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Tuesday, 19 Oct 2010

Zukünftige Fed-Maßnahmen lassen bei USD-Händlern Vorsicht walten

Bei einer eher geringen US-Nachrichtenspanne richten sich die Augen der Anleger in dieser Woche auf die Aussagen der US-Notenbanker. Gleich einige Ansprachen stehen heute auf der Agenda. Die Präsidenten der Notenbanken in den verschiedenen Distrikten geben möglicherweise Hinweise auf zukünftige Maßnahmen im Rahmen ihres Programms für Anleihenkäufe der Federal Reserve.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnoupnoupup
Wochentendenzdowndownnonodownup
Resistance1.40551.598582.500.97150.99700.8865
1.39851.594082.050.96800.99300.8835
1.39501.590081.750.96500.99000.8800
Support1.39001.583581.200.95800.98300.8730
1.38451.580080.750.95250.98000.8695
1.38001.577580.300.95000.97700.8645

Wirtschafts News

USD - US-Geldpolitik bringt USD unter Druck

Nachdem der Euro zum US-Dollar gestern bis auf die Marke von $1,3829 absackte und sich die Gewinnmitnahmen vom Freitag anschließend fortsetzten, erholte sich das entsprechende Währungspaar und näherte sich der Marke von $1,4000. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Montag auf $1,3896 fest. Der Dollar kostete damit €0,7196.

Trotz der insgesamt negativen Dollar-Stimmung am Markt, hielten sich die Kursverluste der US-Währung in Grenzen, während die europäische Gemeinschaftswährung wiederholt am starken Widerstand bei $1,40 scheitert. Analysten reden mittlerweile vom Ende des Euro-Höhenflugs. Die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke bei seiner Rede am vergangenen Freitagnachmittag überraschten im Grunde niemanden. Bernanke erklärte, dass sich die Währungshüter der Federal Reserve bereits bei ihrer nächsten Sitzung im November auf eine Ausweitung der lockeren Geldpolitik einigen könnten. Wie hoch diese weitere Lockerung der ohnehin bereits expansiven Geldpolitik der USA ausfallen wird, bleibt zunächst offen.

Bei einer eher geringen US-Nachrichtenspanne richten sich die Augen der Anleger in dieser Woche auf die Aussagen der US-Notenbanker. Gleich einige Ansprachen stehen heute auf der Agenda. Die Präsidenten der US-Notenbanken der verschiedenen Distrikte geben möglicherweise Hinweise auf zukünftige Maßnahmen im Rahmen ihres Programms für Anleihenkäufe der Fed.

EUR - Gemischte Ergebnisse für EUR nach Trichet-Bemerkungen am Wochenende

Der EUR schloss am gestrigen Montag gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten uneinheitlich. Zum japanischen Yen verlor die europäische Einheitswährung zunächst an Boden, konnte die Kursverluste jedoch im weiteren Handelsverlauf ausgleichen und handelte heute Morgen nahezu unverändert bei 113,26. Zum Britischen Pfund zog der Kurs der 16-Nationen-Währung leicht an und markierte in der Spitze 0,8800, bevor sich eine Kurskorrektur nach unten einstellte.

Auch zum US-Dollar gab die Gemeinschaftswährung Euro etwas nach. Am Wochenende hatte sich der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, für den Ankauf von Staatsanleihen von Schuldenstaaten ausgesprochen, während Bundesbankpräsident Axel Weber Trichet zuvor attackierte, indem er ihm vorwarf, eine „Politik des lockeren Geldes“ zu betreiben. Seit Monaten bereits eskaliert der Streit um die Spielregeln der EZB zwischen Trichet und Weber. Künftig wollen die EU-Staaten Schuldensünder härter bestrafen als bisher.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer die heute um 11:00 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden ZEW-Konjunkturerwartungen für Oktober, die die Stimmung der befragten Finanzmarktanalysten und institutionellen Anleger in Deutschland und der Eurozone widerspiegeln. Prognosen zufolge sollen sich beide Indizes im Vormonatsvergleich verschlechtern, was den Druck auf den EUR angesichts der geringen Nachrichtenspanne in dieser Woche erhöhen kann.

JPY - Yen nahezu unverändert gegen Hauptwährungen

Der über das Wochenende unter Druck geratene Euro gab zu Wochenbeginn auch gegen den Japanischen Yen nach. EUR/JPY rutschte am Montag bis auf 112,40 ab, bevor ein Teil der Kursverluste wieder ausgeglichen werden konnte. Im Overnight-Geschäft klettert das beliebte Währungspaar schließlich bis auf die Marke von 113,60.

Zum US-Dollar notierte der JPY nahezu unverändert. Das entsprechende Paar stabilisierte sich um das 81,20-Niveau. Mit Blick auf das fünfte G20-Treffen vom 11. bis 12. November in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, geraten die anhaltenden Spekulationen um weitere Interventionen der Bank of Japan am Devisenmarkt zunächst in den Hintergrund. Es bleibt abzuwarten, welche Kursbewegungen sich in den Handelstagen vor dem großen Treffen ergeben, denn bereits beim letzten G7-Treffen bei der IWF-Jahrestagung vor zwei Wochen hatte es Kritik an der japanischen Intervention gegeben. Die Koordination der Wechselkurspolitik wird entsprechend eines der Hauptthemen beim G20-Gipfel in Seoul werden.

Rohöl - Ölpreisanstieg ist nicht auf Angebotsrückgang zurückzuführen

Angesichts der anfänglichen US-Dollar-Schwäche zu Handelsbeginn, zogen die Ölpreise in den ersten Handelsstunden am Montag zunächst an. Nachdem die Ölpreise am Freitag bis auf $80,50 gefallen waren, schienen sie zum Wochenstart Rückhalt zu finden. Ein deutlicher Ölpreisanstieg von $3 brachte den beliebten Rohstoff bis auf die Marke von $83,71. Am Dienstagmorgen waren die Preise jedoch bereits wieder gesunken. In Asien rutschte das Fass WTI-Öl zur Auslieferung im November auf $82,62 und damit um $0,46 zum Vortag ab. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent zur Auslieferung im Dezember gab um $0,57 auf $83,80 nach.

Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen als Beweggrund für die schwächeren Notierungen, nachdem die Preise am Montag stark gestiegen waren. Darüber hinaus lasten die schwächer tendierenden Aktienmärkte sowie der festere Dollarkurs auf die Ölpreise. Grundlegend bestehe laut Analysten gegenwärtig ein Überangebot an den Ölmärkten.

Technische News

EUR/USD

Der Wochen-Slow Stochastic sowie der Tages-MACD scheinen derzeit abwärts zu kreuzen. Beide Indikatoren signalisieren, dass bei EUR/USD eine Abwärtsbewegung unmittelbar bevorsteht. Darüber hinaus bewegt sich der Preis des Paares im überkauften Bereich des RSI der Wochen-Chart. Short-Positionen gewinnen bei diesem Währungspaar zunehmend an Bedeutung.

GBP/USD

In den vergangenen 48 Stunden konnten bei diesem Paar leichte Abwärtsbewegungen beobachtet werden. Alle technischen Langzeit-Indikatoren sind mittlerweile abwärts ausgerichtet. Das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic der Wochen-Chart sowie des MACD der Tages-Chart ist auch bei GBP/USD nicht zu übersehen. Verkaufen könnte heute die richtige Taktik sein.

USD/JPY

Nach dem anhaltenden und langen Abwärtstrend dieses Paares beginnen sich die technischen Indikatoren zu konsolidieren, was als Zeichen für eine sich ankündigende Kurskorrektur nach oben gedeutet werden kann. Der MACD der Tages- und Wochen-Chart scheint kurz davor zu sein, abwärts zu kreuzen. Der Preis von USD/JPY bewegt sich bereits deutlich im überverkauften Bereich des Tages- und Wochen-RSI. Für heute könnte es hier richtig sein, auf steigende Kurse zu setzen.

USD/CHF

Aktuell scheint der Preis dieses Paares ebenfalls im stark überverkauften Bereich des RSI auf der Wochen-Chart zu schwanken und signalisiert somit bestehenden Aufwärtsdruck. Auch der Slow Stochastic der Wochen-Chart bestätigt durch sein Aufwärtskreuzen diesen Trend. Kaufen könnte bei USD/CHF eine gute Entscheidung sein.

Die Wild-Card

AUD/JPY

Dieses Paar handelte in der letzten Zeit innerhalb einer eher flachen Spanne. Inzwischen gibt es jedoch Anzeichen für eine sich ankündigende Abwärtsbewegung. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart kreuzt abwärts, während sich der Preis des Paares mittlerweile aus dem überkauften Bereich des RSI auf der Wochen-Chart heraus bewegt. Darüber hinaus wird deutlich, dass der MACD der Wochen-Chart ebenfalls abwärts kreuzt. Forex -Anleger, die ihr Augenmerk auf AUD/JPY gerichtet haben, könnten sich die Zeichen der Indikatoren zunutze machen, indem sie jetzt bei einem hervorragenden Einstiegspreis auf fallende Kurse setzen.

Aktuelle Zeit: 05/26 01:05 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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