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Tuesday, 20 Sep 2011

ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland werden den Markt wahrscheinlich in einen Taumel versetzen

Die heutigen Wirtschaftspublikationen werden sich auf etliche US Veröffentlichungen konzentrieren und dabei vorrangig auf Berichte vom Immobilienmarkt. Später am Tag, nach Bekanntgabe der Daten, darf wahrscheinlich mit gesteigerter Liquidität gerechnet werden, obwohl der Einfluss der ZEW-Konjunkturerwartungen in Europa diese Daten überschatten und Händler für die Dauer des europäischen Börsengangs in einen Taumel versetzen dürfte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodowndownupnono
Wochentendenznonodowndownupup
Resistance1.42801.620081.000.92001.10800.8880
1.40301.068080.200.8945 1.07600.8840
1.38001.587077.850.88901.03900.8730
Support1.36301.570075.94 0.8545 1.01700.8670
1.35001.53500.82500.99250.8570
1.34251.49600.80000.97000.8525

Wirtschafts News

USD - US Dollar stabilisiert sich während die positive Stimmung anhält

Der US Dollar (USD) verzeichnete am frühen Dienstagmorgen nur eine geringe Aufwärtstendenz, da Investoren hinsichtlich des Wirtschaftswachstums in Europa und Asien nach wie vor pessimistisch blieben. Eine plötzliche Welle der Risikovermeidung scheint dem Dollar Aufschwung verliehen zu haben, nachdem die ECOFIN Treffen am Wochenende aufzeigten, dass Europa an den Rändern auseinander zu fallen droht.

Die Daten des amerikanischen Immobiliensektors dürften heute leicht optimistisch ausfallen, was den Dollarkurs kurzfristig nach unten drücken könnte. Die jüngsten Wirtschaftsnachrichten bewirken kaum eine Richtungsänderung an den Devisenmärkten, gleichwohl die Daten für stabile Kurse sorgen könnten, so sie nahe den Prognosen ausfallen sollten. Es wird angenommen, dass die Immobiliendaten dieser Woche in etlichen Ländern stabil bleiben werden, was die Kurse riskanterer Anlagen anheben könnte. Allerdings bedarf es zur Bestätigung noch weiterer Daten.

Die heutigen Wirtschaftspublikationen werden sich auf etliche US Veröffentlichungen konzentrieren und dabei vorrangig auf Berichte vom Immobilienmarkt. Später am Tag, nach Bekanntgabe der Daten, darf wahrscheinlich mit gesteigerter Liquidität gerechnet werden, obwohl der Einfluss der ZEW-Konjunkturerwartungen in Europa nicht ausreichend sein dürfte um einen Aufschwung bei den USD-Paarungen zu erzwingen. Diese Woche stehen die Immobiliendaten und das Verbrauchervertrauen im Fokus, und Händler sollten besonderes Augenmerk auf das Verbrauchervertrauen richten, da gegebenenfalls zunehmender Pessimismus sich negativ auf die Dollarkurse auswirken dürfte.

EUR - In Erwartung der ZEW-Konjunkturerwartungen handelt der EUR rückläufig

Es wird angenommen, dass der Euro (EUR) in dieser Woche, in der eine ganze Reihe von Berichten über das Verbrauchervertrauen und den Fertigungssektor veröffentlicht werden, rückläufige Ergebnisse aufzeigen wird. Zum US-Dollar (USD) handelte der Euro, aufgrund der Flucht in die Sicherheit nach dem tristen ECOFIN Treffen am Wochenende, mit rückläufiger Tendenz.

Händler suchen nach Wegen die neuerliche Risikovermeidung gegen die anhaltende Schwäche an den Weltmärkten abzuwägen. Die momentan leicht pessimistische Grundstimmung gegen Investitionen in globale Aktien führt bei vielen Investoren zu Nervosität und lässt sie nach Sicherheit streben. Eine umkämpfte Eurozone, die sich inmitten Unruhen in seinen Randstaaten der Rückläufigkeit an den Märkten zu erwehren versucht, scheint sich an den Devisenmärkten an Boden zu verlieren, da Safe-Hafen-Anlagen sich positiv entwickelten.

Die wirtschaftliche Grundstimmung in der Eurozone ist ins Negative umgeschlagen, und viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler in dieser Woche in Richtung Sicherheit orientieren werden. Großbritannien scheint jedoch einem ein wenig besseren Quartalsergebnis entgegenzusehen, als seine südlichen Nachbarn. Da die ganze Woche über etliche Wirtschaftsberichte erwartet werden, wobei man von ansteigenden Daten ausgeht, könnte das GBP seine jüngste Strähne fortsetzen, was allerdings nicht über den EUR gesagt werden kann.

JPY - Japanischer Yen konsolidiert sich während Händler die weltweite Stimmungslage abwägen

Der japanische Yen (JPY) handelte heute Morgen zu den meisten anderen Währungen leicht im Minus, während sein Status als internationaler Safe-Hafen aufgrund der erwarteten bevorstehenden Intervention durch die Bank of Japan (BOJ) in Frage gestellt wird. An die internationale Risikostimmungslage gebunden, konnte der Yen, zu einem Zeitpunkt als Abwendungen von höhere Erträge erzielenden Anlagen angesagt waren, einen erwarteten Aufschwung verzeichnen. Der JPY hat in letzter Zeit verschiedene Male längere Phasen der Umschichtung zu riskanteren Anlagen hinnehmen müssen.

Die jüngsten Bewegungen des Yen gaben jedoch zu Bedenken Anlass, da viele Spekulanten ein neuerliches Eingreifen seitens der BOJ voraussehen. Je nach dem wie die Industrieproduktionsdaten für diese Woche ausfallen werden warten Händler ab, was die BOJ im Falle eines Kursabschwungs wohl unternehmen wird. Ein starker Yen bringt Vorteile für die Kaufkraft der Inselwirtschaft mit sich, doch deren Abhängigkeit von Exporten lässt einen starken Yen für langfristiges Wachstum in Japans derzeitigem Finanz-Model unvorteilhaft erscheinen. Solange die japanische Währung allerdings Aufwärtstendenz aufweist umso mehr verstärkt sich der Druck auf die Zentralbank dagegen etwas zu unternehmen.

Rohöl - Inmitten Marktunruhen bleibt der Rohölpreis stabil

Der Rohölpreis blieb am Montag stabil als es an den weltweiten Aktienmärkten, nach den geldmarktpolitischen Maßnahmen mehrerer Zentralbanken in der vergangenen Woche, zu einem leichten Abwärtsknick kam. Die Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA lassen viele Investoren immer noch Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und bei den Verbraucherausgaben nahe legten.

Ein erwarteter Anstieg der Dollarkurse, aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage in dieser Woche, ließ viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllen. Da die USD-Gewinne heute Morgen aber abflachten, hielt sich der Rohölpreis nahe $ 89 pro Barrel stabil. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zur Wochenmitte hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Wie es oftmals der Fall ist, hat ein Währungspaar nach dem Durchbruch einer Trendlinie die Tendenz sich wieder zur Trendlinie zurückzuentwickeln und dann in Richtung des Durchbruchs fortzufahren. Dieses ist der Fall bei der EUR/USD-Paarung nach dem Durchbruch der von der vom Mai 2010 zum Januar-Tief abfallenden langzeitigen Trendlinie. Unterstützung findet sich beim Wert von 1,3425, bei dem das Februar-Tief mit der 50% Rückführung der Mai 2010 bis Mai Bewegung übereinstimmt. Die 61% Fibonacci Rückführung bei 1,3040 dürfte nur ein Zwischenschritt sein, da viele Marktteilnehmer ihr Augenmerk bereits auf den runden Wert 1,3000 gerichtete haben, gefolgt vom Tief in 2011 bei 1,2860. Andererseits findet sich Widerstand bei der zuvor durchbrochenen Trendlinie bei 1,4030, gefolgt vom August-Hoch von 1,4550.

GBP/USD

Die Paarung verzeichnet seit vier aufeinander folgenden Wochen Rückläufigkeit, und ein Schlusskurs unterhalb des Unterstützungswerts von 1,5780 bringt den Wert von 1,4585 ins Spiel. Diesem Kurs kommt zusätzliche Bedeutung zu, da er mit dem 50% Fibonacci Rückführungswert des Aufwärtstrends von Mai 2010 bis April übereinstimmt und die zuletzt gesunkene Trendlinie von den Hochs in 2007 und 2008 durchschneidet. Diese alte Trendlinie stellte der GBP/USD-Paarung die Unterstützung im Juli und könnte sich wieder einmal als unterstützend erweisen. Darunter liegen das Tief vom Dezember 2010 bei 1,5340 und die 61% Fibonacci Rückführung von 1,5190, gefolgt von der von den Tiefs in 2009 und 2010 ansteigenden Trendlinie, deren Wert bei 1,5190 liegt. Widerstand findet sich bei 1,5780, gefolgt von der alten Trendlinie bei 1,6030.

USD/JPY

Nachdem die USD/JPY-Paarung auf das Rekordtief von 75,94 gesunken war ist es ihr nicht gelungen einen nachhaltigen Anstieg über den Widerstandswert von 77,70 zu verzeichnen, sondern zeigt weiterhin Abwärtstendenz. Sollte die Paarung erneut unter das Allzeit-Tief fallen, dürfte sich Unterstützung bei 75,00 finden, dem unteren Grenzwert der Tiefs in 1999 und März 2011. Andererseits findet sich bei einem Durchbruch des Werts von 77,85 Widerstand beim August-Hoch von 80,20, gefolgt von der vom Hoch in 2007 abfallenden Trendlinie, das bei 80,80 liegt.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung versuchte erneut unter dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8770 zu handeln, fiel dann allerdings für zwei Tage unter diesen Wert zurück, um dann nach dem Wochenende wieder leicht anzusteigen. Widerstand findet sich beim Mitte-September-Hoch von 0,8930, und ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Hoch vom 1. April bei 0,9200 öffnen. Andererseits dürfte sich der Wert von 0,8550 als unterstützend erweisen, während sich bei der steigenden Trendlinie von den Juli- und September-Tiefs die nächste Unterstützung bei 0,8175 findet.

Die Wild-Card

EUR/SEK

Nachdem eine Kombination von Safe-Hafen-Geboten und Spekulationen bei dieser Paarung für heftige Rückläufigkeit sorgte machte sich der Mangel an Liquidität bei den skandinavischen Währungen bemerkbar, was die Verkäufe unterdrückte während die Paarung nicht in der Lage war den Unterstützungswert von 8,8500 aus April zu durchbrechen. Eine Scherenformation dürfte sich beim Wert von 9,1800 gebildet haben, obwohl eine Bewegung darüber hinaus die rückläufige Kerzenformation zunichte machen dürfte, wobei sich der nächste Widerstand beim August-Hoch von 9,3500 findet. forex

Aktuelle Zeit: 05/26 01:03 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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