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Thursday, 1 Dec 2011

Zentralbanken verschaffen der Eurozone zusätzliche Zeit

Weltweit haben Zentralbanken den Führungskräften der Eurozone zusätzliche Zeit verschafft mit einer politischen Lösung aufzuwarten, als 6 Zentralbanken zusätzliche Liquiditäts-Arrangements anboten. Das löste einen Aufschwung bei den Aktien und dem EUR aus, während der USD durch die Bank Kursverluste verzeichnete.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.38601.562079.500.97751.07500.8830
1.36101.589078.800.94601.04500.8760
1.35301.578078.500.93301.03400.8660
Support1.31451.542076.550.90651.00900.8515
1.30501.527075.560.89200.96600.8485
1.28701.50500.87600.93850.8355

Wirtschafts News

USD - US Wirtschaftsdaten zeigen sich von ihrer besten Seite

Eine Menge positiver US Wirtschaftsdaten trugen gestern zu merklich verbesserter Stimmung an den Märkten bei. Ursprünglich wurde der Markt von einer konzertierten Aktion weltweiter Zentralbanken angekurbelt. Dem folgte ein positiver ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP), der einen Anstieg um 206.000 Arbeitsplätze aufwies, gegenüber einer Prognose von nur 131.000 Stellen. Aufwärtskorrekturen vorheriger Daten trugen ebenfalls zur positiven Tendenz dieses Berichts bei. Noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierte Immobilienverkäufe lagen mit einem Anstieg um 10,4% erheblich höher als die vorhergesagten 1,4%. Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago lag mit 62,6 ebenfalls erheblich über den Erwartungen von 58,5. All das deutet auf fortgesetztes Wirtschaftswachstum für das 4. Quartal hin. Heute wird vom ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erwartet, dass er Verbesserungen auf dem Fertigungssektor aufweisen wird, was die Annahme einer sich erholenden US Wirtschaft bestätigen dürfte. Und natürlich wird morgen der Arbeitsmarktbericht (NFP) einer ohnehin schon aufregenden Woche noch die Krone aufsetzen.

Die chinesische Entscheidung den Reservesollsatz, den Banken bei der PBCO (Peoples Bank of China - chinesische Zentralbank) halten müssen, um 50 Basispunkte zu senken, sorgte gestern für einen Abschwung beim USD. Später kam es noch zu erheblichen Verkäufen des USD, nachdem eine konzertierte Aktion führender Zentralbanken bekannt wurde, was zu einem mehr als 3,5%-igem Aufschwung an den Aktienmärkten führte. All das könnte dazu beitragen, dass die seit drei Tagen anhaltende Risikofreudigkeit sich weiter ausdehnt, während wir uns aufs Jahresende zu bewegen.

EUR - Zentralbanken verschaffen der Eurozone zusätzliche Zeit

Überraschenderweise wurde gestern bekannt gegeben, dass sechs Zentralbanken zusätzliche Liquiditäts-Arrangements angeboten hatten. Das löste eine EUR Kurssicherung aus, und die EUR/USD-Paarung stieg bis auf 1,3530.

Die EZB versprach alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Eurozone, die Zeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung aufweist, zu unterstützen. Wahrscheinlich wird die Zentralbank im Dezember den Leitzinssatz um 25 Basispunkte senken und dadurch die Erhöhung um 50 Basispunkte, die Trichet in der ersten Jahreshälfte durchgeführt hatte, so gut wie rückgängig machen. Vielleicht wird Draghi die Märkte aber auch mit einer mutigen Entscheidung überraschen und den Leitzinssatz mit einer Senkung um 50 Basispunkte unter 1,0% drücken.

Die Zentralbanken der Welt haben zwar geholfen die Märkte zu unterstützen, doch letztlich wird es an den Europäern selber liegen eine durchführbare Lösung für die Schuldenkrise zu finden. Die gestrige Maßnahme der Zentralbanken wird der Eurozone wahrscheinlich etwas Zeit verschaffen, doch sollte schleunigst eine politische Lösung zwischen Deutschland, Frankreich und den restlichen Mitgliedern der Eurozone herbeigeführt werden. Bis dahin werden Investoren immer wieder Gelegenheit finden den EUR bei Kursanstiegen zu verkaufen, so wie das gestern der fall war.

JPY - Die chinesische Reservesollsatzsenkung wird von der Liquiditätsmaßnahme der Zentralbanken überschattet

Der JPY verzeichnete gestern einen Aufschwung zum USD, als 6 Zentralbanken zusätzliche Liquiditäts-Arrangements anboten. Gleichwohl die Paarung gestern größeren globalen Kräften unterlag fiel die USD/JPY-Paarung bis auf 77,34 bevor sie wieder anstieg. Unterstützung findet sich beim Tief vom 18. November von 76,60.

Was bei der gestrigen konzertierten Aktion fast völlig unbeachtet blieb war die chinesische Reservesollsatzsenkung um 50 Basispunkte. Dieses war ein erster Schritt zur Lockerung der chinesischen Geldmarktpolitik und eine Vorbereitung durch die Peoples Bank of China auf einen Rückgang sowohl des chinesischen als auch des globalen Wirtschaftswachstums. Dieser Politikwechsel ist eine 180 Grad Kehrtwendung Chinas, da noch vor weniger als drei Monaten die Chinesen sich Gedanken darüber machten, wie mit der Inflation umzugehen sei und einem Immobilienmarkt, von dem man sagte, er ähnele der US Immobilenblase in 2007.

Gold - Die Schwäche des USD lässt Goldpreis ansteigen


Die Maßnahme führender Zentralbanken zusätzliche Liquidität bereitstellen zu wollen führte zu einem Anstieg des Goldpreises. Investoren verkauften den USD und kauften in Erwartung der USD Schwäche Edelmetalle. Der Goldpreis stieg bis auf $ 1.750 pro Feinunze und nähert sich einem technischen Widerstandswert. Eine von den September- und November-Hochs abfallenden Trendlinie hat einen Wert von $ 1.763. Bei einem Durchbruch hier findet sich Widerstand beim November-Hoch von $ 1.803 pro Feinunze. Beim Nichterreichen dieser Trendlinie könnte der Rohstoff wieder auf die ansteigende Unterstützungslinie des Tiefs vom 28. September von $ 1.655 pro Feinunze zurückfallen.


Technische News

EUR/USD

Der EUR schloss den Handel der vergangenen Woche unter dem psychologisch wichtigen Wert von 1,35, wobei einem solchen Abschluss auf dem Monats-Chart noch größere Bedeutung zukommt. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart verläuft weiterhin rückläufig, und bei einem Durchbruch des Werts von 1,3210 dürfte wahrscheinlich das Oktober-Tief von 1,3145 getestet werden. Unterhalb dieses Werts bei 1,3040 liegt die 61% Fibonacci Rückführung der Bewegung vom Juni 2010 bis Mai 2011, was sich als Meilenstein bei dem neuen Abwärtstrend dieser Paarung erweisen dürfte. Unterstützung findet sich beim Januar-Tief von 1,2870. Als Widerstandswert zeigt sich das Hoch vom 18. November bei 1,3610.

GBP/USD


Bei einem rückläufigen Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart dürfte sich die GBP/USD-Paarung am Oktober-Tief von 1,5270 versuchen, da sich die Paarung in unmittelbarer Nähe des langfristigen Aufwärtstrends des Tiefs con 2009 befindet, deren Wert bei 1,5050 liegt. Bei einer Aufwärtsbewegung dürfte es zu kräftigen Verkäufen beim Juli-Hoch von 1,5780 kommen.


USD/JPY

Der Abwärtstrend bei der USD/JPY-Paarung hält weiterhin an und nur ein Durchbruch über dem Wert von 78,95 von der fallenden Trendlinie des Hochs in 2007 dürfte die rückläufige Stimmung bei dieser Paarung umkehren. Bei einem Durchbruch dieses Werts dürfte sich die Paarung am jüngsten Post-Interventions-Hoch von 79,50 versuchen, einem Wert der mit dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung übereinstimmt. Andererseits findet sich erste Unterstützung bei 76,55, dem Tief vom 18. November, gefolgt vom Allzeit-Tief bei 75,56.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung versucht sich am Oktober-Hoch von 0,9310, wobei ein Durchbruch hier sehr wahrscheinlich die Tür zum 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9460 und dem Februar-Hoch von 0,9775 öffnen dürfte. Erster Widerstand findet sich bei 0,9080, dem Tief vom 18. November, wobei eine Abwärtsbewegung die Paarung wahrscheinlich bis zum November-Tief von 0,8760 führen dürfte.

Die Wild-Card

Gold

Gestern sprang der Goldpreis auf ein Hoch von $ 1.750 pro Feinunze und nähert sich jetzt technischem Widerstand. Forex-Händler sollten die von den September- und November-Hochs abwärts weisende Trendlinie beachten, deren Wert bei $ 1.763 liegt. Bei einem Durchbruch hier findet sich Widerstand beim November-Hoch von $ 1.803. Sollte das nicht gelingen könnte der Rohstoff wieder auf die ansteigende Unterstützungslinie des Tiefs vom 28. September bei $ 1.655 pro Feinunze zurückfallen.

forex

Aktuelle Zeit: 05/26 01:03 GMT
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05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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