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Friday, 22 Oct 2010

Zurückhaltung an den Märkten vor G20-Gipfel

Spekulationen um zusätzliche Schritte zu weiteren Liquiditätsmaßnahmen in den USA, die Konsolidierung der Staatshaushalte in Europa sowie der heute beginnende G20-Gipfel habe in dieser Woche den Handel an den Devisenmärkten bestimmt. Diese Themen werden voraussichtlich auch in der kommenden Handelswoche im Mittelpunkt des Marktgeschehens stehen und noch vor dem Wochenende heute, Volatilität, insbesondere beim USD, mit sich bringen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndownupupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.40701.583082.200.97700.99450.8980
1.40351.580081.800.97350.99100.8945
1.40001.576581.450.97000.98750.8915
Support1.39201.570080.800.96300.98000.8840
1.38801.566580.450.96000.97650.8810
1.38451.563080.100.95650.97300.8775

Wirtschafts News

USD - Dollar kann Abwärtstrend nicht umkehren

Der US-Dollar scheint derzeit nicht in der Lage, seinen generellen Abwärtstrend der letzten Handelswochen zu korrigieren. Die Erwartung der Marktteilnehmer, nach denen die US-Notenbank Federal Reserve bereits im nächsten Monat zusätzliche Schritte zu weiteren Liquiditätsmaßnahmen ankündigt, führen zu dauerhaften Kursverlusten beim USD. Darüber hinaus bestätigen die anhaltend enttäuschenden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten eine Schieflage der US-Wirtschaft. Wie in der auslaufenden Woche zu beobachten war, scheint sich das Währungspaar EUR/USD um ein neues Level bei $1,4000 zu konsolidieren, während USD/JPY durchgehend neue Tiefstände der letzten 15 Jahre markiert.

Trotz der gestern besser als erwartet ausgefallenen US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, konnte sich die US-Währung nicht stabilisieren. Schließlich enttäuschte der am Nachmittag veröffentlichte Philadelphia Fed Index für das herstellende Gewerbe (Oktober) die Erwartungen der Experten. Ohne bedeutend positive Konjunkturdaten aus den USA wird der Dollar voraussichtlich bei seinem aktuellen Niveau verharren.

Die kurzfristigen USD-Tendenzen werden heute angesichts eines Mangels an Konjunkturdaten aus den USA voraussichtlich von Indikatoren aus Kanada und dem Euroraum bestimmt. Dabei sollten Händler ihr Augenmerk auf Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex (Dienstleistungen) für Oktober um 10:00 Uhr und die Verbraucherpreise aus Kanada um 13:00 Uhr richten. Positive Ergebnisse könnten den US-Dollar weiter unter Druck bringen.

EUR - Euro kann Gewinne gegen Hauptwährungen größtenteils halten

Trotz der allgemeinen konjunkturellen Besorgnis in der Eurozone bleibt die Währung der 16 Nationen mithilfe einer höheren Risikobereitschaft am Markt auf dem aufsteigenden Ast. Optimismus versprechende Konjunkturdaten aus Deutschland und China brachten dem Euro gestern im Handelsverlauf Auftrieb. Seit Wochen verbucht die europäische Gemeinschaftswährung deutliche Kursgewinne gegen die Hauptwährungen, insbesondere dem USD. EUR/USD handelt mittlerweile kontinuierlich um die Marke von $1,4000.

Heute beginnt in Südkorea der G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer. Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen beraten an diesem Wochenende über die globale Wirtschaftslage sowie nötige Reformen für das weltweite Finanzsystem. Zum Wochenende sind weitere EUR-Kursgewinne möglich, so Marktbeobachter. Händler sollten den heute zur Veröffentlichung ausstehenden ifo-Geschäftsklimaindex (Dienstleistungen) für Oktober aus Deutschland nicht aus den Augen verlieren. Deutschland ist die größte Industrienation der Eurozone und spielt in Bezug auf die Konjunkturerholung im Euroraum eine äußerst wichtige Rolle. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist ein vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Sollte das Ergebnis über den prognostizierten 106,5 Punkten ausfallen, könnte der EUR im Nachmittagshandel neue Unterstützung finden.

JPY - Investoren weiter in Sorge um mögliche BoJ-Intervention

Die jüngst höhere Risikobereitschaft am Markt beschert dem Japanischen Yen gegenwärtig deutliche Kursverluste gegenüber dem Euro. Gleichzeitig markiert die Inselstaatwährung zum US-Dollar seit Wochen regelmäßig neue Höchststände der letzten 15 Jahre. Während USD/JPY weiterhin um die Marke von 81,00 handelt, steigt die Sorge der Investoren um eine erneute Intervention seitens der Bank of Japan (BoJ) am Devisenmarkt. Es ist allgemein bekannt, dass die Bank of Japan (BoJ) einen schwachen Yen als Hauptinstrument zur Unterstützung des japanischen Exports im Rahmen einer konjunkturellen Erholung erachtet.

Am heutigen Freitag werden der JPY und seine Crosse unter dem Einfluss von zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus Europa stehen. Der Yen könnte seinen Kurs zum Euro vor dem Wochenende beibehalten, bleibt die Marktstimmung weiterhin auf Risikokurs. Gleichzeitig ist der JPY im Vergleich zum USD eine weitaus sichere Investition für Händler. Für USD/CHF bleiben nachhaltige Aufwärtstendenzen kurz- und mittelfristig unwahrscheinlich.

Rohöl - Ölpreise steigen und USD fällt

Angesichts der anhaltenden Dollar-Abwertung steigt derzeit das Interesse an Rohstoffen als Alternativanlage. Zum Wochenende notieren die Ölpreise, entsprechend des allgemeinen Wochentrends, auch am Freitagmorgen leicht im Plus. US-WTI zur Auslieferung im November kletterte im asiatischen Handel um $0,66 Cent auf $81,22 pro Fass. Der nächstfällige Future auf Nordsee-Brent verteuerte sich um $0,73 auf $82,56 pro Fass.

Noch vor dem Ende der Woche setzt sich die Berg- und Talfahrt der vergangenen Handelstage fort. Positiv ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt gestern stützten die Ölpreise. Händler hoffen auf einen Anstieg der Ölnachfrage in den USA. Darüber hinaus sorgt der schwächelnde Dollar wie gewohnt für steigende Kurse an den Ölmärkten. Seit Wochenbeginn ist der Handel an den internationalen Ölmärkten von hoher Volatilität geprägt. Deutlichen Kursgewinnen folgen kräftige Preisrückgänge. Entsprechend könnten sich hier bereits erneut Kurskorrekturen nach unten ergeben.

Technische News

EUR/USD

Nach dem äußerst volatilen Handel gestern, bewegt sich EUR/USD mittlerweile um die Marke von $1,3960. Aktuell kreuzt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart aufwärts, was bedeuten könnte, dass sich die Aufwärtstendenzen heute noch bis zur Marke um 1,4100 fortsetzen könnten.

GBP/USD

Dieses Paar nahm seine Kurskorrekturen abwärts gestern wieder auf und ist inzwischen bis unter die 1,5700-Marke gefallen. Mittlerweile konnte sich GBP/USD leicht erholen und handelt aktuell um $1,5740. Da der Tages-MACD weiterhin abwärts gerichtet ist, könnte dies der Auftakt zu zusätzlichen Abwärtsbewegungen sein. Hier könnte es eine gute Taktik lauten: auf fallende Kurse setzen.

USD/JPY

Der generelle Abwärtstrend dieses Währungspaares legte in den letzten Handelstagen eine kleine Pause ein. USD/JPY notiert aktuell über der Marke von 81,00. Da die Oszillatoren der Wochen-Chart abwärts gerichtet sind, könnten sich weitere Kursverluste für heute einstellen. Bei diesem Währungspaar ist es voraussichtlich von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/CHF

In den letzten Handelstagen konnte USD/CHF einen Teil der zuvor verzeichneten Kursverluste korrigieren. Derzeit testet das Währungspaar die 0,9700-Marke an. Sollte USD/CHF diesen Widerstand brechen, könnte das Paar noch heute bis auf 0,9775 klettern.

Die Wild-Card

Gold

In der vergangenen Handelswoche konnte bei Gold eine deutliche Kurskorrektur abwärts beobachtet werden. Der Rohstoff handelt aktuell um $1,327 pro Feinunze. Sowohl die 4-Stunden-, als auch die Tages-Chart liefern gegenwärtig rückläufige Signale, was bedeuten kann, dass der Abwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei einem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/26 01:09 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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