische Schuldenkrise letztendlich gelöst sein wird, dürfte der US Dollar durch neuerliche Anleihen-Käufe durch die Fed (QE3) geschwächt werden

EUR - EZB setzt Käufe von europäischen Anleihen fort

Momentan findet an den Anleihemärkten ein recht interessantes Katz-und-Maus-Spiel statt. Investoren verkaufen ihre Anteile an spanischen und italienischen Anleihen, während die EZB ins Marktgeschehen eingreift und die andere Seite der Transaktion übernimmt. Das dürfte der EUR/USD-Paarung eine Frist von 20-30 Pips einräumen. Dadurch dürfte sich die Zahl derer die an den europäischen Anleihemärkten spekulieren erheblich erhöhen. So setzt sich das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Investoren/Spekulanten und der EZB fort, während der EUR zwischen die Fronten gerät.

Gestern verkaufte Spanien Staatsanleihen im Wert von EUR 3,56 Mrd. mit einer Rendite von nahezu 7%. Das ist der höchste Satz, den Spanien seit seinem Beitritt zur EWU zahlt und verdeutlicht den Druck, der sich an den europäischen Finanzmärkten aufbaut. Ein Grund für die gestiegene Rendite dürfte im Mangel an politischen Lösungen in Italien zu finden sein. Es wird viel darüber geredet, welche Rolle die EZB eigentlich spielen soll, ob sie nun als Darlehensgeber oder als letzte Zuflucht dasteht. Dieser Rolle haben die EZB und Deutschland bislang widerstanden. Bis eine politische Lösung für die Schuldenkrise gefunden ist dürften europäische Staatsanleihen wahrscheinlich weiter zulegen und den EUR unter Druck setzen. Andererseits dürfte das ein Zeichen für die EUR/USD-Paarung sein, die in den letzten drei Börsengängen neue Tiefs zu verzeichnen hatte. Unterstützung für das Paar findet sich bei 1,3360, dem Tief von Ende September. Bei einem Durchbruch hier könnte sich die Paarung am Oktober-Tief von 1,3150 versuchen. Gegensätzlich könnte der Spitzenwert des Konsolidierungsmusters von Anfang November bei 1,3850 gedeckelt werden.


JPY - Yen ist nach wie vor Safe-Hafen-Währung

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami die das Land im Frühjahr erschütterten setzt die japanische Wirtschaft ihre Erholung fort. Das Bruttoinlandsprodukt des 3. Quartals stieg um 1,5%, wenngleich die revidierten Zahlen für das 2. Quartal einen Rückgang um -0,5% aufwiesen. Jetzt muss sich die japanische Wirtschaft mit den Auswirkungen der Überschwemmungen in Thailand und den düsteren Aussichten für die Eurozone auseinandersetzen. Diese negative Note wurde auch im jüngsten geldmarktpolitischen Statement der BoJ herausgestellt.

Trotz der düsteren Aussichten verzeichnet der JPY fortgesetzt Geldzuflüsse von Investoren, die in Zeiten großen Stress' an den Märkten ihr Kapital sichern wollen. Investoren wählen bevorzugt den JPY, da das Land über Leistungsbilanzüberschuss verfügt und sich für japanische Staatsanleihen ein großer und liquider Markt findet. Außerdem bietet sich Investoren die Möglichkeit von Kursanstiegen des JPY zu profitieren. Man sollte allerdings bedenken, dass japanische 10-Jahres-Anleihen lediglich eine winzige Rendite von 0,96% bieten. Händlern bietet sich jedoch die Gelegenheit ihre Einlagen in Zeiten geringer Risikofreudigkeit durch Devisenhandel abzusichern.

Händler sollten ebenfalls bedenken, dass durch das Festlegen eines Mindestkurses für die EUR/CHF-Paarung durch die SNB eine der Haupt-Safe-Hafen-Währungen wegfiel. Außerdem lässt ein mögliches QE3 durch die US Notenbank ein Festhalten am USD nicht wünschenswert erscheinen. Angesichts der wenigen Safe-Hafen-Währungen und der anständigen wirtschaftlichen Grundlagendaten dürfte der JPY eine attraktive Alternative an den Märkten darstellen.

Gold - Zentralbanken steigern ihre Goldkäufe

Laut einem Bericht des World Gold Council haben Zentralbanken im 3. Quartal ihre Goldkäufe gegenüber dem 2. Quartal mehr als verdoppelt. Die Daten zeigen, dass die Zentralbanken ihre Goldbestände innerhalb eines Jahres versiebenfacht und insgesamt 148,4 Tonnen Gold aufgekauft haben.

Der gestrige Bericht überraschte etliche Analysten, dieweil die reine Menge gekauften Goldes Marktbeobachter schockierte. Es ist bekannt, dass die Zentralbanker sich vom USD ab- und anderen Anlagewerten zuwandten. Das könnte das Ergebnis der friedlichen Geldmarktpolitik und des QE Programms der US Notenbank sein. Die Erwartungen an QE3 dürften dieselben Wirkungen auf den USD haben wie das vorherige Programm, was mehr Zentralbanken veranlassen wird eher in Gold als in den USD zu investieren.


Technische News

EUR/USD

Die Belastbarkeit des EUR ließ viele Händler die Strategie verfolgen die EUR/USD-Paarung immer dann zu verkaufen wenn eine Markterholung vorlag. Der Haupt-Widerstandswert liegt bei 1,3860, dem Konsolidierungswert von Anfang November. Dieser Wert entspricht auch der 50% Rückführung des Abwärtstrends von Ende Oktober bis Anfang November (1,4246 - 1,3483). Bei einer Annäherung an diesen Schlüsselwert könnte die Paarung unter Verkaufsdruck geraten. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und Wochen-Chart deutet weiterhin abwärts, und erste Unterstützung dürfte sich bei 1,3650 finden, gefolgt vom Tief der vergangenen Woche bei 1,3480. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4105.

GBP/USD

Das Pfund Sterling ist unter Verkaufsdruck geraten und nähert sich dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140. Dieser Bewegungsdurchschnitt liegt knapp über einer ansteigenden Flaggen-Formation auf dem Tages-Chart. Die Unterstützungslinie auf den Charts sinkt unter das Tief vom 26. Oktober und weist eine potentielle maßvolle Bewegung um 480 Pips auf, die das August-Hoch von 1,6615 als vorteilhaftes Ziel erscheinen lässt. Sollte es der Paarung nicht gelingen aus diesem Konsolidierungsmuster auszubrechen, dürfte sich Unterstützung bei 1,5850 und bei 1,5680 finden.

USD/JPY

Nach einem Zeitraum relativer Unbeweglichkeit hat der Yen wieder an Stärke zugelegt. Die USD/JPY-Paarung dürfte Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 76,96 finden, gleichwohl diese Einbahnstraßenbewegung auf weitere Kursrückgänge bei dem Paar hindeutet. Zusätzliche Unterstützung dürfte sich bei 76,10 finden, dem unteren Grenzwert der Konsolidierung vom September, mit einer finalen Zielsetzung von zumindest dem Rekordtief von 75,63. Widerstand dürfte sich beim September-Hoch von 77,85 finden, während der langfristige Abwärtstrend vom Hoch in 2007 bei 79,30 liegt.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung konnte zwar einen Durchbruch verzeichnen, war jedoch nicht in der Lage erheblich über den Widerstandswert vom 20. Oktober von 0,9080 anzusteigen. Ein neuerlicher Anstieg dürfte wahrscheinlich das Oktober-Hoch von 0,9310 zum Ziel haben. Händler sollten auch ein Auge auf den 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt halten, der bei 0,9450 liegt. Erste Unterstützung findet sich nahe 0,8950, gefolgt vom November-Tief von 0,8760.


Die Wild-Card

AUD/USD

In Zeiten der Risikovermeidung müht sich der australische Dollar Kaufgebote zu erhalten. Gestern hielt sich die Paarung beim Unterstützungswert von 1,0050, dem Tief vom Dienstag. Der Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart weist auf zusätzliche Rückläufigkeit hin, und bei einem Durchbruch hier könnten Verlustverkäufe ausgelöst werden. Forex-Händler dürften einen Durchbruch des ursprünglichen Unterstützungswerts beobachten, der sich am August-Tief von 0,9925 versucht. Widerstand findet sich an der Spitze des Konsolidierungsmusters des November-Hochs, welches bei 1,0350 liegt.

forex

Aktuelle Zeit: 05/26 01:02 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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